Beim Wort Pfleger wollen viele die Kinderpflegerin in einem Krankenhaus vermuten, wo sie kranke Kinder pflegt. Diese Einschätzung ist jedoch nur selten richtig. Der Beruf ist vielmehr in der Erziehung beheimatet. Was für ein Gehalt für diese sicherlich anstrengende und ebenso verantwortungsvolle Tätigkeit zu erwarten ist, wird im Folgenden erläutert. Die Höhe des Gehalts ist vom Arbeitgeber und auch vom Bundesland abhängig.

Brutto Gehalt als Kinderpflegerin

Beruf Kinderpfleger/ Kinderpflegerin
Monatliches Bruttogehalt 2.148,70€
Jährliches Bruttogehalt 25.784,45€
Wie viel Netto?

Auf Grundlage unerer Gehaltsdatenbank kalkulieren wir für Sie das durchschnittliche Bruttogehalt als Kinderpflegerin bzw. Kinderpfleger. Der Stundenlohn sowie das Monats- und Jahresgehalt basieren auf unserer Datenpbank und geben Durchschnittswerte an. Eine Kinderpflegerin erhält ein monatliches Bruttogehalt von 2.148,70€. Also betragen der Stundenlohn 12,40€ und das Jahreseinkommen durchschnittlich 25.784,45€.

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Das Gehalt als Kinderpflegerin im Detail

Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt, wird die Lehrzeit leider nicht entlohnt. Und zumeist kommen auch noch monatliche Ausbildungsgebühren auf die angehende Kinderpflegerin hinzu. Wer finanziell nicht in der Lage ist, die anfallenden Kosten selbst aufzubringen, hat eventuell die Möglichkeit sich diesbezüglich staatlich unterstützen zu lassen.

Gehalt einer Kinderpflegerin

Ein Gehalt von durchschnittlich 1864 Euro monatlich darf eine Kinderpflegerin erwarten. Hierbei gibt es ein starkes Gefälle beim Gehalt in den einzelnen Bundesländern.

  • Im bundesweiten Durchschnitt kann die angehende Kinderpflegerin mit etwa 1400 Euro bis 1800 Euro brutto im Monat an Gehalt rechnen.

Nach einem Einstiegsgehalt von 1800 Euro steigt dieses bis etwa zum 36. Lebensjahr stark an, bleibt bis zum 42. Lebensjahr über der Marke von 2000 Euro und fällt dann genau so rasch wieder.

Die Ausbildung zur Kinderpflegerin im Detail

Wer sich dazu entschlossen hat, nun Kinderpflegerin zu werden, muss zunächst einmal die Ausbildung hierzu absolvieren. Diese geht in Deutschland über den Zeitraum von rund zwei Jahren und wird rein schulisch gelehrt, in Kombination mit diversen Praktika.

Das bedeutet wiederum auch, bereits in der Praxis erste Erfahrungen zu sammeln. So ist es für die angehende Kinderpflegerin verpflichtend, das ein oder andere Praktikum bereits während der Lehrzeit zu absolvieren.

Kinderpflegerin als Vorstufe

Der Beruf der Kinderpflegerin ist auch deshalb nicht in aller Munde, weil er oft nur als Vorstufe erlernt wird, die für folgende Studiengänge als Voraussetzung zählt: Erziehungswissenschaft und Bildungswissenschaft, Waldorfpädagogik, Pädagogische Psychologie oder Soziale Arbeit.

Die Aufgaben als Kinderpflegerin

Eine Kinderpflegerin arbeitet in aller Regel Hand in Hand mit anderen pädagogischen Fachkräften wie Erzieherinnen oder auch Krankenpflegerinnen zusammen. Ihren Einsatz findet die Kinderpflegerin sowohl in Kindergärten, Kindertagesstätten, Waisenhäusern als auch in Krankenhäusern. Die Ausbildung dauert zwei Jahre an einer Berufsfachschule.

Allerdings gibt es auch einige praktizierende Kinderpfleger, welche meist den Aufgabenbereich haben, Erzieher in Kindergärten, Tagesstätten, Heilerziehungseinrichtungen und Kinderheimen zu unterstützen. Außerdem kommen Kinderpfleger auch in privaten Haushalten zum Einsatz, um die Eltern bei der Erziehung zu beratschlagen und ihnen, etwa wenn sie berufstätig sind, zu helfen.

Während ihrer Ausbildung lernt sie alle notwendigen Grundkenntnisse und Fertigkeiten, die sie für die Ausübung und den kompetenten Umgang mit Kindern in ihrem späteren Beruf benötigt. Zu den Schwerpunkten des schulischen Lehrplanes zählen zum Beispiel Sozialpädagogik, Hauswirtschaftslehre, Kunsterziehung, Musik, richtige Essenszubereitung und Lehre der Gesundheit.

Möglichkeiten der Weiterbildung als Kinderpflegerin

Nach einiger Zeit im Beruf kommt bei vielen Kinderpflegern der Gedanke auf, wie es mit der beruflichen Karriere eventuell weitergehen könnte.

Möglicherweise kommt dann auch die Frage nach den Optionen einer Weiterbildung auf.
Mit einem entsprechen guten Notenabschluss im Beruf, stehen der Pflegerin in Sachen Weiterbildung in aller Regel sehr viele Türen offen.

Wer sich beispielsweise dazu entscheidet eine sogenannte Weiterqualifizierung zu absolvieren, hat die Möglichkeit auch noch in einem artverwandten Beruf unterzukommen.

Und das sind noch lange nicht sämtliche Möglichkeiten, die sich der Kinderpflegerin im Rahmen einer Weiterbildung anbieten.

Wer neben seinen pflegerischen Fähigkeiten auch noch im organisatorischen Bereich Fuß fassen möchte, der hat die Option, eine Weiterbildung zur Fachwirtin oder Betriebswirtin zu besuchen. Neben den erweiterten Kompetenzen und damit auch anderen und zusätzlichen Aufgabenbereichen, wartet häufig sogar eine berufliche Position auf Führungsebene.

Natürlich gibt es bei vorhandenem Abitur oder der Fachhochschulreife auch noch die Möglichkeit eine Weiterbildung über ein Aufbaustudium abzulegen. Auch hierbei gibt es sehr vielfältige Möglichkeiten. Beliebte Studiengänge zur Weiterbildung als Kinderpflegerin sind das Studium der Erziehungswissenschaft oder ein Studium in der Fachrichtung Pädagogischer Psychologie.

Häufig gestellte Fragen zum Gehalt als Kinderpflegerin

Die Frau verdient mehr

Im Allgemeinen beinahe ein Novum ist, dass Frauen im Durchschnitt leicht bessere Gehälter bekommen als Männer. Zwar verdienen Frauen im Beruf nur etwa 100 Euro monatlich mehr, dennoch ist dies im Berufsleben eine Seltenheit, die gesondert erwähnt werden darf.

Vermutlich liegt dies jedoch noch immer am traditionellen Rollenbild, nach dem Frauen sich besser für die Erziehung eignen. Somit ist der Gehaltsunterschied zwar hier anders herum als gewohnt, jedoch nicht weniger politisch unkorrekt, als sonst auch.

Nach dem Einstiegsgehalt von 1800 Euro steigt dieses bis etwa zum 36. Lebensjahr stark an, bleibt bis zum 42. Lebensjahr über der Marke von 2000 Euro und fällt dann genau so rasch wieder.

  • Eine Kinderpflegerin im Alter von 50 Jahren erhält wieder beinahe ein Einstiegsgehalt. Das Gehalt liegt im Mittel bei 1935 Euro.

Dies liegt vermutlich daran, dass aktuelle Entwicklungen in der Pädagogik nicht mehr erfasst wurden und die veralteten Methoden kein höheres Gehalt mehr rechtfertigen.

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Einzelnachweise & Quellen

  1. Bundesagentur für Arbeit: Kinderpfleger/in

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