Das Gehalt als Augenoptiker

Ein Artikel von Melanie Vahland

Von Physikkentnissen über Stilsicherheit bis hin zu Kommunikations- und Verkaufsfähigkeit müssen Augenoptiker diverse Kompetenzen mitbringen.

Brutto Gehalt als Augenoptiker

Beruf Augenoptiker/ Augenoptikerin
Monatliches Bruttogehalt 2.223,00€
Jährliches Bruttogehalt 26.675,99€

Durchschnittlich verdienen Augenoptiker im Monat etwa 2.223,00€ brutto. Der Jahresverdienst liegt also im Durchschnitt bei 26.675,99€ brutto. Der durchschnittliche Stundenlohn beträgt 14,66€.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Der Beruf Augenoptiker
  2. Gehalt als Augenoptiker
  3. Gehälter in unterschiedlichen Branchen
  4. Weiterbildungsmöglichkeiten
  5. Verdienen Sie als Augenoptiker genug?
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Der Beruf Augenoptiker

Die Beratung von Kunden bei der Auswahl der optimalen Fassung und Brillengläser ist ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit eines Augenoptikers.

Er führt mit dem Kunden einen Sehtest, die sogenannte Refraktion, durch, um die dioptrische Wirkung der Augen und damit die benötigte Stärke der Brillengläser zu bestimmen.

Als Augenoptiker kann man anschließend selbst die Anfertigung und Anpassung von Brillen und Kontaktlinsen vornehmen sowie die Einarbeitung von Brillengläsern in die zuvor mit dem Kunden ausgewählten Brillenfassungen.

Die Aufgabenbereiche des Augenoptikers

Die täglichen Aufgaben eines Optikers sind vielfältig und sorgen für einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Sie umfassen unter anderem folgende Bereiche:

  • Kundenberatung
  • Refraktion (Ermittlung der Sehstärke)
  • Anpassen von Kontaktlinsen
  • Anfertigung von Brillen
  • Reparatur von Brillen
  • Ansprechende Präsentation der Brillen im Laden
  • Verwaltungsaufgaben

Es zeigt sich, dass man als Augenoptiker sowohl ein Gespür für Zahlen und Fakten, als auch für Design und Mode haben muss. Die Brille ist für den Kunden nämlich nicht nur eine Sehhilfe, sondern auch ein modisches Accessoire.

Deswegen sind für sie neben der Ermittlung der richtigen Sehstärke und der kompetenten Anfertigung einer Brille auch das Aussehen des Modells und eine fachkundige Typberatung wichtig. Wer sich für eine Ausbildung zum Augenoptiker entscheidet, sollte deswegen an beiden Seiten des Berufs Interesse haben.

Informationen zur Ausbildung

Wer Augenoptiker werden möchte, sollte mindestens die mittlere Reife, also einen Realschulabschluss, vorweisen können. Darüber hinaus sollten Lehrlinge Spaß an den Fächern Mathematik und Physik haben und gleichzeitig ein Gespür für Modetrends und die Fähigkeit, mit Menschen umzugehen, mitbringen.

Während der dreijährigen dualen Ausbildung in der Berufsschule, dem Ausbildungsbetrieb und ergänzend hierzu in der überbertrieblichen Ausbildung in großen Lehrwerkstätten, erlernen angehende Augenoptiker und Augenoptikerinnen das Herstellen von Brillenfassungen aus Kunststoff und Metallen und schleifen per Hand Glasrohlinge nach vorgegebenen Musterscheiben.

Zwar werden heutzutage Gläser und Fassungen industriell hergestellt, sodass diese Fertigkeiten nicht zum Arbeitsalltag gehören. Allerdings sind diese handwerklichen Fähigkeiten bei anfallenden Reparaturen unabdingbar, weshalb diese Übungen nach wie vor ein prüfungsrelevanter Teil der praktischen Ausbildung sind.

Der Auszubildende erhält einen umfassenden Einblick in den Alltag eines Augenoptikers und bekommt alle wichtigen Arbeitsabläufe beigebracht. Er erhält auch Einblicke in die Kostenkalkulation und in betriebswirtschaftliche Abläufe.

Das Gehalt als Augenoptiker im Laufe der Karriere

Das Ausbildungsgehalt nach Lehrjahren steigert sich im Durchschnitt von 585 Euro bis 790 Euro.

  • 1. Lehrjahr: 585 Euro
  • 2. Lehrjahr: 690 Euro
  • 3. Lehrjahr: 790 Euro

Nach der erfolgreichen Beendigung seiner Ausbildung erhält der Augenoptiker ein Einstiegsgehalt, das im Bereich von 1.800 bis 2.200 Euro brutto pro Monat liegt.

Mit wachsender Berufserfahrung ist es jedoch möglich, im Laufe der Zeit ein höheres Gehalt von bis zu 2.400 Euro zu erzielen.

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Gehälter in unterschiedlichen Branchen

Heutzutage gibt es nicht wenige Betriebe, in denen der Augenoptiker entweder nur in der Werkstatt arbeitet oder ausschließlich für Beratung und Verkauf zuständig ist.

Dieser Aufteilung liegt eine Veränderung in der Wahrnehmung von Brillen zugrunde: Waren sie früher nur lästiges Mittel zum Zweck, sind sie heute nicht nur ein Funktionsgegenstand, sondern vor allem auch ein modisches Accessoire.

Wenn der Beruf im Augenoptikerhandwerk ausgeübt wird, ist es möglich, ein Gehalt zwischen 1.800 und 2.000 Euro monatlich zu verdienen. Arbeitet der Augenoptiker dagegen im Einzelhandel, erhält er einen Verdienst von 1.800 bis 2.400 Euro brutto pro Monat.

Die unterschiedlichen Weiterbildungsmöglichkeiten

Möchte der Augenoptiker ein höheres Gehalt erzielen, hat er die Möglichkeit, sich zum Meister seines Berufes weiterbilden zu lassen. Damit ist er berechtigt, selbst auszubilden und sich mit einem eigenen Laden selbstständig zu machen.

Darüber hinaus kann er auch in der Forschung und Entwicklung arbeiten. Als Optometrist arbeitet er mit Ärzten oder Wissenschaftlern zusammen und optimiert Sehhilfen und optische Geräte.

Nicht wenige Augenoptiker oder Augenoptikermeister wechseln nach einigen Jahren Berufserfahrung in den Vertrieb zu Herstellern von optischen Geräten, Gläsern oder Fassungen.

Kompetenzen erweitern

Sowohl die Technik als auch die Mode verändern sich stets. Der Besuch einer Weiterbildung kann den Augenoptiker ebenso über die neuesten Brillentrends als auch über neue Techniken und Maschinen zur Brillenanfertigung informieren.

Darüber hinaus gibt es spezielle Zusatzausbildungen, die es einem Optikergesellen erlauben, in Anwesenheit eines Meisters die Augen der Kunden zu überprüfen, Kontaktlinsen anzufertigen und weitere spezielle Aufgaben durchzuführen.

Ausbildung zum Meister

Als Augenoptiker mit einem Meistertitel hat man nicht nur bessere Verdienstmöglichkeiten, sondern auch mehr Handlungsfreiraum und mehr Verantwortung. Das Gehalt als Augenoptikermeister beträgt durchschnittlich 2.500 bis 2.700 Euro im Monat.

Außerdem eröffnen sich Möglichkeiten, sich mit einem eigenen Geschäft selbstständig zu machen. Besonders erfolgreich sind Optikergeschäfte, die sich auf ein bestimmtes Gebiet spezialisiert haben.

Die entsprechende Weiterbildung macht aus dem allgemeinen Optiker einen kompetenten Berater für einen speziellen Bereich wie Kontaktlinsen, Sport- oder Gleitsichtbrillen.

Studium

Wer das Abitur oder einen Meistertitel hat, darf auf dem Gebiet der Augenoptik studieren und kann einen Abschluss als Bachelor of Science machen. Auch damit kann man sein Wissen und sein Gehalt steigern.

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Ausbildung / Studium

Einzelnachweise


  1. Bundesagentur für Arbeit: Augenoptiker/in

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