Gehalt Psychotherapeut

Brutto Gehalt als Psychotherapeut

Beruf Monatliches Bruttogehalt Jährliches Bruttogehalt
Psychotherapeut/ Psychotherapeutin 3.684,01€ 44.208,07€

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GEHALTSCHECK

Psychotherapeut - Die wichtigsten Fakten

  • Wer sich für den Beruf Psychotherapeut entscheidet, der muss sich auf eine lange Ausbildung einstellen. Im Anschluss wartet jedoch nicht nur ein spannendes Berufsfeld, sondern auch ein gutes Gehalt.
  • Entscheidet man sich nicht für den Weg einer eigenen Praxis, dann findet man in der Regel eine Stelle, die nach Tarifvertrag bezahlt wird. Wie hoch das Gehalt letztendlich ist, entscheidet sich anhand der Spezialisierung und den Berufsjahren.

Das Gehalt als Psychotherapeut im Überblick

Generell ist die Ausbildung zum Psychotherapeuten kostenpflichtig.
Als Mitglied der DGVT belaufen sich die Kosten für die Ausbildung zum Psychotherapeuten in den Ausbildungszentren auf 13 860 Euro. Nichtmitglieder zahlen 14 610 Euro.

Wer aber an der Ausbildung zum Psychotherapeuten an diesen Zentren teilnimmt, hat die Möglichkeit, an den Einnahmen, resultierend aus der Ausbildung in der Praxis, beteiligt zu werden. Die Vergütungshöhe ist dabei regional abhängig von den Sätzen pro Therapiesitzung. In der Regel werden pro Sitzung etwa 25 bis 40 Euro gezahlt.

Als Psychotherapeut ist generell der Weg in drei verschiedene Fachrichtungen möglich. Je nachdem, für welche Richtung man sich entscheidet, greift ein unterschiedlicher Tarifvertrag und damit ein anderes Gehalt.

Psychologische Psychotherapeuten und auch Kinder- und Jugendpsychotherapeuten werden nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes – Sozial- und Erziehungsdienste bezahlt.

Bei einem Ärztlichen Psychotherapeut beziehungsweise eine Psychotherapeutin greift dagegen der Tarifvertrag für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern.

Die Ausbildung als Psychotherapeut

Der Psychotherapeut ist ein Arzt, der sich in der Fachrichtung als Psychologe weitergebildet hat. In einigen Fällen arbeiten auch Pädagogen, die über eine Zulassung zur Heilkunde verfügen, als Psychotherapeuten im Sinne der Psychotherapierichtlinien.

  • Die Berufsbezeichnung Psychotherapeut ist per Gesetz geschützt. Nahezu jeder Arzt kann eine Ausbildung gemäß Psychotherapeutengesetz aufnehmen, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden können.

Seitens des Psychotherapeutengesetzes, kurz PsychThG, werden nachfolgende Zulassungsbestimmungen zur Ausbildung als Psychotherapeut definiert. Es müssen folgende Grundausbildungen vorliegen:

  • ein Diplom in Psychologie oder
  • ein gleichwertiger Masterabschluss oder
  • ein gleichwertiges, abgeschlossenes Hochschulstudium mit der Fachrichtung Psychologie in einem anderen Staat

In den Ausbildungszentren der DGVT in

Die Ziele einer Ausbildung als Psychotherapeut bestehen aus einer praxisnahen sowie an die Patienten orientierten Vermittlung von Kenntnissen im gewählten Bereich der Psychotherapie. Im Allgemeinen beruhen die Ziele der Ausbildung auf den Vorgaben des PsychThG, welche in der staatlichen Prüfung sowie einer kassenpsychotherapeutischen Zulassung als approbierter Psychotherapeut münden.

Die Weiterbildung als Psychotherapeut finanzieren

Trotz langer Ausbildung kann auch als Psychotherapeut eine Weiterbildung Sinn machen.

Denn mit dem, was man im Grundstudium vermittelt bekommt, fehlt es oft noch an einem Alleinstellungsmerkmal. Letzteres ist besonders dann wichtig, wenn man sich mit einer eigenen Praxis niederlassen will.

  • Viele Seminare und andere Möglichkeiten zur Weiterbildung sind kostenpflichtig. Ein Psychotherapeut in jungen Jahren kann sicherlich eine Menge Geld sparen, wenn er nach der Ausbildung zunächst einmal in ein Angestelltenverhältnis wechselt. Psychiatrische Kliniken suchen zum Beispiel oft gutes Personal.

Viele Möglichkeiten zur Weiterbildung lassen sich auch von solchen Arbeitgebern finanzieren. Auch die Berufserfahrung als solche ist ein Teil der Weiterbildung. Denn nur wer eine Weile praktiziert, weiß am Ende wirklich, worauf es im praktischen Umgang mit Patienten als Psychotherapeut zu achten gilt.

Weiterbildung und Spezialisierung in Kombination

Eine Weiterbildung kann als Psychotherapeut sinnvoll mit einer Spezialisierung einhergehen. So kann man zum Beispiel Techniken zur Hypnosetherapie erlernen und sich später als Spezialist auf diesem Gebiet niederlassen. Gerade in diesem Bereich kann man als Psychotherapeut große Interessentenkreise erschließen, zum Beispiel im Gebiet der Nichtraucherhypnose.

Wer etwa in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie einige Jahre lang lernt, der bekommt dort sicherlich auch immer wieder eine Fortbildung zum Thema angeboten. Auch einer Niederlassung mit Spezialisierung auf diesem Gebiet steht nichts entgegen. Außerdem kann auch als Schulpsychologe mit einschlägiger Vorarbeit ein recht angenehmer Arbeitgeber gefunden werden.

Wirtschaftliche Weiterbildung – vor der Selbstständigkeit

Wer sich selbstständig machen möchte, der sollte auch den einen oder anderen Kurs besuchen, der zu wirtschaftlichen Fragen wie Buchhaltung und Ähnlichem aufklärt. Denn diese Aufgaben machen sich nicht von selbst. Auch wenn man am liebsten alle Zeit für seine Patienten aufbringen möchte, muss dennoch immer auch Zeit in wirtschaftliche Belange investiert werden.

  • Am besten wird dieser Kurs schon im Vorfeld besucht. Die Chance während einer frischen Selbstständigkeit dafür noch Zeit zu finden, ist nämlich zu gering.

Häufig gestellte Fragen zum Gehalt als Psychotherapeut

Steigendes Gehalt mit zunehmenden Berufsjahren

Aufgrund der Bezahlung nach verschiedenen Tarifverträgen steigt das Gehalt eines Psychotherapeuten mit den Berufsjahren kontinuierlich an. Das Einstiegsgehalt liegt bei einem Kinder- und Jugendpsychotherapeuten durchschnittlich bei 2800 Euro, ein Ärztlicher Psychotherapeut erhält mindestens 3800 Euro.

Steigern lässt sich dies bei Ärztlichen Psychotherapeuten auf bis zu 5000 Euro, was vor allem abhängig von den Berufsjahren ist. Kinder- und Jugendpsychotherapeuten können bis zu 4500 Euro verdienen.

Selbstständigkeit für Psychotherapeuten

Eine eigene Praxis ist für den Psychotherapeuten oder die Psychotherapeutin eine Möglichkeit, um das eigene Gehalt noch weiter zu steigern.

Allerdings operieren sie nach festen Sätzen der Krankenkassen, weshalb das Einkommen am Ende von den Kosten für Miete, Strom und Bürobedarf abhängt.

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Die Top 5 der bestbezahlten Beruf Jahresgehalt
Orthopäde/ Orthopädin 130.470,08 Euro
Chefarzt/ Chefärztin 104.812,21 Euro
Plastischer Chirurg/ Plastische Chirurgin 100.873,28 Euro
Oberarzt/ Oberärztin 96.948,29 Euro
Kardiologe/ Kardiologin 90.286,88 Euro

Einzelnachweise

Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: BERUFE im Spiegel der Statistik
Berufsinstitut für Berufsbildung: Berufe
Berufsinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen

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