Gehalt Werkzeugmechaniker

Brutto Gehalt als Werkzeugmechaniker

Beruf Monatliches Bruttogehalt Jährliches Bruttogehalt
Werkzeugmechaniker/ Werkzeugmechanikerin 2.890,28€ 34.683,38€

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Werkzeugmechaniker - Die wichtigsten Fakten

  • Der Werkzeugmechaniker wird dem Berufsfeld Metall zugeordnet. Er stellt verschiedene Werkzeuge (wie z.B. Druck-, Spritzguss-, Umform- und Stanzwerkzeuge), Press- und Prägeformen sowie Metall- und Kunststoffteile her, wartet oder repariert sie. Dies tut er mithilfe von computergesteuerten Maschinen.
  • Außerdem werden chirurgische Instrumente angefertigt. Hierbei handelt es sich um Präzisionsarbeit, da die durch technische Zeichnungen vorgegebenen Maße exakt eingehalten werden müssen.
  • Neben der dafür notwendigen Sorgfalt müssen Werkzeugmechaniker zudem über handwerkliches Geschick und technisches Verständnis verfügen, da sie dies zum Beispiel bei der Montage von Bauteilen sowie bei Wartungsarbeiten benötigen.

Das Gehalt vom Werkzeugmechaniker im Überblick

Als Werkzeugmechaniker erhält man bereits in der Ausbildung ein sehr gutes Gehalt, das im oberen Durchschnitt der Ausbildungsgehälter in Deutschland liegt. Dies liegt daran, dass Werkzeugmechaniker in der Industriebranche arbeiten, die den wichtigsten Sektor der Wirtschaft in Deutschland ausmacht.

Die Richtwerte für das Gehalt während der Ausbildung liegen bei:
  • 1. Lehrjahr: 850 - 900 Euro brutto
  • 2. Lehrjahr: 900 - 950 Euro brutto
  • 3. Lehrjahr: 950 - 1000 Euro brutto
  • 4. Lehrjahr: 1000 - 1050 Euro brutto
Das Gehalt des ausgelernten Werkzeugmechanikers

Ausgelernte Werkzeugmechaniker erhalten ein Einstiegsgehalt, das im Bereich von 1.900 bis 3.100 Euro liegt. Wie hoch der Verdienst ausfällt, richtet sich dabei unter anderem auch nach der Branche, in der man arbeitet.

Durchschnittliche Beispielgehälter für drei Branchen:
Metall- und ElektroindustrieChemische IndustrieKfz-Bereich
2400 - 2700 Euro2600 - 3100 Euro1900 - 2300 Euro

Zudem hängt die tatsächliche Höhe des Verdienstes, genauso wie in anderen Berufen, auch von der Unternehmensgröße ab. Je größer ein Unternehmen ist, desto besser können meistens auch die Mitarbeiter bezahlt werden.

Zunehmende berufliche Erfahrung und zusätzliche Qualifikationen können das Gehalt weiterhin positiv beeinflussen.

  • In vielen Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie ist es außerdem üblich, Urlaubsgeld oder ein 13. Monatsgehalt auszuzahlen.

Als Meister in diesem Beruf ist sogar ein Gehalt von bis zu 50.000 Euro brutto pro Jahr möglich.

Die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker

Während der Ausbildung lernen Werkzeugmechaniker chirurgische Instrumente und Metall- oder Kunststoffteile herzustellen sowie Druck-, Spritzguss-, Stanz- und Umformwerkzeuge und Press- und Prägeformen anzufertigen.

Wer sich als Werkzeugmechaniker ausbilden lassen möchte, sollte berücksichtigen, dass die Ausbildung dreieinhalb Jahre in Anspruch nimmt. Damit liegt man etwa um ein halbes Jahr über der klassischen Ausbildungsdauer. Außerdem handelt es sich hier um eine staatlich geregelte und anerkannte Ausbildung im dualen System, sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb gibt es also viele zu erlernende Ausbildungsinhalten.

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung für diesen Beruf vorgeschrieben, es werden jedoch am häufigsten Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss eingestellt.

Handwerkliches Geschick, körperliche Belastbarkeit und gutes technisches Verständnis werden vorausgesetzt und gerne im Rahmen eines Praktikums erprobt.

Der angehende Werkzeugmechaniker wird vor allem anfangs viele einfache Tätigkeiten übernehmen müssen wie Feilen, Schleifen und ähnliche Dinge, die den rudimentären Grundstock des Berufs bilden.

Im Laufe der Ausbildung wird vor allem das Fertigen von Werkstücken, Montage und Demontage, Wartung und Prüfung, aber auch Steuerungsprozesse und Geschäftsprozesse vermittelt.

Während der Ausbildungszeit wird ein Einsatzgebiet vertieft, wie zum Beispiel:
  • Formentechnik
  • Instrumententechnik
  • Stanztechnik
  • oder Vorrichtungstechnik

Weiterbildungsmöglichkeiten als Werkzeugmechaniker

Vom chirurgischen Instrument bis zum Maschinenbaubedarf werden in diesem Beruf je nach Spezialisierung vielfältige Produkte hergestellt. Wer nach einigen Berufsjahren seine Kenntnisse und Fertigkeiten noch erweitern möchten, um zusätzliche Aufgaben und mehr Verantwortung übernehmen zu können, der hat verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung.

Für Werkzeugmechaniker gibt es unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten, die auch für ein höheres Gehalt verantwortlich sind.

Auch hier gilt: Je mehr Verantwortung man hat, desto mehr Gehalt kann man erhalten. Deshalb ist es allgemein wichtig, sich immer beruflich weiterzubilden und auf dem neuesten Stand zu sein.

Der Werkzeugmechaniker kann sich beispielsweise in folgenden Bereichen weiterbilden lassen:
  • Schneid- und Richtverfahren
  • Galvanik
  • oder Oberflächenveredelung

Als Meister in diesem Beruf ist sogar ein Gehalt von bis zu 50.000 Euro brutto pro Jahr möglich.

Allgemeine Weiterbildungen

Von verschiedenen Trägern und der Handwerkskammer werden regelmäßig Weiterbildungen zu verschiedenen, aktuellen Themen und Techniken angeboten. Diese sind allgemein, sodass sie dem Werkzeugmechaniker ermöglichen, immer auf einem aktuellen Stand zu sein, was sein berufliches Wissen angeht.

Der Wert der eigenen Arbeit kann so ständig auf einem hohen Niveau gehalten und es vermieden werden, dass wichtige Neuerungen im Berufsfeld versäumt werden. Wer sich darüber hinaus spezialisieren möchte, der kann zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen.

Spezielle Weiterbildungsmöglichkeiten

Weiterbildung zum Industriemeister

Ganz ohne Berufserfahrung kann sich ein Werkzeugmechaniker theoretisch schon direkt nach seiner Ausbildung zum Meister ausbilden lassen. Dies geschieht an einer Meisterschule.

Weiterbildung zum Techniker

Nach dem Meister oder auch nach der Ausbildung ist auch eine Weiterbildungsmöglichkeit zum Techniker gegeben. Dies findet an einer Fachschule für Technik statt. Wer sich für eine Weiterbildung in Vollzeit entschieden hat, der benötigt keinen Meister. In Teilzeit ist dieser allerdings nötig. Allerdings werden 18 Monate Berufserfahrung für diesen Vollzeitkurs vorausgesetzt.

Studium als Weiterbildung

Wer drei Jahre betriebliche Erfahrung gesammelt hat, ist zu einem Studium berechtigt. Wer ohnehin schon eine Berechtigung zum Studium an Hochschulen erworben hatte, kann natürlich früher beginnen. Allerdings kann ein Studium zwar auch ohne eine vorherige betriebliche Ausbildung begonnen werden, jedoch können dann wesentliche praktische Erfahrungen nicht gemacht werden.

Verschiedene Studiengänge stehen an Hochschulen zur Auswahl. Unter anderem kommen in diesem Beruf der Studiengang in

  • Kunststofftechnik
  • Prozessoptimierung oder auch
  • Maschinenbau

in Betracht.

Häufig gestellte Fragen zum Gehalt als Werkzeugmechaniker

Es gibt regionale Unterschiede beim Ausbildungsgehalt. Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen den alten und neuen Bundesländern: Im Osten Deutschlands wird immer noch deutlich weniger Gehalt gezahlt als im Westen.

Werkzeugmechaniker arbeiten vor allem in Werkzeugbaubetrieben und im Werkzeugmaschinenbau, aber auch in Unternehmen, die sich auf die Herstellung medizintechnischer Geräte spezialisiert haben. Mehrheitlich sind die Stellen dabei in privaten Unternehmen angesiedelt, die sich in der Regel am bestehenden Tarifvertrag orientieren.

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Einzelnachweise

Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: BERUFE im Spiegel der Statistik
Berufsinstitut für Berufsbildung: Berufe
Berufsinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen

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