Ein Blick auf die Straßen, in die Wälder und in die Ozeane zeigt es deutlich, wir leben in einer Zeit, in der scheinbar eine Wegwerfmentalität zum guten Ton gehört. Es werden unendlich große Mengen an Verpackungen, Elektrogeräten und anderen Produkten hergestellt, die am Ende einfach weggeworfen werden. Dabei bestehen viele dieser Dinge aus wichtigen Wertstoffen, die sich aufbereiten und wiederverwenden lassen. Wer Wertstoffe sammeln und verkaufen möchte, kann so nebenbei Geld verdienen.

Wertstoffe sammeln - was gehört dazu?

Unter einem Wertstoff verstehen Experten Material, das nach dem Gebrauch erneut verwendet oder zu anderen Produkten verarbeitet werden kann. Nicht selten lassen sich Wertstoffe sammeln und anschließend in seine einzelnen Rohstoffe aufspalten. Wertstoffe sammeln lohnt sich zudem, weil man sie wiederverwerten und in den sogenannten Wirtschaftskreislauf zurückführen kann.

Als Folge werden nicht mehr so viele neue Wertstoffe benötigt, wodurch beispielsweise natürliche, nicht oder nur sehr langsam nachwachsende Rohstoffressourcen geschont werden, etwa:

  • Erdöl
  • Erdgas
  • Holz
  • Metalle/Edelmetalle

Der sorgsame und vor allem sparsame Umgang mit den Rohstoffen, die in Wertstoff enthalten sind, kommt nicht nur der jetzigen Generation zugute, sondern hauptsächlich den nachfolgenden Generationen, die ja ebenfalls Rohstoffe benötigen werden.

Wertstoffe sammeln - welche lassen sich gut verkaufen?

Glas ist ein Wertstoff, mit dem man nebenbei Geld verdienen kann. Das funktioniert hauptsächlich mit Pfandflaschen, die zwischen 8 und 25 Cent pro Flasche einbringen, wenn man sie abgibt. Auch Wertstoffe wie Altmetalle oder Altpapier werden gerne genommen.

Da Deutschland nur über wenige Bodenschätze in Form von Metallen verfügt, kann man mit dem Sammeln verschiedenster Metalle Geld verdienen. Dazu zählen unter anderem Eisen, Kupfer, Aluminum, Messing, Blei oder Zinn.

Für diese Metalle schwanken die Preise zwischen 14 Cent (Eisen) und 6 Euro (Zinn) je Kilo. Der jeweilige Preis wird allerdings von der Nachfrage und den Kursen an der Börse beeinflusst und kann stark schwanken.

  • Vor allem Kameras und Handys enthalten bis zu 30 verschiedene seltene Metalle, beispielsweise Palladium, Indium oder Tantal sowie die begehrten seltenen Erden. Aber auch Platin oder Silber werden in solchen Geräten verarbeitet. Es lohnt sich also, sie nicht einfach wegzuwerfen, sondern einem Händler anzubieten.

Wertstoffe sammeln und verkaufen - wo ist das möglich?

Falls man die Möglichkeit hat und Wertstoffe sammeln kann, lässt sich damit ein lukratives Nebeneinkommen generieren. Den Wertstoff Metall kann man bei einem der zahlreichen Schrotthändler verkaufen. Dort erhält man meist einen preis pro Kilo.

Ein Nachteil besteht darin, dass Schrotthändler vor allem große Mengen ankaufen, als Privatperson wird man es nicht ganz leicht haben, seinen Wertstoff in Geld umzutauschen. Nebenbei Geld verdienen mit Altmetallen ist also nicht ganz einfach.

Für Altpapier und auch für Elektrogeräte oder leere Druckerpatronen hat sich inzwischen ein ganz eigener Markt entwickelt. Zahlreiche Unternehmen bieten den Ankauf verschiedener Wertstoffe an, zahlen aber in den meisten Fällen nur an Unternehmen, wenn diese große Mengen an Altpapier oder Elektroschrott entsorgen wollen.

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Aktualisiert am 18.09.2020 von


Quellen

Bilitewski, Bernd / Härdtle, Georg / Marek, Klaus: Abfallwirtschaft: Eine Einführung »


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