Das Gehalt als Physiotherapeut

Aktualisiert am 09.11.2021 12:44 von Melanie Vahland

Physiotherapeuten behandeln hauptsächlich Menschen, deren körperliche Mobilität, z.B. aufgrund einer Krankheit, einer Verletzung oder einer Behinderung, eingeschränkt sind. Je nach eigenem Wunsch stehen dem Physiotherapeuten bei der beruflichen Laufbahn mehrere Wege offen. Neben einer Anstellung im öffentlichen Dienst kommen auch eine eigene Praxis oder eine Privatanstellung infrage.

Brutto Gehalt als Physiotherapeut

Beruf Physiotherapeut/ Physiotherapeutin
Monatliches Bruttogehalt 2.318,73€
Jährliches Bruttogehalt 27.824,78€

Wir rechnen für Sie das durchschnittlichen Bruttogehalt des Berufs Physiotherapeut/ Physiotherapeutin auf Grundlage unserer Gehaltsdatenbank aus. Der gemittelte Stundenlohn sowie das gemittelte Monats- und Jahresgehalt basieren auf unseren Daten. Ein Physiotherapeut erhält ein monatliches Bruttogehalt von 2.318,73€. Dementsprechend betragen der Stundenlohn 14,08€ und das Jahreseinkommen durchschnittlich 27.824,78€.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Ausbildungsgehalt als Physiotherapeut
  2. Physiotherapeut mit Tarifvertrag
  3. Selbstständigkeit als Physiotherapeut
  4. Ausbildung als Physiotherapeut
  5. Einsatzgebiete Physiotherapeut
  6. Weiterbildungsoptionen als Physiotherapeut
  7. Häufig gestellte Fragen
  8. Verdienen Sie als Physiotherapeut genug?
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Gehalt Physiotherapeut während der Ausbildung und im öffentlichen Dienst

Während der Ausbildung erhält ein Physiotherapeut zumeist kein Gehalt. Die Ausbildung ist rein schulisch und daher unvergütet. Allerdings gibt es auch hier Möglichkeiten der Förderung, z.B. durch Schüler-Bafög, das vom Verdienst der Eltern abhängig ist. Wer sich im Anschluss der Ausbildung für eine Anstellung im öffentlichen Dienst entscheidet, der kann mit einem Einstiegsgehalt von durchschnittlich 1.800 bis 2.200 Euro rechnen.

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Physiotherapeut mit Tarifvertrag

Der Physiotherapeut wird nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bezahlt und wird in die Gehaltsstufe 7 eingeordnet. Diese Entgeltgruppe bedeutet, dass eine Steigerung aufgrund von Berufsjahren auf bis zu 2.700 Euro Gehalt möglich ist. Erhöhen lässt sich dies nur noch durch eine Weiterbildung wie zum Beispiel dem Bachelor of Science in der Physiotherapie. Wem dies erfolgreich gelingt, der steigt in die Gehaltsstufe 10 auf, wo Gehälter bis 3.800 Euro möglich sind. Eine Alternative zum öffentlichen Dienst ist die Anstellung in einer Privatpraxis. Finanziell gibt es hier jedoch kaum Unterschiede. Das Gehalt in der Privatpraxis orientiert sich meist an den Tarifen des öffentlichen Dienstes, ist jedoch rechtlich nicht an diese gebunden.

Selbstständigkeit als Physiotherapeut

Zudem kann man sich als Physiotherapeut auch selbstständig machen, wobei sich der Verdienst natürlich aus der Auftragslage und dem Umsatz, den man macht, zusammensetzt und man - je nach Wirtschaftslage - also ein variables Gehalt erhält. Hier muss man jedoch auch immer die Kosten für Miete, Strom, Steuern und Ausrüstung im Auge behalten.

  • Das Geld, das ein selbstständiger Physiotherapeut erhält, kommt dabei i.d.R. nicht von den Patienten, sondern von deren Krankenkasse, weshalb der Umsatz auch davon beeinflusst wird.

Aktuell bekommt ein Physiotherapeut knapp 10 Euro für eine Behandlung von 20 Minuten, was hochgerechnet bedeuten würde, dass er bei einer Vollauslastung innerhalb von einer Stunde 60 Euro verdienen könnte.

Die Ausbildung als Physiotherapeut

Als Physiotherapeut hat man es tagtäglich mit Patienten zu tun. In einer Klinik oder auch in einer Praxis hilft er ihnen unter anderem mit krankengymnastischen Übungen Schmerzen zu reduzieren oder stellt eingeschränkte Beweglichkeit von Patienten wieder her.

Die Ausbildung zum Physiotherapeuten ist bundesweit einheitlich geregelt, dauert drei Jahre und erfolgt an Berufsfachschulen. Ein mittlerer Schulabschluss von der Realschule wird dafür empfohlen.

  • Da es sich hierbei um eine rein schulische Ausbildung handelt, muss man sich bewusst sein, dass man in dieser Zeit kein Gehalt erhält. Wer nicht die finanziellen Möglichkeiten hat, die Ausbildung privat zu bezahlen, kann sich über etwaige Förderungsmöglichkeiten informieren.

Wo arbeitet ein Physiotherapeut?

Die häufigsten Arbeitsorte für Physiotherapeuten sind:

  • Krankenhäuser und Kliniken (dort ist auch Schicht- oder Wochenendarbeit möglich)
  • Facharztpraxen
  • Altersheime
  • Rehabilitationszentren
  • sowie Einrichtungen zur Eingliederung und Pflege von Menschen mit Behinderungen

Die Optionen einer Weiterbildung als Physiotherapeut

  • Fachspezifische Weiterbildung in einem speziellen Bereich
  • Fortbildung zum Manualtherapeut
  • Aufbaustudium absolvieren
  • Aufbau einer eigenen Existenz/ Selbstständig machen

Weiterbildungsmöglichkeiten als Physiotherapeut

Mit fachspezifischen Weiterbildungen erlangt der Physiotherapeut vertiefende Spezialkenntnisse in einem bestimmten Fachbereich, der ihm besonders liegt oder interessiert. In diesem Bereich kann er dann noch bessere Hilfsangebote an seine Patienten weitergeben. Mit einer Fortbildung zu einem Manualtherapeuten beispielsweise lassen sich weitere besondere Fähigkeiten zum Beispiel in Bezug auf Gelenkmobilisation erlernen, die noch dazu auch krankenkassenabrechnungsfähig sind.

Ebenso besteht die Möglichkeit ein ergänzendes Studium zu absolvieren. Für Physiotherapeuten bieten sich da selbstverständlich die gleichnamigen Schwerpunkte Physiotherapie oder aber auch der Gesundheitsmanagementbereich sehr gut an für eine erfolgreiche Weiterbildung. Ein Studium führt in aller Regel zu einem Bachelorabschluss oder einem Masterabschluss. Wem dies erfolgreich gelingt, der steigt in die Gehaltsstufe 10 auf, wo Gehälter bis 3.800 Euro möglich sind.

Häufig gestellte Fragen zum Gehalt als Physiotherapeut

Wovon hängt das Gehalt am meisten ab?

Die Höhe des Gehalts nach der Ausbildung variiert sehr, denn es kommt entschieden darauf an, ob man eine Anstellung in einer öffentlichen Klinik hat oder in einer privaten Praxis angestellt ist.

Wer im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, wird nach einem Tarifvertrag bezahlt, der weitestgehend gleiche Einkommen zusichert.

Wer in einer privaten Klinik oder Praxis den Job als Physiotherapeut ausübt, der kann sich nicht auf einen solchen Tarifvertrag berufen und da kommt es auf die eigene individuelle Verhandlung an.

Gibt es regionale Unterschiede beim Gehalt?

Generell gilt: Wenn man in einem Bundesland lebt, in dem die Lebenskosten sehr hoch sind, wie z.B. im Süden Deutschlands, ist das Gehalt auch dementsprechend höher.

Zudem gibt es auch immer noch regionale Unterschiede zwischen den 'alten' und 'neuen' Bundesländern: Physiotherapeuten verdienen im Osten Deutschlands durchschnittlich immer noch weniger als im Westen Deutschlands. Allerdings gilt auch hier: Je höher die Qualifizierung, desto größer ist auch der Gehaltsanspruch.

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Einzelnachweise & Quellen

  1. Bundesagentur für Arbeit: Physiotherapeut/in

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