Schriftsetzer sorgten schon früher dafür, dass es überhaupt Zeitungen und Bücher geben konnte. Seit der Ablösung durch den Beruf Mediengestalter Digital und Print ist die Schriftsetzertätigkeit deutlich moderner und technischer.

Brutto Gehalt als Schriftsetzer

Beruf Schriftsetzer/ Schriftsetzerin
Monatliches Bruttogehalt 2.690,74€
Jährliches Bruttogehalt 32.288,88€
Wie viel Netto?

In unserer Datenbank haben Schriftsetzer ein durchschnittliches Bruttomonatsgehalt von 2.690,74€ angegeben. Jährlich sind so Gehälter von im Schnitt 32.288,88€ brutto möglich. Der Stundenlohn liegt gemittelt bei 17,74€.

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Der Beruf Schriftsetzer

Ein Schriftsetzer ist für die Herstellung von Druckvorlagen und in diesem Zusammenhang auch für die Bearbeitung und Gestaltung von Texten, Bildern und Grafiken zuständig.

Er arbeitet meistens in Setzereien oder in Druckereien mit angeschlossener Druckvorstufe. Er kann seine Tätigkeit aber auch im Büro eines Verlages oder einer Agentur ausüben.

Die Geschichte des Schriftsetzerberufs

Erfunden wurde der Schriftsatz zusammen mit dem Buchdruck mithilfe von beweglichen und wiederverwendbaren Lettern im Jahr 1445 von Johannes Gutenberg. Am Anfang erfolgte der Schriftsatz dabei ausschließlich von Hand mit Lettern aus Blei.

Heutzutage ist die Arbeit des Schriftsetzers von moderner Technik geprägt: Er führt die einzelnen Elemente am Computer zusammen und gibt diese auf Datenträgern zur Weiterverarbeitung aus.

Im Herstellungsprozess läuft inzwischen vieles digital. Der Beruf Schriftsetzer wurde daher im Jahr 2007 durch den Beruf Mediengestalter Digital und Print ersetzt.

Die Ausbildung zum Schriftsetzer

Wer Schriftsetzer werden möchte, muss in der Regel eine drei bzw. dreieinhalbjährige Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print mit einer anschließenden Gesellenprüfung absolvieren. Ein Teil der Ausbildung wird an der Schule absolviert, der andere Teil erfolgt im jeweiligen Ausbildungsbetrieb.

Besonders gute Leistungen sollte man in folgenden Themenschwerpunkten mitbringen:

  • eine gute Allgemeinbildung
  • deutsche Sprache (perfekte Rechtschreibung und Grammatik)
  • PC-Kenntnisse (Textverarbeitungs- und Bildbearbeitungsprogramme)
  • Kenntnisse der digitalen Medien
  • Kreativität
  • eine hohe Aufassungsgabe
  • Fingerfertigkeit und Schnelligkeit.

Eine einwandfreie Beherrschung der deutschen Sprache ist unerlässlich, da ein Schriftsetzer in der Lage sein muss, Manuskripte zu lesen und ggf. auch zu korrigieren, bevor er die Vorlagen für den Druck anfertigt.

Da man neben dem Text oftmals auch Bilder, Graphiken und Farben einzufügen muss, sind Erfahrungen mit Bildbearbeitungsprogrammen und eine gewisse Kreativität ebenfalls von Vorteil.

Ein Schulabschluss wird rechtlich nicht benötigt. Die meisten Ausbildungsbetriebe stellen jedoch bevorzugt Bewerber mit der mittleren Reife oder der (Fach-)Hochschulreife ein.

Die Gehaltsentwicklung als Schriftsetzer

Dem Durchschnitt nach kann ein auszubildender Mediengestalter Digital und Print in etwa mit folgendem Einkommen rechnen:

  • 550 bis 990 Euro im 1. Lehrjahr
  • 650 bis 1.050 Euro im 2. Lehrjahr
  • 750 bis 1.100 Euro im 3. Lehrjahr

Das Einstiegsgehalt beträgt etwa 1.700 Euro bis 2.300 Euro brutto pro Monat.

Weiterbildungsoptionen als Schriftsetzer

Die gängigsten Weiterbildungsvarianten für Schriftsetzer sind:

  • Medienfachwirt
  • Techniker
  • Meistertitel
  • Aufbaustudium

Medienfachwirt

Wer in seinen Berufsalltag kaufmännisch arbeiten möchte, kann sich zum Medienfachwirt weiterbilden. Die Fortbildung dauert maximal 2 Jahre und eröffnet neue Möglichkeiten bei den Beschäftigungsfeldern im Unternehmen. Medienfachwirte können durchschnittlich mit 3.500 Euro brutto rechnen.

Techniker

Mit einer zeitlichen Investition von zwei bis vier Jahren ist es für den Schriftsetzer möglich, sich zum Techniker für Druck- und Medientechnik fortzubilden. Mit den hierbei erweiterten und vertieften Fachkenntnissen können durchschnittlich 3.400 bis 3.900 Euro brutto erreicht werden.

Meistertitel

Der Titel Schriftsetzermeister bringt nicht nur die Möglichkeiten zur Selbstsändigkeit und zur Ausbildung von Lehrlingen mit sich. Wer die staatlich anerkannte Abschlussprüfung erfolgreich absolviert, kann außerdem sein Gehalt auf bis zu 3.900 Euro brutto steigern.

Studium

Wer über ein Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss verfügt, kann sich über ein Aufbaustudium weiterqualifizieren. Nach einem absolvierten Studium im Grafikdesign lassen sich beispielsweise Gehälter um die 3.500 bis 3.700 Euro erreichen.

Häufig gestellte Fragen zum Gehalt als Schriftsetzer

Da dieser Beruf hohe Ansprüche an den Arbeitnehmer oder freiberuflich tätigen Schriftsetzer stellt, wird Erfahrung in den meisten Firmen belohnt. Das Gehalt steigt nach Berufsjahren, aber auch nach den Referenzen des einzelnen Schriftsetzers.

In der freiberuflichen Tätigkeit verdient ein Schriftsetzer mit positiven Referenzen am besten und kann in verschiedenen Branchen und Bereichen arbeiten.

Neben der Arbeit als Freiberufler ist die Leitung einer Abteilung eine Chance, um ein hohes jährliches Gehalt zu verdienen. Hier sind oftmals eine Weiterbildung in BWL und im Bereich der Rechnungserstellung und dem Kostenmanagement eine notwendige Grundlage.

Außerdem kann man nach mehrjähriger Tätigkeit als Schriftsetzer auch zum Teamleiter oder sogar zum Korrektor aufsteigen.

Aufgrund der enormen Gehaltsunterschiede ist es interessant, sich den Verdienst eines Schriftsetzers je nach Bundesland anzusehen. In Thüringen und Sachsen liegt das jährliche Gehalt zwischen 20.000 und 25.000 Euro, für Berufsanfänger sogar oftmals unter 20.000 Euro.

In Hessen und Baden Württemberg steigen Schriftsetzer mit einem Gehalt von 25.000 Euro ins Berufsleben ein und haben Verdienstchancen von bis zu 47.000 Euro, wenn sie in eine leitende Position aufsteigen.

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Einzelnachweise

  1. Bundesagentur für Arbeit: Mediengestalter/in Digital und Print - Gestaltung u. Technik

Haftungsausschluss: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.