Das Gehalt als Heilerziehungspfleger

Aktualisiert am 08.11.2021 15:12 von Melanie Vahland

Als Heilerziehungspfleger unterstützt man Menschen mit Behinderung in pädagogischer, lebenspraktischer und pflegerischer Hinsicht und hilft bei der Bewältigung des Alltags. Beim Gehalt als Heilerziehungspfleger gibt es hohe Differenzen, die zum einen auf der Erfahrung im Beruf, zum zweiten auf der Ausbildung und zum dritten auf dem jeweiligen Bundesland basieren.

Brutto Gehalt als Heilerziehungspfleger

Beruf Heilerziehungspfleger/ Heilerziehungspflegerin
Monatliches Bruttogehalt 2.556,17€
Jährliches Bruttogehalt 30.674,08€

Monatlich verdient ein Heilerziehungspfleger brutto durchschnittlich 2.556,17€. Demnach bekommt er einen Stundenlohn in Höhe von durchschnittlich 15,52€. Im Schnitt verdienen Heilerziehungspfleger brutto 30.674,08€ im Jahr.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Gehalt als Heilerziehungspfleger im Überblick
  2. Ausbildung zum Heilerziehungspfleger
  3. Weiterbildung für Heilerziehungspfleger
  4. Verdienen Sie als Heilerziehungspfleger genug?
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Das Gehalt als Heilerziehungspfleger im Überblick

Verdienst eines Heilerziehungspflegers in Deutschland

In den neuen Bundesländern haben ausgebildete Heilerziehungspfleger es schwer, eine Anstellung zu finden. Wegen geringerer Gehälter wird nicht selten ein Heilerziehungspflegehelfer anstelle einer gelernten Fachkraft eingestellt.

Mit dem höchsten Gehalt geht der Heilerziehungspfleger in Hessen, in Hamburg oder Baden Württemberg nach Hause. In Thüringen und Sachsen verdient der Heilerziehungspfleger am wenigsten, obwohl die Arbeit die gleiche und die Verantwortung im Beruf nicht geringer ist.

Einfluss von Berufserfahrung und Ausbildung auf das Gehalt

Gehaltsentwicklung im Berufsleben

Das Gehalt als Berufseinsteiger liegt zwischen 2.500 und 3.000 Euro. Ein ausgebildeter und mit allen beruflichen Anforderungen vertrauter Heilerziehungspfleger mit einigen Jahren Berufserfahrung kann ein Gehalt zwischen 2.900 und 4.400 Euro im Monat erzielen.

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, durch Spezialisierungen und Weiterbildungen ein besseres Gehalt zu erzielen. Zu den Aufstiegsmöglichkeiten zählt auch eine langjährige Tätigkeit bei einem Arbeitgeber, der dementsprechend eine Beförderung vornehmen kann.

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger

Der Heilerziehungspfleger nimmt auf dem sozialen Sektor eine wichtige Rolle ein. Bei diesem Beruf sind Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen gefragt, zudem trägt man eine hohe Verantwortung.

Man benötigt außerdem eine hohe psychische und physische Belastbarkeit. Um mit diesem Druck umgehen zu können, gibt es eine umfangreiche Ausbildung.

Wichtige Informationen zur Ausbildung

Dieser Ausbildungsberuf unterscheidet sich in zwei Punkten von Berufsausbildungen aus anderen Arbeitsbereichen. Die Dauer der Ausbildung beträgt statt 3 Jahren hier 4 Jahre. Während der Ausbildung erhält die Auszubildende zudem keine Vergütung.

Die Dauer der Ausbildung ist mit 4 Jahren relativ lang, dafür wird in dieser Zeit wertvolles Wissen vermittelt. Dieses Wissen hilft dabei, den verantwortungsvollen Job meistern zu können.

Da diese Berufsausbildung nicht auf dualem Wege, sondern innerhalb der Berufsschule erfolgt, wird der Auszubildenden kein Gehalt ausgezahlt. Zwar gibt es einen nicht zu unterschätzenden Praxisanteil innerhalb der Ausbildungszeit, doch auch diese Zeit wird ebenfalls nicht vergütet.

Eine finanziell lohnende Phase gibt es für einen Auszubildenden innerhalb der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger im Form des Praktikums. Innerhalb des Praktikums kann ein angehender Heilerzieher ein Gehalt verlangen. Hierfür sollte man sich eine tariflich gebundene Institution aussuchen damit der monatliche Lohn bei ca. 1.400 Euro liegen kann.

Das Einstiegsgehalt

Nach den 4 Jahren der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger ohne Einkommen liegt das Einstiegsgehalt im Schnitt bei 2.500 bis 3.000 Euro.

Es ist empfehlenswert, einen Job im öffentlichen Dienst zu finden, um ein höheres Gehalt zu erzielen. Private und damit nicht tariflich gebundene Betriebe zahlen meist deutlich schlechter. Das kann eine Lohneinbuße von bis zu 30% bedeuten.

Berufliche Weiterbildung für Heilerziehungspfleger

Es gibt mehrere Wege, als Heilerziehungspfleger die eigene Position im Berufsleben durch eine Weiterbildung zu verändern. Vorteile einer Weiterbildung sind in der Regel mehr Gehalt, größeres Ansehen und eine höhere Stellung im Unternehmen.

Die Folge einer Fortbildung ist eine höhere Qualifikation, welche zu anspruchsvolleren Aufgaben und Tätigkeiten berechtigt. Dadurch kann man in der Regel auch die Höhe des eigenen Einkommens positiv beeinflussen.

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Auch kann man mit einer gehobenen Ausbildung auf eine höhere Stellung hoffen. Mit einer gehobenen Position genießt man mehr Verantwortung und erweitertes Aufgabengebiet.

So verlagern sich die höheren Positionen innerhalb eines Betriebes meist in die organisatorischen Bereiche. Diese Entlastung von der körperlichen Arbeit ist vor allem im Alter eine willkommene Bereicherung für den beruflichen Alltag.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Heilerziehungspfleger

Der Heilerziehungspfleger kann sich für verschiedene Wege der Weiterbildung entscheiden. Alle haben verschiedene Vorzüge und Voraussetzungen.

Beispiele für mögliche Fortbildungen:

  • einfache Weiterbildung
  • Fach- und Betriebswirt (Sozial- und Gesundheitswesen)
  • Studium
  • Selbstständigkeit

Die einfache Weiterbildung durch Lehrgänge bringt Kenntnisse in einem engen Wissensgebiet und befähigt zu bestimmten Leistungen. Beispielsweise wäre dies heilpädagogisches Reiten oder auch eine Fortbildung innerhalb der Sprachförderung.

Für Heilerziehungspfleger mit Interesse an einer Führungsposition ist eine Weiterbildung im Bereich Betriebs- oder Fachwirt im Gesundheits-/ Sozialwesen eine interessante Wahl.

Es werden verschiedene Inhalte vermittelt, die auf die Aufgaben in Führungspositionen vorbereiten, unter anderem im Bereich der Betriebswirtschaft. In einer Führungspostion kann bis zu 60.000 Euro Jahresgehalt erzielt werden.

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Einzelnachweise

Bundesagentur für Arbeit: Heilerziehungspfleger/in »

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