Betroffene Personen, die vor ihrem Tod im Bereich des Amtsgerichts Westerstede wohnten, betreut die Abteilung Nachlass des Amtsgerichts Westerstede in Niedersachsen.

Wenn Personen ein handgeschriebenes Testament verwahren wollen, können sie sich an das Nachlassgericht Westerstede wenden. Angehörige des Erblassers können hier die Ausstellung eines Erbscheins beantragen.

Nicht für alle Angelegenheiten den Nachlass betreffend ist das Nachlassgericht Westerstede (ID: P3213) zuständig. Soll ein Erbausschlag eingereicht werden, kann die entsprechende Erklärung beispielsweise auch am gewöhnlichen Aufenthaltsort des Erben abgegeben werden.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort von einem Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Welche Funktionen übernimmt das Nachlassgericht Westerstede?

Nachlassgericht Westerstede

Eine Vielzahl von Aufgaben werden vom jeweiligen Nachlassgericht übernommen, davon sind einige mit Gebühren verknüpft.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Erbscheinerteilung
  • Nachlassverwaltung
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Vollstreckung eines Testaments
  • Sichern des Erbes
  • Ermitteln der Erben
  • Verwahren von Verfügungen im Todesfall

Nachlassgericht Westerstede - Adressen und Kontaktdaten

LieferanschriftPostanschrift
Wilhelm-Geiler-Straße 12 a
26655 Westerstede
Postfach 11 20
26641 Westerstede

Kontakt

Telefon-Nr.: 04488 8360
Fax-Nummer: 04488 836101
Webseite: amtsgericht-westerstede.niedersachsen.de

Amtsgericht Westerstede - zusätzliche Aufgaben

Im Amtsgericht Westerstede werden nicht nur Nachlassangelegenheiten bei Todesfällen verwaltet und entschieden. In folgenden Bereichen ist das Gericht für den elektronischen Rechtsverkehr zuständig:

  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Zivilverfahren
  • Familiensachen

Häufig gestellte Fragen zum Nachlassgericht Westerstede

Laut § 344 Abs. 7 FamFG werden die erforderlichen beglaubigten Dokumente auch von der Nachlassabteilung des Amtsgericht der ausschlagenden Person an das zuständige Amtsgericht des Erblassers weitergeleitet.

Dem Erben entstehen keine weiteren Kosten durch die Anmeldung zur Ausschlagung des Erbes am Wohnort des Erblassers. Stattdessen arbeiten die beiden Nachlassgerichte Hand in Hand und das Amtsgericht des Erben leitet alle Dokumente beglaubigt an das Amtsgericht des Verstorbenen weiter.

Kann das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden, ist das Nachlassgericht Berlin Schöneberg der zuständig.

Nur wenn ein gültiger Erbscheinantrag eingereicht wurde, kann man auf die Aushändigung solch eines Erbscheins hoffen. Dieser Antrag kann vom Alleinerben, von möglichen Miterben, Nach- oder Ersatzerben sowie vom Testamentsvollstrecker gestellt werden.


Einzelnachweise

Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
dejure.org: § 344 FamFG Besondere örtliche Zuständigkeit »
Gesetze im Internet: GVG § 23a »