Gehaltserhöhung steuerfreie Extras

Dank der Inflation wird Konsum immer teurer. Eine Erkenntnis, die Arbeitnehmer seit Generationen machen. Trotzdem: Mehr Gehalt vom Chef macht nicht unbedingt zufriedener. Schuld ist die bei einer Gehaltserhöhung steiler wachsende Steuerschuld.

Mitunter rutscht man durch die Gehaltserhöhung in der Steuerklasse nach oben. So bleibt weniger vom Bruttolohn übrig. Unternehmen und Beschäftigte können diese Hürde umgehen – über kleine Extras, die steuerfrei bleiben.

Steuerfrei – kleine Extras für Mitarbeiter

Viele Beschäftigte und Unternehmen wissen gar nicht, dass sie Extras steuerfrei in Anspruch nehmen können. Dazu gehört beispielsweise die Bezuschussung der Kinderbetreuung.

Aber: Dieser Zuschuss sollte nur als „Sahnehäubchen“ gewährt werden. Als fester Bestandteil im Arbeitsvertrag kann die Kita-Gebühr sonst zum Bumerang werden.

Was geht noch an steuerfreien Extras statt einer Gehaltserhöhung?

Ein Beispiel sind Rabatte auf Waren und Dienstleistungen aus dem Angebotssortiment des Unternehmens. Hier liegt der Freibetrag bei 1.080 Euro je Jahr.

Darüber hinaus kann statt einer Gehaltserhöhung auch ein Sachbezug vereinbart werden. Aber: An dieser Stelle setzt der Fiskus Grenzen.

Sachbezüge sind nur solange steuerfrei, wie sie die Grenze von 44 Euro pro Monat nicht überschreiten. Dabei ist zu beachten, dass die Überschreitung eine Versteuerung über die gesamte Summe auslöst.

Gesundheit und Fitness statt Gehaltserhöhung

Geld motiviert nicht immer. Wie wäre es mit Gesundheit und Fitness? Im Rahmen der Gesundheitsförderung dürfen sich Firmen in Deutschland mit bis zu 500 Euro pro Jahr an der Fitness ihrer Beschäftigten beteiligen. Leider gilt dies nicht pauschal für Sportverein und Fitnessklub, es sind gewisse Anforderungen an dieses steuerfreie Extra vorgeschrieben.

Steuerfrei kann dagegen am fachlichen Know-how der Mitarbeiter gefeilt werden. Der Vorteil: Hier gelten keine allgemeinen Obergrenzen, bis zu denen die Fort- und Weiterbildung bezuschusst werden darf.

  • Der Firmenwagen wird vielleicht als Ritterschlag wahrgenommen. Als Freibrief darf der Wagen allerdings nicht gesehen werden. Vielmehr ist in diesem Zusammenhang klar zwischen der betrieblichen und privaten Nutzung zu unterscheiden. Sofern der begünstigte Mitarbeiter betrieblich veranlasste Strecken zurücklegt, bleibt der Firmenwagen steuerfrei. Eine private Nutzung ist dagegen ein Fall für die Steuer.

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