Die wichtigsten Fakten

  • Auf Kapitaleinkünfte werden pauschal 25 Prozent Abgeltungssteuer erhoben.
  • Es gibt pro Personen einen Freibetrag in Höhe von 801 Euro im Jahr 2017.
  • Dieser Freibetrag wird Sparerpauschbetrag genannt.
  • Eingetragen wird der Sparerpauschbetrag in der Anlage Kap.

Zehn-wichtige-Steuerfreibetraege

Wie hoch ist der Sparerpauschbetrag?

Sparerpauschbetrag für ...Höhe des Sparerpauschbetrags
Ledige801 Euro
Ehepaare1.602 Euro

Häufig gestellte Fragen

Jede Bank in Deutschland hat Formulare, mit denen der Freibetrag beantragt werden kann. Dazu bekommt der Kunde in der Regel sogar noch ausführliche Informationen zu dem Thema.

Für den Antrag müssen einige Daten, wie die Adresse und die Steueridentifikationsnummer, angegeben werden. Der Grund dafür ist, dass der Freibetrag auch auf verschiedene Banken aufgeteilt werden kann. Durch die Angabe der Daten kann überprüft werden, ob der Freibetrag bei einer anderen Bank bereits ausgeschöpft wurde.

  • Laut Sparkompass Deutschland hat jeder fünfte Deutsche im Jahr 2013 keinen Freistellungsauftrag abgegeben und somit Geld bezahlt, dass ihm eigentlich zusteht. Das ist erschreckend, zumal es kaum Aufwand bedeutet, den Kapitalertragsteuer Freibetrag zu beantragen.

 

Die meisten Menschen haben ein Sparkonto. Auf das dort gesparte Geld bekommen sie Zinsen. Seit 2009 wird von der Bank automatisch die Abgeltungssteuer, welche die neue Form der Kapitalertragsteuer ist, einbehalten.

Vielen Sparkontoinhabern ist dabei gar nicht bewusst, dass sie einen Kapitalertragsteuer Freibetrag haben, den sie überhaupt nicht versteuern müssen.

Ein Antrag an die Bank sorgt dafür, dass viel weniger oder sogar überhaupt keine Kapitalertragsteuer bezahlt werden muss.

Wurde der Antrag zum Beispiel aus Unwissenheit nicht gestellt, kann man sich das Geld mithilfe der Einkommenssteuererklärung zurückholen. Dies ist allerdings ein sehr aufwendiges Verfahren, weshalb es unbedingt zu empfehlen ist, einmalig und rechtzeitig die Freibetragsanträge auszufüllen.

Es kann auch vorkommen, dass fälschlicherweise die Steuer von der Bank bezahlt wurde, obwohl das Einkommen unter dem Grundeinkommen lag (zum Beispiel bei Kindern). Auch in diesem Fall ist eine Steuerklärung der richtige Weg, um das Geld zurückzubekommen.

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