Für alle Personen zuständig ist die Nachlassabteilung des Amtsgerichts Zittau, die beim Todeszeitpunkt im zuständigen Gerichtsbezirks lebten.

Möchten Personen aus dem örtlichen Einzugsgebiet des Gerichtes ihr Testament in Verwahrung geben, liegt die Zuständigkeit bei diesem Amtsgericht Zittau. Am Nachlassgericht Zittau können Angehörige darüber hinaus einen Erbschein beantragen.

Nicht für alle Angelegenheiten den Nachlass betreffend ist das Nachlassgericht Zittau (ID: U1118) zuständig. Ein Ausschlagen des Erbes beispielsweise kann auch am Nachlassgericht eingereicht und verhandelt werden, in dem Bezirk, in dem die erklärende Person lebt.

Die notwendigen Unterlagen werden von dort von einem Sachbearbeiter in öffentlich beglaubigter Form an das zuständige Nachlassgericht des Erblassers weitergeleitet.


Nachlassgericht Zittau - die Aufgaben in der Übersicht

Nachlassgericht Zittau

Im Zuge einer Erbschaft fallen für die Erben Aufgaben an, für die fast ausnahmslos das Nachlassgericht Zittau zuständig ist. Kosten, die dabei anfallen, müssen von den Erben getragen werden.

Einige Aufgaben des Nachlassgerichts Zittau als Amtsgericht Zittau auf einen Blick:

  • Sichern des Erbes
  • Testamentsvollstreckung
  • Verwalten des Erbes
  • Erteilen von Testamentsvollstreckerzeugnissen
  • Verfügungseröffnung im Falle des Todes
  • Erbscheinausstellung

Nachlassgericht Zittau - Anfahrt und Kontaktadressen

LieferanschriftPostanschrift
Lessingstraße 1
2763 Zittau
Postfach 15 55
2755 Zittau

Kontakt

Telefon-Nr.: 03583 759-0
Fax-Nr.: 03583 759-1030
Webseite: justiz.sachsen.de/agzi

Amtsgericht Zittau - zusätzliche Aufgaben

Beim elektronisch abgewickelten Rechtsverkehr ist das Amtsgericht auch für folgende Aufgaben zuständig:

  • Zivilverfahren
  • Familiensachen
  • Grundbuchverfahren
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit

Nachlassgericht Zittau - Fragen und Antworten

Der § 344 Abs. 7 FamFG legt fest, dass das Ausschlagen der Erbschaft auch am Amtsgericht des Erben erfolgen kann.

Die beglaubigten Dokumente werden an das zuständige Nachlassgericht weitergeleitet, sodass ein gesondertes Erscheinen mit erforderlichen Dokumenten durch den Erben nicht mehr nötig ist.

Das Nachlassgericht Berlin Schöneberg gilt immer dann als zuständig, wenn das örtlich zuständige Nachlassgericht nicht ermittelt werden konnte.

Vom Amtsgericht wird ein Erbschein nur dann erteilt, insofern ein gültiger Antrag auf diesen Schein eingereicht wurde. Der Antrag zur Erteilung eines Erbscheins kann je nach den jeweiligen Rahmenbedingungen einer Erbschaft vom Alleinerben sowie den möglichen Mit-, Nach- oder Ersatzerben gestellt werden. Auch ein Testamentsvollstrecker ist dazu berechtigt, einen Erbscheinantrag vorzubringen.


Einzelnachweise

buzer.de: § 2247 - Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) »
Gesetze im Internet: FamFG § 343 Örtliche Zuständigkeit »
buzer.de: § 23a - Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) »
dejure.org: § 342 FamFG Begriffsbestimmung »