Die Kerntätigkeit von einem Maurer ist die Erstellung von Mauerwerk. Bei kleineren Bauprojekten führt er zudem auch Beton-, Putz- und Abdichtungsarbeiten aus.

Da es sich um einen sehr umfassenden Fachbereich am Bau handelt, gehen viele Leute davon aus, dass in diesem Beruf auch ein gutes Gehalt verdient werden kann.

Doch wie in so gut wie jedem Beruf, steht auch beim Maurer vor dem guten Gehalt eine fundierte Ausbildung.

Brutto Gehalt als Maurer

maurer
Beruf Monatliches Bruttogehalt Jährliches Bruttogehalt
Maurer/ Maurerin 2.719,88€ 32.638,54€

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GEHALTSCHECK

Die Ausbildung zum Maurer

Die staatlich anerkannte Ausbildung zum Maurer dauert drei Jahre und findet im dualen System statt, welches aus Schule und der praktischen Ausbildung im Betrieb besteht.

Vermittelt wird dabei nicht nur das korrekte Aufeinanderlegen von Steinen. Es stehen auch Mischungen von Beton und Mörtel sowie deren Anwendung auf dem Lehrplan.

Außerdem muss man natürlich in der Lage sein, zum Beispiel Konstruktionspläne von Architekten oder Innenarchitekten zu lesen und diese auch punktgenau umzusetzen. Mit der Genauigkeit des Maurers steht und fällt das ganze Projekt.

Maurer sind während der gesamten Bauphase involviert und tragen eine große Verantwortung dafür, dass alles so wie geplant zusammenpasst. Immerhin sind es Fundament und Wände, an und auf die später alles Weitere gebaut wird.

Gehalt der Maurer in der Ausbildung

In der Lehrzeit verdienen Auszubildende schon relativ gut:

  • Auszubildende im ersten Lehrjahr: 548-632 Euro
  • Auszubildende im zweiten Lehrjahr: 752-971 Euro
  • Auszubildende im dritten Lehrjahr: 956-1227 Euro

Die Gehälter sind schon in der Ausbildung regional sehr unterschiedlich, wodurch sich die breite Spanne erklärt.

Natürlich ist das Ausbildungsgehalt nicht so hoch, wie das eines angestellten Maurers, denn gerade im ersten Lehrjahr kann mit dem Auszubildenden als echte Arbeitskraft nur eingeschränkt kalkuliert werden. Später jedoch zählt der Beruf zu einem der Bestbezahlten im Baugewerbe.

Fachliche und persönliche Voraussetzungen für den Maurer Beruf

Für die Ausbildung als Maurer ist rechtlich zwar kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, man sollte jedoch mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen können.

Wichtig ist ein gutes mathematisches, vor allem geometrisches, Verständnis. Daneben ist körperliche Belastbarkeit ebenfalls wichtig.

Dabei arbeitet man überwiegend unter freiem Himmel, weshalb eine gute körperliche Konstitution auch aus diesem Grund für die Arbeit als Maurer wichtig ist.

Persönliche Kompetenzen sind:

  • Belastbarkeit
  • Organisationstalent
  • Zuverlässigkeit
  • räumliches Denken
  • Körperkraft
  • gewissenhaftes Arbeiten

Fachliche Kompetenzen sind:

  • Ausbildung zum Maurer
  • Kenntnisse in der Baubranche
  • Kenntnisse in der Materialwirtschaft
  • Kenntnisse zu Bauvorschriften

Die Aufgaben eines Maurers

Der Maurer hat viele verschiedene Aufgaben, die der Planung, der Reparatur oder der Errichtung von Mauern zuzuschreiben sind.

Er ist durch seine fachliche Ausbildung in der Lage, diese Arbeiten selbstständig und ohne Anleitung durchzuführen.

Die Hauptaufgabengebiete eines Maurers sind:

  • Errichten von Mauern
  • Baustellensicherung
  • Betonieren von Fundamenten
  • Isolieren und Dämmen von Wänden
  • Decken ziehen und mit Platten bestücken
  • Montage von Treppen usw.

Die Hauptaufgaben zum Beruf Maurer im Detail

TätigkeitBeschreibung
Errichten von MauernDer Mitarbeiter errichtet nach den Zeichnungen des Architekten die Mauern, die dazugehörigen Fundamente und Aussparungen für Fenster und Türen.
BaustellensicherungDer Mitarbeiter achtet jeden Tag darauf, dass der Arbeitsbereich entsprechend gesichert ist. Er ist für sein Werkzeug und herabfallende Steine bzw. Mörtel verantwortlich.
Betonieren von FundamentenWird ein Haus gebaut, sorgt der Maurer dafür, dass es auf einem festen Fundament steht.
Isolieren und Dämmen von WändenDer Maurer bringt Dämmmaterialien und Isolierungen an die Wände an, um den Bau nach den aktuellen Energiesparvorschriften auf den Betrieb vorzubereiten.

Möglichkeiten der Weiterbildung als Maurer

Im Alltag wird der Maurer irrtümlicherweise als ein eher einfacher Beruf ohne große Karrierechancen angesehen. Doch es gibt durchaus viele Möglichkeiten zur Weiterbildung und, damit verbunden, zum Aufstieg im Baugewerbe.

Daneben kann man die abgeschlossene Berufsausbildung auch als Sprungbrett in einen anderen, sehr verantwortungsvollen Berufszweig nutzen.

Die wichtigsten Weiterbildungsmöglichkeiten sind:
  • Meister
  • Technischer Fachwirt oder Betriebswirt
  • Polierer oder Vorarbeiter
Die Weiterbildung zum Maurermeister

Wie überall im Handwerk ist die erste Weiterbildung, die auf der Hand liegt, auch für den Maurer der Besuch eines Meisterlehrgangs mit anschließender Prüfung.

Maurermeister können hinterher beispielsweise Auszubildende betreuen und anweisen. Auch hat man mit dem Meistertitel den Grundstein für eine mögliche Selbstständigkeit gelegt.

Technischer Fachwirt oder Betriebswirt

Diese Weiterbildung kann den Maurer in die Führungsetage eines Bauunternehmens leiten. Er lernt hierbei betriebswirtschaftliches zum Gewerbe und kann eine wichtige Person werden, da er sowohl wirtschaftliche als auch praktische Belange gut einschätzen kann. Hierbei ist eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Fachgebiet möglich.

Polier oder Vorarbeiter

Die Weiterbildung zum Vorarbeiter oder Polier macht den Maurer zum Bereichschef auf der Baustelle. Auch hierbei kann man sich spezialisieren.

So kann man beispielsweise nur die Fundamentierung überwachen und leiten, um danach zur nächsten Baustelle weiter zu ziehen, und für den Bau der Wände einen anderen Kollegen nachrücken zu lassen.

Die Alternative – Fortbildung zum Feuerwehrmann

Wer sich nicht vorstellen kann, sein gesamtes Arbeitsleben als Maurer tätig zu sein, der kann eine Fortbildung der besonderen Art machen. Denn wer zur Berufsfeuerwehr möchte, muss zuvor eine handwerkliche Ausbildung abgeschlossen haben.

So ist eine Weiterbildung zum Feuerwehrmann die ideale Möglichkeit, dem Beruf nach der Ausbildung zum Maurer zwar den Rücken zu kehren, aber dennoch enorm von dieser zu profitieren.


Einzelnachweise

Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: BERUFE im Spiegel der Statistik
Berufsinstitut für Berufsbildung: Berufe
Berufsinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen

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