Abzüge Steuerklasse 3: Die wichtigsten Fakten

  • Die Kombination aus Steuerklasse 3 und Steuerklasse 5 hilft Ehepaaren beim Steuern sparen.
  • In der Steuerklasse 3 ist der Grundfreibetrag verdoppelt worden.
  • Die Abzüge in Steuerklasse 3 sind geringer.
  • Steht einem Ehepartner der Bezug von Eltern- oder Arbeitslosengeld bevor, sollte dieser in die Steuerklasse 3 wechseln.

Steuerklasse3

Welche Abzüge in Steuerklasse 3 sind möglich?

Mit welchen Abzügen kann man rechnen, wenn man in Steuerklasse 3 eingeordnet ist? Als grundlegende Abzüge in Steuerklasse 3 gelten Steuern und Sozialabgaben. Wie in den anderen Steuerklassen auch fallen darunter folgende Abzüge vom Gehalt:


Wer ist in Steuerklasse 3?

Die Steuerklasse 3 ist für Verheiratete bzw. eingetragene Lebenspartnerschaften vorgesehen. Sie ist nur in Verbindung mit der Steuerklasse 5 möglich. Diese Kombination bietet Paaren viele Vorteile, auch hinsichtlich der Abzüge in Steuerklasse 3.

  • Grundsätzlich gilt: Liegen die Einkommen der Partner weit auseinander, sollte die Steuerklassenkombination 3/5 gewählt werden. Der Besserverdiener geht dann in Steuerklasse 3, der Partner mit dem niedrigeren Einkommen in Steuerklasse 5.

Zwar sind die Lohnabzüge in Steuerklasse 5 sehr hoch, in Klasse 3 allerdings müssen vergleichsweise wenig Steuern gezahlt werden. Die Ehepartner bzw. Lebenspartner können so insgesamt einen maximalen steuerlichen Vorteil geltend machen.

  • Das Ehepaar Fritz und Helga K. hat sehr unterschiedliche hohe Einkünfte. Helga verdient in ihrem Job als Sachbearbeiterin 2.000 Euro brutto monatlich. Ihr Mann Fritz arbeitet im Management eines großen Unternehmens und erhält im Monat 5.000 Euro brutto. Da die Gehälter sehr weit auseinanderliegen, hat sich das Paar für die Steuerklassenkombination 3/5 entschieden. Fritz wird nach Steuerklasse 3 veranlagt und hat vergleichsweise geringe Abzüge. Seine Frau ist der Steuerklasse 5 zugeordnet.

Abzüge in Steuerklasse 3: Besonderheit bei den Steuerfreibeträgen

Wie in den meisten anderen Steuerklassen gelten auch in Steuerklasse 3 Steuerfreibeträge. Das Besondere ist jedoch: In Klasse 3 gilt ein doppelter Grundfreibetrag. In Steuerklasse 5 wird dafür kein Grundfreibetrag berücksichtigt und ebenso wenig ein Kinderfreibetrag.

Art des Abzugs von der LohnsteuerHöhe der Abzüge (für das Jahr 2017)
Grundfreibetrag17.640 Euro
Pauschbetrag für Arbeitnehmer1.000 Euro
Pauschbetrag für Sonderausgaben36 Euro
Kinderfreibetrag7.356 Euro
Vorsorgepauschalegehaltsabhängig

Häufig gestellte Fragen zu Abzüge in Steuerklasse 3

Zunächst unterscheidet sich die Steuerklasse 3 durch vergleichsweise geringere Abzüge von den anderen Steuerklassen. Des Weiteren bietet der Grundfreibetrag einen großen Vorteil bei dieser Steuerklasse. Er fällt hier doppelt so hoch aus.

Die Abzüge in der dritten Steuerklasse sind insbesondere in Bezug auf das Ehegattensplitting besonders vorteilhaft. Dieses kann von zusammenveranlagten Paaren genutzt werden. Das zu versteuernde Einkommen wird dabei halbiert.

Anschließend wird die für diesen Wert gültige Steuer berechnet und anschließend verdoppelt. Da die abzugsfähigen Freibeträge in der dritten Steuerklasse potenziell am höchsten sind, ist folglich der Wert, der halbiert wird, besonders klein und das Splitting wirkt sich so vorteilhaft wie möglich aus.

Gesetzt den Fall, die Eheleute befinden sich in der Steuerklasse 4, es ist jedoch bekannt, dass einer der beiden Partner künftig staatliche Transferleistungen wie Elterngeld oder Arbeitslosengeld erhalten wird, so ist es sinnvoll, in die Kassen 3 und 5 zu wechseln. Der Bezieher der Transferleistungen entscheidet sich für die Steuerklasse 3.

Denn die Höhe der Transferleistungen hängt von den letzten Netto-Bezügen ab. Durch die hohen Freibeträge zahlt man weniger Lohnsteuer, in der Folge fallen die Bezüge höher aus.

Einzelnachweise


  1. Bundesfinanzministerium: Steuerliche Entlastungen für Arbeitnehmer, Familien und Alleinerziehende 
  2. Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend:  Freibeträge für Kinder
  3. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl

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