Gehalt Zahntechniker

Brutto Gehalt als Zahntechniker

Beruf Monatliches Bruttogehalt Jährliches Bruttogehalt
Zahntechniker/ Zahntechnikerin 2.296,03€ 27.552,41€

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Zahntechniker - Die wichtigsten Fakten

  • Der Beruf des Zahntechnikers ist ein nach der Handwerksordnung anerkannter Beruf.
  • Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre, kann aber unter bestimmten Voraussetzungen verkürzt werden.
  • Als Zahntechniker arbeitet man entweder in einem Praxislabor oder in einem gewerblichen Dentallabor.

Das Gehalt vom Zahntechniker im Überblick

Das Ausbildungsgehalt nach Lehrjahren:
  • 1. Ausbildungsjahr: ca. 430 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: ca. 480 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: ca. 530 Euro
  • 4. Ausbildungsjahr: ca. 580 Euro

Sollte die Ausbildung zum Zahntechniker verkürzt werden, wird das halbe Jahr mit ca. 510 Euro vergütet.

Das Einstiegsgehalt eines Zahntechnikers

Nach der Lehrzeit, die mit der Gesellenprüfung abgeschlossen wird, können sich Zahntechniker auf ein

  • Einstiegsgehalt von monatlich 1360 bis 1700 Euro brutto

einstellen.

Je nachdem, wie gut die verrichtete Arbeit ist, haben alle Zahntechniker die Chance auf eine Gehaltserhöhung, wenn sie eine gewisse Berufserfahrung vorweisen können.

Bei einer Weiterbildung zum technischen Fachwirt kann mit einem Monatsgehalt von 2.800 Euro gerechnet werden. Dasselbe gilt für den Betriebswirt.

Hier finden Sie einen Vergleich der durchschnittlichen Jahresgehälter:
ZahntechnikerTechnischer Fachwirt
Jahresgehalt: 22.300 EuroJahresgehalt: 33.600 Euro

Zahntechniker - Aufgabengebiete

Ein Zahntechniker steht in engem Kontakt zu Zahnärzten und Kieferorthopäden und ist für die Anfertigung von Zahnersätzen und kieferorthopädischen Produkten zuständig.

Dabei arbeitet diese Berufsgruppe mit vielen verschiedenen Stoffen wie Gips und Keramik, aber auch Gold und Silber.

Nach dem vom Zahnarzt genommenen Abdruck des Patientengebisses fertigt der Zahntechniker mittels Ausgießen eines Spezial-Hartgips eine Arbeitsvorlage, das sogenannte Arbeitsmodell.

Anschließend wird zum Beispiel eine Brücke aus Wachs modelliert. Dann werden hierfür beispielsweise Prothesenkunststoffe verarbeitet oder die Prothese mit zahnfarbenen Keramikmassen verblendet.

Zahntechniker fertigen unter anderem

  • Zahnersatz, also Teil- und Vollprothesen, Zahn- und Stiftkronen, Brücken
  • Einlagefüllungen
  • Zahnspangen
  • Aufbisschienen
  • Protrusionsschienen (Antischnarch-Apparate)

Des Weiteren erstellen Zahntechniker auch kieferchirurgische Geräte, besser bekannt als Zahnspangen oder reinigen und reparieren sie. Auch reinigen und reparieren sie jede Art von Zahnersatz.

Die Ausbildung und ihr Gehalt

Die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Zahntechniker erfolgt in Berufsschulen und in den Ausbildungsbetrieben. Zwar ist rechtlich keine spezielle Schulbildung vorgeschrieben, dennoch werden überwiegend Auszubildende mit mittlerer Reife oder Hochschulreife eingestellt.

Es ist möglich, dass die Ausbildung verkürzt wird. Somit wird das Gehalt auf zweieinhalb Jahre gestaffelt.

Zu den Aufgaben, die man als Zahntechniker in seiner Ausbildung erlernt, gehören:

  • Anfertigen, Bearbeiten, Anpassen und Reinigen von festen und herausnehmbaren Zahnersätzen
  • Herstellung und Reparatur von kieferorthopädischen Produkten (wie zum Beispiel feste und lockere Zahnspangen)
  • Bereitstellung spezieller Gerätschaften für Zahnärzte
  • Persönliche und schulische Voraussetzungen zum Absolvieren der Ausbildung

Als persönliche Voraussetzungen sollte ein angehender Zahntechniker Sorgfalt, Beobachtungs- und räumliches Vorstellungsvermögen sowie Geschicklichkeit und eine gute Hand-Auge-Koordination haben. Als Zahntechniker sollte man sich jederzeit seiner Verantwortung bewusst sein, denn jeder Zahnersatz ist ein Unikat, das für den Patienten eine ganz besondere Bedeutung hat.

Neben guten Mathematik- und Physikkenntnissen wird von den Auszubildenden erwartet, dass sie die Fachsprache der Zahnmediziner erlernen und fehlerfrei verstehen können. Außerdem sind handwerkliches Geschick, Geduld und Genauigkeit unverzichtbare Merkmale eines Zahntechnikers.

Eine Weiterbildung für ein höheres Gehalt

Um in ihrem Beruf noch erfolgreicher zu werden, besuchen viele Zahntechniker eine Weiterbildung. Damit werden nicht nur die eigenen Kenntnisse und Fertigkeiten erweitert, sondern in der Regel auch das Gehalt erhöht.

Als ausgebildeter Zahntechniker kann man sich für die Weiterbildung zum Zahntechnikermeister anmelden. Die Prüfung ist vor dem Meisterprüfungsausschuss abzulegen; dieser wird von der zuständigen Handwerkskammer bestimmt.

Ausgebildete Zahntechnikerinnen und Zahntechniker können die Meisterprüfung ablegen. Damit sind sie zur selbstständigen Ausübung des Zahntechniker-Handwerks berechtigt und dürfen in diesem ausbilden.

Bei einer Weiterbildung zum technischen Fachwirt kann mit einem Monatsgehalt von 2.800 Euro gerechnet werden. Dasselbe gilt für den Betriebswirt.

Beliebte Weiterbildungsbereiche sind unter anderem:
  • Frontzahnästhetik
  • Seitenzahnrekonstruktion
  • Frästechniken
  • Oft werden solche Angebote vom Arbeitgeber gefördert und können während der Arbeitszeit besucht werden. Sieht der Vorgesetzte hingegen keine Notwendigkeit für eine Weiterbildung, muss diese außerhalb der Arbeitszeit wahrgenommen werden. In diesen Fällen muss der Arbeitnehmer meist auch für die Kosten der Weiterbildung aufkommen.

Vorsicht vor Überqualifikation

Zahntechniker, die eine Existenzgründung anstreben und selbst Gesellen in ihrem zahntechnischen Unternehmen ausbilden wollen, benötigen auf jeden Fall einen Meisterbrief. Die Meisterschule kann berufsbegleitend oder in Vollzeit besucht werden.

Je nachdem, für welche Zeitaufteilung man sich entscheidet, dauert die Weiterbildung zum Meister zwischen einem und drei Jahren. Der Aufwand lohnt sich, da man wesentlich bessere Verdienstchancen hat. Man kann damit durchschnittlich ein monatliches Bruttogehalt von

  • 3.000 Euro

erzielen.

Allerdings sollte man nur dann Meister werden, wenn man eine feste Stelle hat und diese auch nach der beruflichen Weiterentwicklung behalten darf oder vorhat, sich selbstständig zu machen.

  • Viele Meister finden aufgrund von Überqualifizierung bei zu wenig freien Stellen keine adäquate Anstellung.

Häufig gestellte Fragen zum Gehalt als Zahntechniker

Wie hoch das Gehalt letztendlich ausfällt, wird unter anderem auch von der Größe des Betriebs sowie der Region, in der der Betrieb angesiedelt ist, beeinflusst. Erfahrungsgemäß sind die Gehälter aufgrund höherer Lebenskosten im Westen Deutschlands höher als im Osten.

  • Zahntechniker, die in einer Zahnarztpraxis angestellt sind und dort im Labor arbeiten, verdienen mehr als ihre Kollegen, die in einem zahnmedizinischen Labor arbeiten.

Nach der Einstiegsphase wird das Gehalt in der Regel angehoben. Dementsprechend wird das durchschnittliche Gehalt eines Zahntechnikers bei einer 40-Stunden-Woche bei 1.860 Euro liegen.

Andere Bedingungen gelten bei der Arbeit im Labor. Als Zahntechniker wird man in diesem Bereich 3.000 Euro verdienen.

Akademische Wege gehen

Ein dritter Weg der beruflichen Weiterbildung ist die Möglichkeit eines Studiums im zahnmedizinischen Bereich. Zu den beliebtesten Studiengängen von Zahntechnikern gehören:

  • Werkstofftechnik
  • dentale Technologie
  • Zahnmedizin

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Einzelnachweise

Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: BERUFE im Spiegel der Statistik
Berufsinstitut für Berufsbildung: Berufe
Berufsinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen

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