Gehalt Immobilienkaufmann

Brutto Gehalt als Immobilienkaufmann

Beruf Monatliches Bruttogehalt Jährliches Bruttogehalt
Immobilienkaufmann/ Immobilienkauffrau 2.625,99€ 31.511,88€

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GEHALTSCHECK

Immobilienkaufmann - Die wichtigsten Fakten

  • Das Aufgabengebiet eines Immobilienkaufmanns bzw. einer Immobilienkauffrau ist breit gefächert. Sie suchen, kaufen und verkaufen, vermieten und verwalten Gebäude und Grundstücke sowohl für die private als auch für die gewerbliche Nutzung.
  • Zu diesen Aufgaben im Verwaltungsbereich zählen ebenfalls die Beauftragung von Fachfirmen bei etwaigen Schadensmeldungen für Reparaturen oder sonstigen Instandhaltungsmaßnahmen.
  • Teilweise erstellt der Immobilienkaufmann selbst Konzepte zur Finanzierung von Objekten, wenn er mit potentiellen Interessenten im Gespräch steht und verhandelt auch mit Versicherungen und Banken.
  • Als Immobilienkaufmann ist man also nicht nur im Büro, sondern auch im Außendienst tätig. Ebenso vielfältig wie der Beruf sind auch die möglichen Arbeitgeber.

Potenzielle Arbeitgeber sind:

  • Immobilienmakler
  • Wohnungsunternehmen
  • Immobilien- und Projektentwickler
  • Bauträger
  • Wohnungsgenossenschaften
  • Grundstücks- und Hausverwaltungen
  • Immobilienverwaltungen
  • Vermögensverwaltungen
Außerdem kann man in Immobilienabteilungen von
  • Industrie- und Handelsunternehmen
  • Versicherungen
  • Banken
  • Bausparkassen

arbeiten.

Die Ausbildung zum Immobilienkaufmann

Die Ausbildung zum Immobilienkaufmann bzsw. zur Immobilienkauffrau ist nach dem deutschen Berufsbildungsgesetz geregelt und dauert drei Jahre. Für besonders leistungsstarke Auszubildende gibt es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, um ein halbes Jahr zu verkürzen.

Diese Ausbildung hat seit dem 02.August 2006 den bis dato anerkannten Ausbildungsberuf Kaufmann/ Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft abgelöst, verläuft aber wie dieser in Form einer dualen Ausbildung, d.h die Ausbildungsinhalte werden sowohl in der Berufsschule als auch im Ausbildungsbetrieb vermittelt.

Zwar sieht die Ausbildungsordnung für diesen Beruf weder Abitur noch Fachhochschulreife vor, sondern einen Hauptschulabschluss, allerdings werden Bewerber mit einem höheren Schulabschluss häufiger eingestellt, da die Ausbildung aufgrund ihrer Vielseitigkeit hohe Ansprüche an die Auszubildenden stellt.

Die Ausbildung zum Immobilienkaufmann im Detail

Wer Immobilienkaufmann werden möchte, der muss zunächst einmal eine dreijährige Ausbildung absolvieren. Diese wird zum einen im jeweiligen Ausbildungsunternehmen durchgeführt und zum anderen in der Berufsschule.

Wer hierbei mit guten Leistungen glänzt, bekommt sogar die Gelegenheit, die Ausbildungszeit um sechs Monate zu verkürzen und hat damit schneller die Chance auf ein erstes richtiges Gehalt.

Thematische Schwerpunkte während der Ausbildung
  • Mathematik
  • Wirtschaftsrechnen

Darüber hinaus lernt der Azubi natürlich auch sonst alle notwendigen, praktischen und theoretischen Fähigkeiten und Kenntnisse, die er zur Ausübung im späteren Beruf als Immobilienkaufmann benötigt.

Das Ausbildungsgehalt als Immobilienkaufmann

Während der Lehre gibt es für den Auszubildenden auch schon ein kleines Gehalt. Die sogenannte Ausbildungsvergütung wird monatlich ausgezahlt und erhöht sich nach einem Staffelprinzip einmal pro Jahr.

Auf den bundesdeutschen Durchschnitt bezogen kann der Azubi mit in etwa folgenden Einkünften rechnen:

  • 730 Euro brutto im Monat im 1.Lehrjahr
  • 850 Euro brutto im Monat im 2.Lehrjahr
  • 945 Euro brutto im Monat im 3.Lehrjahr

Das Einstiegsgehalt als Immobilienkaufmann

Nach der Ausbildung liegt das monatliche Bruttogehalt zwischen 1.800 und 2.400 Euro. Je mehr Berufserfahrung der Immobilienkaufmann sammelt, desto höher wird auch sein Gehalt ausfallen.

Die Höhe des Gehalts ist unter anderem vom Unternehmen abhängig oder in welchem Bundesland der Immobilienkaufmann arbeitet. Hohe Gehälter werden vor allem in den Regionen gezahlt, in denen auch die Lebenshaltungskosten hoch sind.

Berufseinsteiger, die für ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitern arbeiten, erhalten ein Jahresgehalt von durchschnittlich 36.500 Euro brutto. Wer dagegen in einem Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern einen Anstellung gefunden hat, wird im Schnitt 43.300 Euro brutto im Jahr erhalten.

Auch ein Quereinstieg ist möglich

Wer sowohl mindestens über einen Hauptschulabschluss verfügt als auch bereits Erfahrungen in der Immobilienbranche gesammelt hat, der hat die Möglichkeit, sich per Fernlehrgang ausbilden zu lassen, der regulär 24 Monate dauert.

Die Kosten hierfür müssen allerdings größtenteils privat getragen werden, wenn die Voraussetzungen für eine staatliche Bildungsförderung mittels Bildungsscheck nicht erfüllt sind.

Ein Vorteil an einem Fernlehrgang ist, dass der angehende Immobilienfachmann diese Ausbildung auch neben seinem bisherigen Beruf durchlaufen kann. Üblicherweise werden bestimmte Aufgaben in Selbstlernphasen bearbeitet und dann an die Fernschule eingesandt. Meistens ist nur die Präsenz an der Fernschule zu ausgewählten Unterrichtseinheiten oder zwecks Zwischen- bzw. Abschlussprüfung notwendig.

Weiterbildungsmöglichkeiten für den Immobilienkaufmann

In diesem Beruf hat man sehr viele Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Zum Beispiel bieten die Industrie- und Handelskammern diverse Fachausbildungen an, insbesondere im Bereich der Verwaltung von Wohneigentum.

Zudem ist eine Weiterbildung zum Immobilienfachwirt möglich. Eine weitere Weiterbildungsmöglichkeit ist auch das Studium zum Immobilienbetriebswirt mit dem Schwerpunkt Immobilienwirtschaft oder Master of Business Administration (Management) mit dem Schwerpunkt Immobilien.

Erfolgreich absolvierte Weiterbildungen beeinflussen das Gehalt positiv, besonders deutlich zeigt sich dies bei den Universitätsabschlüssen.

Weiterbildungsmöglichkeiten als Immobilienkaufmann

Natürlich gibt es unzählige Möglichkeiten, um sich als Immobilienkaufmann fortzubilden. Und schlussendlich muss ein jeder für sich das Individuelle und Passende finden.

Zur ersten Orientierung folgen nun die am häufigsten eingeschlagenen Optionen kurz zusammengefasst:

  • Weiterbildung zum Immobilienfachwirt
  • Fortbildung zum Betriebswirt im Fachbereich Immobilien
  • Gründung einer eigenen Existenz

Weiterbildung zum Immobilienfachwirt

In maximal zwei Jahren Weiterbildung kann man den Titel Immobilienfachwirt erlangen. Damit stehen dem Kaufmann nun erste Türen zu den Positionen in den Führungsetagen offen.

Fortbildung zum Betriebswirt

Wer sich noch für ein Aufbaustudium zum Betriebswirt entscheidet, erhält in dieser Form der Weiterbildung, umfangreiches Wissen in den Bereichen Management und Wertermittlung. Auch hierbei öffnen sich in aller Regel einige Türen zu Führungspositionen. Ist zuvor bereits der Immobilienfachwirt im Rahmen einer Weiterbildung abgeschlossen worden, so verkürzt sich die Studienzeit zum Betriebswirt sogar entsprechend.

Selbstständige Tätigkeit

Zu guter Letzt hat der Immobilienkaufmann auch immer die Möglichkeit, sein Berufsleben komplett in die eigene Hand zu nehmen, sich selbstständig zu machen und damit seine eigene Existenz zu gründen. Natürlich sollte dieser Schritt gut bedacht und überlegt sein.

Auch ist es von entscheidendem Vorteil, zunächst einmal eine Zeit lang Berufserfahrung zu sammeln, bevor man sich an den vielversprechenden Weg in die Selbstständigkeit heran wagt.

Hier finden Sie einen Vergleich der durchschnittlichen Jahresgehälter der Berufseinsteiger nach Abschlüssen:
Ausbildung Immobilienkaufmann/ -frauStudium Betriebswirt/-in
Jahresgehalt: 27.000 EuroJahresgehalt: 44.000 Euro

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Einzelnachweise

Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: BERUFE im Spiegel der Statistik
Berufsinstitut für Berufsbildung: Berufe
Berufsinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen

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