Lohnsteuerklasse 3 ist nur für Verheiratete in Kombination mit Steuerklasse 5 möglich. Da in Steuerklasse 3 der Grundfreibetrag doppelt gilt, sind die Abzüge in dieser Steuerklasse am geringsten. Dafür fallen die Abzüge für den Ehepartner, der sich in Steuerklasse 5 befindet, entsprechend höher aus.

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Die Abzüge im Detail

Als grundlegende Abzüge in Steuerklasse 3 gelten Steuern und Sozialabgaben. Wie in den anderen Steuerklassen auch fallen darunter folgende Abzüge vom Gehalt:

Steuern:

Sozialabgaben:

Wer ist in Steuerklasse 3?

Die Steuerklasse 3 ist für Verheiratete bzw. eingetragene Lebenspartnerschaften vorgesehen. Sie ist nur in Verbindung mit der Steuerklasse 5 möglich.

Grundsätzlich gilt: Liegen die Einkommen der Partner weit auseinander, sollte die Steuerklassenkombination 3/5 gewählt werden. Der Besserverdiener geht dann in Steuerklasse 3, der Partner mit dem niedrigeren Einkommen in Steuerklasse 5.

Steuerklasse3

Zwar sind die Lohnabzüge in Steuerklasse 5 sehr hoch, in Klasse 3 allerdings müssen vergleichsweise wenig Steuern gezahlt werden. Die Ehepartner bzw. Lebenspartner können so ihren gemeinsamen Nettolohn zunächst erhöhen.

Zum Lohnsteuerjahresausgleich wird die Differenz jedoch als Nachzahlung fällig. Eine tatsächliche Steuerersparnis entsteht also durch die Steuerklassenkombination 3/5 nicht.

Abzüge in Steuerklasse 3: Besonderheit bei den Steuerfreibeträgen

Wie in den meisten anderen Steuerklassen gelten auch in Steuerklasse 3 Steuerfreibeträge. Das Besondere ist jedoch: In Klasse 3 gilt ein doppelter Grundfreibetrag. In Steuerklasse 5 wird dafür kein Grundfreibetrag berücksichtigt und ebenso wenig ein Kinderfreibetrag.

Art des Abzugs von der LohnsteuerHöhe der Abzüge (für das Jahr 2021)
Grundfreibetrag19.488 Euro
Pauschbetrag für Arbeitnehmer1.000 Euro
Pauschbetrag für Sonderausgaben36 Euro
Kinderfreibetrag8.388 Euro
Vorsorgepauschalegehaltsabhängig

Häufig gestellte Fragen zu Abzüge in Steuerklasse 3

Zunächst unterscheidet sich die Steuerklasse 3 durch vergleichsweise geringe Abzüge von den anderen Steuerklassen. Des Weiteren ist der Grundfreibetrag bei dieser Steuerklasse doppelt so hoch, da der mitveranlagte Partner in Steuerklasse 5 keinen Grundfreibetrag geltend machen kann.

Das Ehegattensplitting kann von zusammenveranlagten Paaren genutzt werden. Das zu versteuernde Einkommen wird dabei halbiert.

Anschließend wird die für diesen Wert gültige Steuer berechnet und verdoppelt. Da die abzugsfähigen Freibeträge in der dritten Steuerklasse potenziell am höchsten sind, ist folglich der Wert, der halbiert wird, besonders klein.

Gesetzt den Fall, die Eheleute befinden sich in der Steuerklasse 4, es ist jedoch bekannt, dass einer der beiden Partner künftig staatliche Transferleistungen wie Elterngeld oder Arbeitslosengeld erhalten wird, so ist es sinnvoll, in die Kassen 3 und 5 zu wechseln. Der Bezieher der Transferleistungen entscheidet sich für die Steuerklasse 3.

Die Höhe der Transferleistungen hängt von den letzten Netto-Bezügen ab. Durch die hohen Freibeträge zahlt man weniger Lohnsteuer, in der Folge fallen die Bezüge höher aus.

Einzelnachweise


  1. Bundesministerium der Finanzen und für Verbraucherschutz: Fragen und Antworten zum Entlastungsbetrag für Alleinerziehende
  2. Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend: Steuerentlastungen
  3. Bundesministerium der Finanzen und für Verbraucherschutz: Merkblatt zur Steuerklassenwahl

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