Frugalisten sehen sich als Pioniere auf dem Gebiet einer innovativen finanziellen Lebensstrategie. Sie schwören weder dem Konsum komplett ab noch streben sie ein vergnügungsfreies Leben an - sie bemühen sich, ihr verfügbares Geld bewusst und effektiv anzulegen und nach Möglichkeit mindestens die Hälfte ihres Einkommens zu sparen.

Das gesparte Geld wird wiederum möglichst gewinnbringend angelegt. Ziel ist es, so früh wie möglich gar nicht mehr, oder nur noch wenig zu arbeiten.

Etymologie des Wortes Frugalismus

Diese Förderungen bekommt Jeder

Jeder Bundesbürger hat einen Anspruch auf bis zu 1.273,00 € staatliche Förderungen.
Jedes Jahr!

Jetzt online prüfen!

Der Begriff Frugalismus geht auf das französische Wort "frugal" zurück und bedeutet "zu den Früchten gehörend". Im übertragenen Sinne ist damit gemeint, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Teilweise wird Bescheidenheit mit Frugalisten in Verbindung gebracht, dies ist jedoch nur bedingt zutreffend.

Ein Frugalist nimmt für sich ebenso die Vergnügungen des Lebens in Anspruch wie ein normales Mitglied des Kapitalismus - er trifft aber Entscheidungen für Ausgaben hinsichtlich der Zweckdienlichkeit seines Zieles, der finanziellen Unabhängigkeit.

Die Bewegung entstand als organisierte Form durch die Bankenkrise der 2006er Jahre und hat weltweit Anhänger gefunden.

Der frugale Alltag

Frugalisten legen ihr gesamtes Lebensmodell auf die größtmögliche Freiheit bei größtmöglicher Sparsamkeit aus.

Zu den wesentlichen Eckdaten im täglichen Leben gehören:

  • gute soziale Beziehungen und Pflege von Freundschaften
  • ständige Erweiterung des eigenen Wissens und des Portfolios an Fähigkeiten
  • maximal minimierte Fixkosten
  • Minimierung der Verkehrswege durch Nähe von Arbeit und Wohnort
  • Anschaffung von Gegenständen nach Möglichkeit gebraucht, Verkauf nicht mehr benötigter Sachen

Die Finanzen von Frugalisten

Neben der Minimierung der Ausgaben und dem maximalen Einsparen des Einkommens lassen Anhänger der "Rente mit 40"-Bewegung aber auch ihr gespartes Geld umgehend für sich arbeiten.

Sie investieren dabei nicht in Risikopapiere, sondern legen ihr Geld in Aktienfonds oder Immobilien an. So ist es schon früh möglich, Dividenden, Zinsen oder Mieteinnahmen zu erhalten. Die Erträge aus diesen Einnahmen sollen dann irgendwann die monatlichen Ausgaben decken, so dass ein Broterwerb nicht mehr nötig ist.

Das 1x1 der Frugalisten

Ein wichtiges Tool ist ein gutes Nachbarschaftsnetzwerk, um den Zeitverlust bei der Beschaffung benötigter Dinge möglichst gering zu halten. Wer frugal leben möchte, kann überdies mit einem Frugalisten-Rechner anhand des eigenen Einkommens berechnen, wie lange es braucht, um finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen.

  • Wer es schafft, eine Sparquote von 60% seines Netto-Einkommens zurück zu legen, könnte theoretisch nach 12,4 Jahren in Rente gehen. Wichtig ist, dass die Rendite der Anlagen mindestens 4% beträgt.

Quellen und Einzelnachweise

Wagner, Florian: Rente mit 40 »

Haftungsausschluss: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.