Im Durchschnitt steigt das Gehalt als Hörgeräteakustiker nach einiger Zeit auf 2.300 bis 2.700 Euro. Ohne Weiterbildung werden bei guter Arbeit und entsprechender Betriebszugehörigkeit bis zu 3.500 Euro pro Monat gezahlt. Das Gehalt ist etwa mit dem als Medizintechniker zu vergleichen.

Brutto Gehalt als Hörgeräteakustiker

Beruf
Monatliches Bruttogehalt 3.557,68€
Jährliches Bruttogehalt 42.692,13€
Wie viel Netto?

Hörgeräteakustiker verdienen durchschnittlich im Monat ein Gehalt von 3.557,68€ brutto, was auf ein Jahresbruttogehalt von im Schnitt 42.692,13€ hinausläuft. Der Stundenlohn liegt im Durchschnitt in Höhe von 22,19€.

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Der Beruf Hörgeräteakustiker im Überblick

Hörgeräteakustiker passen Hörsysteme an die Bedürfnisse ihrer Kunden an. Sie führen Hörtests durch und reparieren Hörhilfen.

Für den Beruf benötigt man Geduld, eine sehr ruhige Hand und sollte nicht davon abgeschreckt sein, mit mikroskopischen Kleinstteilen zu arbeiten.

Als Hörgeräteakustiker ist es die Aufgabe, auf der Grundlage medizinischer Gutachten einen Schaden am Gehör mit einem Gerät auszugleichen.

Auch der Hörschutz ist Teil des Aufgabenfeldes. Neben der Beratung von Kunden und der Ermittlung der richtigen Gerätestärke, gehört auch die Wartung und Justierung der Geräte zum Aufgabengebiet.

Der Beruf ist ein in der Handwerksordnung anerkannter Beruf.

Genauso vielseitig wie das persönliche und fachliche Profil des Hörgeräteakustikers ist auch sein Arbeitsfeld.

Zu den Aufgaben dieses Berufs gehören:

  • Die allgemeine Beratung der Kunden
  • Die Ermittlung und Messung des Hörbedarfs
  • Die Beratung zur Bedienung, Nutzung und Reinigung von Hörgeräten
  • Die Instandhaltung und Wartung von Hörgeräten
  • Die Anfertigung von „Otoplastik“, dem Verbindungsstück zwischen Hörgerät und Ohr, das auf jeden Kunden individuell angepasst werden und perfekt sitzen muss

Die Ausbildung zum Hörgeräteakustiker

Nicht hören zu können, ist für die meisten Menschen unvorstellbar. Trotzdem kämpfen viele Betroffene täglich mit diesem Schicksal, das das gesamte Leben verändert. Um diesen Menschen zu helfen, gibt es den Beruf des Hörgeräteakustikers.

Wenn man sich für eine Ausbildung zum Hörgeräteakustiker entscheidet, ist man nicht nur handwerklich tätig, sondern arbeitet auch mit Menschen. Deshalb bedarf es für diesen Beruf nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch eine hohe Kommunikationsfähigkeit im Umgang mit Kunden.

Die Ausbildung erfolgt innerhalb von 3 Jahren und erfolgt im dualen System. In einem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule wird man auf die Abschlussprüfung vorbereitet.

Teil der Ausbildung zum Hörgeräteakustiker sind ein großes technisches Verständnis und praktische Arbeit in der Werkstatt.

Wer sich zum Hörgeräteakustiker ausbilden lassen will, sollte verschiedene Eigenschaften und Interessen mitbringen. Zum einen arbeitet man in diesem Beruf viel mit Kunden, die zum Teil schwer oder kaum noch hören können. Ein hohes Maß ein Feingefühl und sozialer Kompetenz sind hierbei unverzichtbar.

Zum anderen sollte ein Interesse für Biologie und Physik sowie handwerkliches Geschick und technisches Verständnis für die Funktionsweise der Hörgeräte vorliegen.

Außerdem sollte man, wenn man sich für eine Ausbildung zum Hörgeräteakustiker interessiert, mindestens die mittlere Reife, also einen Realschulabschluss, besitzen. Vielfach werden auch gerne Bewerber mit Hochschulreife eingestellt.

Während der Lehre verdienen Hörgeräteakustiker verhältnismäßig wenig. Das Gehalt in den drei Ausbildungsjahren beträgt im Schnitt:

  • 1. Lehrjahr: 550 Euro
  • 2. Lehrjahr: 650 Euro
  • 3. Lehrjahr: 750 Euro

Das Einstiegsgehalt nach Beendigung der Ausbildung liegt bei etwa 1.700 bis 2.100 Euro brutto. Die mögliche Gehaltsspanne begründet sich vorrangig durch die immer noch bestehenden Unterschiede zwischen Ost und West, die sich oft im Gehaltsniveau eines Berufs widerspiegelt.

Noch bessere Verdienstmöglichkeiten eröffnen sich einem Hörgeräteakustiker, wenn er Weiterbildungen besucht und sich zusätzliches Wissen aneignet, zum Beispiel durch den Erwerb des Meistertitels.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Hörgeräteakustiker

Nach der Beendigung einer Ausbildung zum Hörgeräteakustiker und mehrjähriger Berufserfahrung erhält ein Angestellter im Durchschnitt 2.300 bis 3.500 Euro brutto im Monat.

Wem das zu wenig ist, der kann sich durch eine Weiterbildung spezielles Wissen aneignen und somit seine Verdienst- und Aufstiegschancen verbessern.

Auch ist es nach einer Weiterbildung möglich, sich selbstständig zu machen. Dies setzt in diesem Beruf jedoch den Meistertitel voraus.

Eine Weiterbildung ist für viele eine gute Gelegenheit, um nicht nur ihr Wissen, sondern auch ihr Gehalt zu erweitern. Das Angebot ist in der Regel breit gefächert und wenn es der Arbeitgeber genehmigt, kann man die Weiterbildungen sogar während der Arbeitszeit besuchen.

Oft übernimmt der Vorgesetzte auch anfallende Kosten, wenn ihm etwas an der beruflichen Entwicklung seiner Angestellten liegt.

Als Hörgeräteakustiker hat man zum Beispiel die Möglichkeit, folgende Weiterbildungen zu besuchen:

  • Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Waren-, Produkt- und Verkaufskunde
  • Kundenservice
  • Wartung und Instandhaltung

Die hierdurch neu erworbenen Kompetenzen bereichern zwar das fachliche Wissen und den Betrieb, gelten allerdings selten als weiterer Schritt auf der Karriereleiter.

Aufstiegsmöglichkeiten bieten hingegen die Weiterbildung zum Hörgeräteakustikmeister oder ein Studium in den Bereichen Hörtechnik, medizinische Technik oder Elektrotechnik. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich zum Techniker in der Fachrichtung Medizintechnik weiterbilden zu lassen.

Nach erfolgreich bestandener Meisterprüfung hat man die Möglichkeit, ein eigenes Hörakustik-Geschäft zu eröffnen und sogar angehende Hörgeräteakustiker auszubilden.

Als angestellter Meister in der Akustikbranche können rund 5.000 Euro brutto pro Monat erzielt werden, wobei das Gehalt im Laufe der Jahre noch erhöht werden kann.

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Einzelnachweise

  1. Bundesagentur für Arbeit: Hörakustiker/in

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