Das Gehalt als Rettungsassistent

Ein Artikel von Martina Laura Emter

Die Arbeit eines Rettungsassistenten beziehungsweise einer Rettungsassistentin ist mit großer Verantwortung verbunden. Als Rettungsassistent ist man für das Wohl von Opfern bei Unfällen oder ähnlichen Notfällen maßgeblich mitverantwortlich.

Das Gehalt richtet sich dabei in der Regel nach öffentlich-rechtlichen Tarifverträgen, da viele Rettungsassistenten im öffentlichen Dienst angestellt sind. Im Gegensatz zur klassischen dualen Ausbildung ist die Ausbildung zum Rettungsassistenten im ersten Ausbildungsjahr dabei meist rein schulisch.

Brutto Gehalt als Rettungsassistent

Beruf Rettungsassistent/ Rettungsassistentin
Monatliches Bruttogehalt 2.555,19€
Jährliches Bruttogehalt 30.662,32€

Das durchschnittliche Gehalt als Rettungsassistent von monatlich 2.555,19€ brutto und jährlich 30.662,32€ brutto ist im mittleren Bereich anzusiedeln. In der Stunde kommen so 15,52€ zusammen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Gehalt während der Ausbildung
  2. Gehalt im öffentlichen Dienst
  3. Ausbildung als Rettungsassistent
  4. Voraussetzungen für die Ausbildung
  5. Weiterbildungsmöglichkeiten als Rettungsassistent
  6. Häufig gestellte Fragen
  7. Verdienen Sie als Rettungsassistent genug?
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Das Gehalt während der Ausbildung zum Rettungsassistenten

Aufgrund der schulischen Ausbildung erhält der Auszubildende im ersten Lehrjahr kein Gehalt. Stattdessen können sogar zusätzliche Kosten auf ihn oder sie zukommen, je nachdem, wie die Ausbildung absolviert wird.

Das zweite und gleichzeitig letzte Lehrjahr ist ein praktisches Anerkennungsjahr, welches in der Regel auch entlohnt wird. In dieser Zeit verdient man etwa 500 bis 1.320 Euro monatlich. Im öffentlichen Dienst erhält ein Rettungsassistent oder eine Rettungsassistentin in Ausbildung ein Gehalt von ca. 1.319 Euro brutto.

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Das Gehalt im öffentlichen Dienst und bei Privatanstellung

Ist die Ausbildung abgeschlossen, steigt das Gehalt bei Berufseinstieg im öffentlichen Dienst auf durchschnittlich 2.000 bis 2.200 Euro brutto. Rettungsassistenten werden dabei in die Entgeltgruppe 6 eingeordnet.

Mit steigenden Dienstjahren kann der Lohn auf ca. 3.000 bis € 3.700 Euro brutto ansteigen. Typischerweise richten sich private Unternehmen ebenfalls nach den Gehältern im öffentlichen Dienst.

Die Ausbildung als Rettungsassistent

Die staatlich anerkannte Ausbildung als Rettungsassistent ist zweigeteilt. Dabei steht im ersten von zwei Jahren eine rein schulische Ausbildung im Mittelpunkt, die durch praktische Einheiten, wie beispielsweise ein Praktikum im zweiten Jahr, komplettiert wird.

Während des ersten Jahres lernt man die Theorie zum Aufbau des menschlichen Körpers, zur Wiederbelebung und Erstversorgung. Im zweiten, praktischen Jahr kann man bei Rettungsdiensten und in OP-Säalen, überwiegend durch Zuschauen, etwas aus der praktischen Welt lernen und auch erste Erfahrungen sammeln, indem man assistiert.

Was sollte man für die Ausbildung mitbringen?

Schulisch ist lediglich ein Hauptschulabschluss vorgeschrieben. Dieser kann mit Berufserfahrung in einem anderen Beruf sogar verzichtbar sein.

Allerdings sollte man ein grundlegendes Verständnis für Biologie haben, vor allem in Bezug auf den menschlichen Körper. Auch einen „starken Magen“ sollte man mitbringen, der Unfallstellen erträgt. Des Weiteren dürfen Schichtarbeiten und Stress nichts ausmachen.

Die meisten Schulen verlangen aßerdem ein reines Führungszeugnis. Vorstrafen werden in diesem Beruf nicht gerne gesehen.

Weiterbildungsmöglichkeiten als Rettungsassistent

Weiterbildung zum Lehrrettungsassistent

Vor allem im öffentlichen Dienst kann eine Weiterbildung zum Lehrrettungsassistent den Gehaltsanspruch deutlich erhöhen. Wer eine Gehaltssteigerung erzielen will, für den ist diese Weiterbildung im öffentlichen Dienst die, mit der man sich am meisten Wirkung mit dem kleinsten Aufwand versprechen kann.

Man ist außerdem nach Abschluss der Weiterbildung berechtigt, neue Auszubildende zum Rettungsassistenten anzuleiten und zu führen.

Studium als Weiterbildungsmöglichkeit

Es gibt auch einige Studiengänge, die sich als Rettungsassistent anbieten. Hierzu gehören unter anderem folgende:

  • Sanitäts- und Rettungswesen
  • Medizinische Assistenz
  • Rettungsingenieurwesen
  • Gesundheitsmanagement
  • Humanmedizin

Lehrgänge zur Fortbildung

Mögliche weitere Lehrgänge zur Weiterbildung als Rettungsassistent sind:

  • Organisatorischer Leiter
  • Einsatzleiter Rettungsdienst
  • Desinfektor
  • Berater für MPG
  • Leitstellendisponent
  • Leiter Rettungsdienst
  • Luftrettungsassistent
  • Fachberater für Krisenintervention und Notfallnachsorge

Hierbei handelt es sich lediglich um einen Teil der möglichen Weiterbildungen. Einige dieser Weiterbildungen sind auch dafür geeignet, sich als Rettungsassistent aus der Arbeit im direkten Einsatz zurückzuziehen.

Häufig gestellte Fragen zum Gehalt als Rettungsassistent

Wie wirken sich die Arbeitszeiten auf das Gehalt aus?

Rettungsassistenten müssen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten rechnen, was sich letztendlich positiv auf dem Gehaltszettel bemerkbar macht. Zuschläge für Nacht- und Wochenarbeit sind der Regelfall.

Aufstiegschancen bestehen beispielsweise zu den zu folgenden Positionen:

  • Gruppenführer
  • Einsatzleiter
  • Wachleiter

Dies bringt in der Regel eine Steigerung der Gehaltsstufe in die Entgeltgruppe 7 mit sich.

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Einzelnachweise

  1. Bundesagentur für Arbeit: Notfallsanitäter/in

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