Wer erfolgreich die Ausbildung oder das Studium abgeschlossen hat, kann sich darauf konzentrieren, mit der Karriereplanung zu beginnen.

Es zahlt sich jedoch aus, hier auch die Steuererklärung im Auge zu behalten. Denn Berufsanfänger können ganz unterschiedliche Kosten in der Steuererklärung unterbringen.

Wie wird beispielsweise die Ausbildung berücksichtigt? Was macht man mit Umzugskosten? Oder rechnet sich die Zweitwohnung?

Als Berufsanfänger Steuern sparen

Als Berufsanfänger profitiert man an ganz unterschiedlichen Stellen von Start ins Arbeitsleben.

  • Die Kosten einer Erstausbildung (wie Studium oder Berufsausbildung) lassen sich in Form der Sonderausgaben in der Steuererklärung unterbringen. Allerdings ist dieser Posten auf 6.000 Euro begrenzt.

Mehr Spielraum haben Berufsanfänger, die sich gleich nach dem Bachelor für den Master entschieden haben oder Beschäftigte, die ein Zweitstudium an die erste Ausbildung hängen. Hier sind die Aufwendungen als Werbungskosten in der Steuererklärung abzugsfähig – ohne Deckelung.

  • Für Studenten lohnt es sich, eine Steuererklärung zu machen. Hier gibt es alle Informationen zu, Thema Steuerrückzahlungen an Studenten.
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Bewerbungskosten in der Steuererklärung

Wer sich als Berufsanfänger bewirbt, braucht Geduld und Geld. Schließlich gibt es Bewerbungsfotos, Mappen und Porto nicht umsonst. Diese Aufwendungen sind als vorab entstandene Werbungskosten ein Fall für Steuererklärung – etwa wenn es sich um:

  • die schriftliche Bewerbung
  • Inserate/ kostenpflichtige Jobgesuche
  • Korrespondenzen
  • Assessment-Center-Training usw.

handelt. Für die Fahrten zum Vorstellungsgespräch gelten ebenfalls Regeln bezüglich der steuerlichen Absetzbarkeit, wie zum Beispiel die 30-Cent-Regel oder Verpflegungssätze für die Abwesenheit vom Wohnsitz.

Umzug oder Zweitwohnsitz als Berufsanfänger absetzen

Heutzutage erhalten Berufseinsteiger Jobangebote aus ganz Deutschland oder bewerben sich deutschlandweit auf offene Stellen. Berufseinsteiger sollten also durchaus auch geografisch eine gewisse Flexibilität mitbringen.

Ist die Entfernung so groß, dass eine Heimfahrt unmöglich wird, stellt sich folgende Frage, ob ein Umzug oder eine Zweitwohnung günstiger ist.

Letzteres kommt in Frage, wenn der Lebensmittelpunkt nicht verlegt werden soll. In der Steuererklärung können dann:

  • Mietkosten
  • Verpflegungsaufwendungen oder
  • Fahrtkosten

auftauchen.

  • Sofern ein Umzug beruflich veranlasst ist, können neben dem Makler und Reisekosten auch Aufwendungen für den Transport der Umzugsgüter oder diverse Anschaffungen geltend gemacht werden.

Wer als Berufsanfänger neben der neuen Wohnung noch diverse Arbeitsmittel anzuschaffen hat, kann diese wiederum steuerlich geltend machen. Da Arbeitsmittel der Einkommenssicherung dienen, sind sie im Steuerrecht den Werbungskosten zugeordnet.


Einzelnachweise

  1. Bundesfinanzministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz (EStG) §10 
  2. Bundesfinanzministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz (EStG) §9
  3. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: § 10d Verlustabzug
  4. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: § 8d Fortführungsgebundener Verlustvortrag
  5. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 13.1.2015, Aktenzeichen IX R 22/14: Verlustvortrag sieben Jahre rückwirkend eintragen lassen

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