Das Gehalt als Produktionshelfer

Aktualisiert am 27.10.2021 15:44 von Dr. Kathrin Borgs

Produktionshelfer werden in den Fertigungsabteilungen überwiegend größerer Handwerks- und Industriebetriebe eingesetzt. Sie führen in der Regel zuarbeitende und einfachere Tätigkeiten durch. Beim Herstellungsprozess von Erzeugnissen unterstützen sie die Fachkräfte.

Wichtige Zuarbeiten, die von Produktionshelfern übernommen werden, fallen bei der Ver- und Bearbeitung von Rohstoffen oder Ausgangsmaterialien wie zum Beispiel Kunststoffen, Metallen, Glas oder Lebensmitteln an. Außerdem verpacken oder lagern sie die Erzeugnisse.

Brutto Gehalt als Produktionshelfer

Beruf Produktionshelfer/ Produktionshelferin
Monatliches Bruttogehalt 2.162,76€
Jährliches Bruttogehalt 25.953,08€

In unserer Gehaltsdatenbank haben Produktionshelfer uns verraten, wie viel sie verdienen. Dadurch konnten wir ein Monatsgehalt von im Schnitt 2.162,76€ brutto bei einem Stundenlohn von 13,86€ ermitteln. Das Jahresgehalt beträgt also im Schnitt nur 25.953,08€ brutto.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Gehalt als Produktionshelfer im Überblick
  2. Beruf für Quereinsteiger
  3. Weiterbildungsmöglichkeiten
  4. Verdienen Sie als Produktionshelfer genug?
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Das Gehalt als Produktionshelfer im Überblick

Während der Ausbildung

Als Lehre für die Tätigkeit als Produktionshelfer bietet sich die des Industriemechanikers an. Das Ausbildungsgehalt eines Industriemechanikers beträgt durchschnittlich:

  • 1. Ausbildungsjahr: 830 bis 930 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 900 bis 980 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 970 bis 1.070 Euro
  • 4. Ausbildungsjahr: 1.000 bis 1.120 Euro

Nach der Ausbildung steigen Industriemechaniker mit durchschnittlich 2.300 bis 2.500 Euro brutto ins Berufsleben ein.

Ohne Ausbildung

Das Gehalt als Produktionshelfer ohne Ausbildung beträgt durchschnittlich 2.000 Euro brutto und wird überwiegend im Stundenlohn erwirtschaftet.

Die Höhe des Stundenlohns variiert je nach Qualifikation und Einsatzbereich, Branchen und Tarifverträgen. Im Osten Deutschlands ist das Gehalt in der Regel niedriger als in den westlichen Bundesländern.

Außerdem ist es wesentlich von den gestellten Anforderungen abhängig, auch Verantwortlichkeit und Berufserfahrung werden berücksichtigt. Teilweise sind auch Sonderzahlungen oder Zulagen möglich.

Ein Beruf für Quereinsteiger und ungelernte Arbeiter

Überwiegend arbeiten Produktionshelfer den Facharbeitern zu. Ihre Tätigkeit besteht aus automatisierten Arbeitsvorgängen, oft Fließbandarbeit, weshalb kein spezieller Schul- und Berufsabschluss und oft auch keine Erfahrung in der jeweiligen Branche nötig ist. Eine staatlich anerkannte Ausbildung zum Produktionshelfer gibt es daher nicht.

Ein Produktionshelfer wird meist betriebsintern angelernt. In der Regel beginnt dies vor der Anstellung in einem Praktikum oder direkt bei der Einstellung. In dieser kurzen Phase der Ausbildung wird nur das Wissen vermittelt, welches er für die Aufgabe benötigt, der er zugeteilt wurde. Meistens dauert diese kurze Anlernung weniger als eine Woche, oft sogar nur einen Tag.

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Wer sich als Produktionshelfer bewirbt, hat jedoch meist größere Chancen auf eine Einstellung, wenn ein branchenähnlicher Beruf ausgeübt oder erlernt wurde. Helfer mit Erfahrung und Branchenkenntnissen erhalten in der Regel auch ein höheres Gehalt als unerfahrene Kollegen.

Eine Lehre, die sich für die Tätigkeit als Produktionshelfer gut anbietet, ist die des Industriemechanikers. Hierbei sind handwerkliches Geschick und technisches Verständnis gefragt. Beides kann man als Produktionshelfer oft beweisen.

Wo kann man als Produktionshelfer arbeiten?

Benötigt werden Produktionshelfer in beinahe allen Branchen: in produzierenden Handwerksbetrieben, im Bereich des Metall- und Maschinenbaus sowie in der pharmazeutischen und chemischen Industrie. Außerdem finden sie eine Anstellung in der Nahrungsmittel- und Elektroindustrie sowie in der Papier- und Druckindustrie.

Hier finden Sie eine Übersicht der Branchen für Produktionshelfer:

  • Chemie
  • Elektro
  • Fahrzeugbau
  • Feinmechanik und Optik
  • Glas
  • Holz
  • Keramik
  • Kunststoff
  • Maschinenbau
  • Metall
  • Möbel
  • Musikinstrumente
  • Nahrungs- und Genussmittelherstellung
  • Pharmazie
  • Papier und Druck
  • Rohstoffverarbeitung
  • Schmuck
  • Spielwaren
  • Sportgeräte
  • Textil und Bekleidung
  • Ver- und Entsorgung

Was wird für den Beruf vorausgesetzt?

Je nachdem, welche Aufgaben erledigt werden müssen, schwanken auch die Anforderungen an die Bewerber. Die betriebsinterne Ausbildung hilft hier oft, den Bewerber einzuschätzen, und kann schon über das Bestehen der Probezeit entscheiden.

Meist stehen körperliche Fitness und gewissenhaftes Arbeiten an oberster Stelle. Die Arbeiten eines Produktionshelfers sind zwar in der Regel nicht kompliziert, müssen aber, um die Qualität zu wahren, gleichbleibend gewissenhaft ausgeführt werden.

Generell ist körperliche Leistungsfähigkeit sehr wichtig, um die meist anstrengenden Tätigkeiten ausüben zu können. Man sollte zudem unempfindlich gegenüber hohen Temperaturen, Lärm und Staub sein und seine Arbeiten schnell und fehlerfrei erledigen können, damit die Produktion nicht ins Stocken gerät.

Produktionshelfer sollten auch bereit sein, innerhalb des Betriebes flexibel eingesetzt zu werden sowie Schicht- und Nachtdienste zu übernehmen. Bei besonders schweren und belastenden Tätigkeiten sowie Schicht- oder Nachtarbeit werden Zulagen bezahlt, die dem Gehalt zugeschlagen werden.

Welche Aufgaben übernimmt ein Produktionshelfer?

Beim Herstellungsprozess von Erzeugnissen unterstützen sie die Fachkräfte. Wichtige Zuarbeiten, die von Produktionshelfern übernommen werden, fallen bei der Ver- und Bearbeitung von Rohstoffen oder Ausgangsmaterialien wie zum Beispiel Kunststoffen, Metallen, Glas oder Lebensmitteln an. Außerdem verpacken oder lagern sie die Erzeugnisse.

Auch Transportarbeiten, die Einrichtung und das Beschicken von Produktionsanlagen werden nach Anleitung von Produktionshelfern übernommen. Darüber hinaus sind sie auch bei den Aufgaben in der Qualitätskontrolle beteiligt und übernehmen anfallende Reinigungs- und Aufräumarbeiten.

Mit einiger Berufserfahrung wird ihnen die selbstständige Bedienung der Maschinen sowie die Überwachung des Maschinenlaufs überlassen. Somit können sie Störungen sofort bemerken und die zuständigen Fachkräfte informieren. Diese werden von Produktionshelfern auch bei der Reinigung, Pflege und Umrüstung der Maschinen unterstützt.

Zeitarbeitsfirma oder Direktanstellung?

Produktionshelfer, die bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt sind, bekommen meist etwas weniger Gehalt als Helfer, die direkt für den Produktionsbetrieb arbeiten.

Zeitarbeitsfirmen bieten meist auch schlechtere Sozialleistungen an. Arbeitsverträge, die mit Zeitarbeitsfirmen geschlossen werden, sind oft befristet.

Welche Aussicht bietet der Beruf?

Oft arbeiten in dieser Position jene, die bisher kein Glück bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hatten. Allerdings kann sich die Tür in eine reguläre Ausbildung öffnen, wenn man in einer Anstellung als Produktionshelfer von sich zu überzeugen weiß. Auch für Langzeitarbeitslose sind diese Stellen ein guter Einstieg zurück ins Berufsleben.

Weiterbildungsmöglichkeiten für den Produktionshelfer

Auch als Produktionshelfer sollte man ständig auf dem Laufenden bleiben, insbesondere bei den verstärkt computergesteuerten Herstellungsprozessen.

Da man als Produktionshelfer zuvor keine Ausbildung im klassischen Sinne durchlaufen muss, gilt dieser Beruf als weniger gut bezahlt. Vorteil an diesem Beruf ist jedoch die Möglichkeit, nach einer vergeblichen Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz einen Einstieg in die Arbeitswelt zu bekommen.

Mit mehrjähriger einschlägiger Berufserfahrung hat ein Produktionshelfer auch ohne Berufsabschluss die Möglichkeit, zu einer Weiterbildung als Staatlich geprüfter Techniker oder zur Prüfung als Industriemeister zugelassen zu werden.

Ein guter Produktionshelfer kann, wenn er sein Können bewiesen hat, stets versuchen, sich betriebsintern auf anspruchsvollere Posten versetzen zu lassen. Eine Weiterbildung findet hier nur in dem Sinne statt, dass er in den neuen Aufgabenbereich eingearbeitet wird. Je nach Betrieb kann dies jedoch eine besser bezahlte Stelle sein.

Nicht selten gelingt es einem Produktionshelfer auf diese Weise, sich durch interne Weiterbildung Stück für Stück hoch zu arbeiten und dadurch schließlich eine Position zu besetzen, die sonst in der Regel nur mit einer Ausbildung zu bekommen gewesen wäre.

Ausbildung als Weiterbildung

Wer wie die meisten in diesem Beruf keine Ausbildung besitzt, kann mit guter Arbeit vor allem in jungen Jahren, die Stelle des Helfers dazu nutzen, den Betrieb von sich zu überzeugen und dadurch einen Ausbildungsplatz zu erhalten.

Industriemechaniker ist ein Beruf, der hierfür gut infrage kommt. Danach ist sogar eine Weiterbildung zum Meister möglich, was einen zusätzlichen Gehaltssprung bedeuten würde.

Meistertitel

Nach einer erfolgreich absolvierten Ausbildung gibt es die Möglichkeit, den Meistertitel zu erlangen. Hier gelten die jeweiligen Bestimmungen des spezifischen Berufs. Als Industriemeister im Bereich Metall kann man mit einem Gehalt von durchschnittlich 3.600 bis 3.900 Euro rechnen.

Mit Realschulabschluss gibt es nach siebenjähriger Berufserfahrung als Produktionshelfer die Möglichkeit, sich von der Technikschule auch ohne vorherige Ausbildung zum Meister fortbilden zu lassen.

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Ausbildung / Studium

Einzelnachweise

  1. Bundesagentur für Arbeit: Helfer/in - Lagerwirtschaft, Transport

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