Der Altersentlastungsbetrag ist ein Steuerfreibetrag, der von der Lohnsteuer abgezogen wird, wenn man über dem 64. Lebensjahr noch Arbeitslohn bezieht. Der Altersentlastungsbetrag wird zusätzlich zu anderen Freibeträgen gewährt.

Altersentlastungsbetrag Übersicht

Wie hoch ist der Altersentlastungsbetrag? Im Jahr 2018 liegt der Altersentlastungsbetrag bei 912 Euro pro Person. Bezugsberechtigt sind Personen, die nach Vollendung ihres 64. Lebensjahres einen Arbeitslohn beziehen.

JahrFreibetrag in Euro
2018912 Euro
2017988 Euro
20161.064 Euro
  • Der Altersentlastungsbetrag wird zusätzlich zu anderen Freibeträgen gewährt und entlastet damit den Steuerzahler. Hier lässt sich genau berechnen, wie hoch das zu versteuernde Einkommen abzüglich des Altersentlastungsbetrags ist.
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Altersentlastungsbetrag berechnen

Altersentlastungsbetrag Voraussetzungen

Der Altersentlastungsbetrag steht Steuerzahlern zu, wenn sie vor Beginn des Kalenderjahres, für welches das zu versteuernde Einkommen über die Steuererklärung ermittelt wird, das 64. Lebensjahr vollendet haben.

Da Beamte einen Versorgungsfreibetrag haben und Leibrenten lediglich nach einem Ertragsanteil besteuert werden, hätten Arbeitnehmer, die nach ihrem 64. Lebensjahr Einkünfte über einen regulären Arbeitslohn beziehen, ohne Freibetrag steuerliche Nachteile.

Altersentlastungsbetrag für Rentner

Kann man als Rentner den Altersentlastungsbetrag in Anspruch nehmen? Zusätzlich zur Rente kann der Steuerfreibetrag zum Arbeitslohn in Anspruch genommen werden. Die Einkünfte bei einem Rentner können unterschiedlich sein. Zu den Einkünften bei einem Rentner, bei denen trotzdem der Altersentlastungsbetrag gewährt wird, gehören beispielsweise:

  • Kapitalvermögen
  • Selbständigkeit
  • Vermietung
  • Die rechtliche Grundlage für den Altersentlastungsbetrag bildet § 24a EStG. Ziel ist es, eine gerechte Besteuerung der Einkünfte im Alter zu ermöglichen.

Altersentlastungsbetrag: Häufig gestellte Fragen

Außer der Abgabe der Steuererklärung ist hierfür nichts notwendig. Der Freibetrag wird automatisch abgezogen - das heißt die eigenen Einkünfte werden entsprechend reduziert.

  • Einzige Ausnahme: Bei zusammenveranlagten Paaren muss der Freibetrag für jeden Ehepartner einzeln vermerkt werden.

 

Da eine volle Steuerpflicht für Versorgungsbezüge und Renten bis 2040 eingeführt wird, schmilzt dieser Freibetrag schrittweise in einem Tempo von 1,6 Prozent (ab 2020: 0,8 Prozent) pro Jahr komplett bis zum Stichjahr ab.

Bemessungsgrundlagen für diesen sind der Brutto-Arbeitslohn sowie die positive Summe der nicht arbeitsbezogenen Einkünfte (unter Ausblendung der Leibrenten). Wird dabei der zulässige Höchstbetrag überschritten, greift ein Fangseil und der Freibetrag zur Einkommensteuer bleibt hier gedeckelt.

Einzelnachweise


Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz


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