Die wichtigsten Fakten

  • Der Übungsleiterfreibetrag gilt für alle, die sich gemeinnützig, mildtätig oder kirchlich engagieren.
  • Er gilt nur für eine nebenberufliche Tätigkeit.
  • Im Rahmen des Übungsleiterfreibetrags können 2.400 Euro geltend gemacht werden.
  • Arbeitnehmer brauchen dafür die Anlage N, Selbstständige die Anlage S.

Zehn-wichtige-Steuerfreibetraege

Übungsleiterfreibetrag - Höhe und Voraussetzungen

Beim Übungsleiterfreibetrag kommt es nicht darauf an, ob man diesen als Arbeitnehmer oder als Selbstständiger in Anspruch nimmt.

Hier muss nur für die Steuererklärung unterschieden werden, denn wer als Selbstständiger den Übungsleiterfreibetrag nutzen will, benötigt die Anlage S (Zeilen 9 und 36). Ein Arbeitnehmer dagegen braucht die Anlage N (Zeile 26.) Übersteigen die erhaltenen Zahlungen den Freibetrag, ist die Differenz ebenfalls in der Anlage N in der Zeile 20 anzugeben.

Der Gesetzgeber räumt Vereinen gewisse Privilegien ein. Davon profitieren auch Personen, die sich hier engagieren, zum Beispiel als Dozent, Übungsleiter oder Betreuer.

Bevor man allerdings eine entsprechende Stelle antritt, sollte sich jeder über Rahmenbedingungen genau informieren, da steuerlich nicht nur die Höhe der Jahresvergütung, sondern auch der Tätigkeitsbereich zählt.

  • Der Übungsleiterfreibetrag beträgt 2.400 Euro. Bis zu dieser Grenze sind Einkünfte, die aus der Tätigkeit erzielt werden nicht nur steuerfrei, sondern es fallen auch keine Sozialabgaben an.

Laut § 3 Nr. 26 Einkommensteuergesetz (EStG) gilt der Übungsleiterfreibetrag für:

  • Übungsleitern
  • Ausbildern
  • Erziehern
  • Betreuern und
  • Künstlern

Die Bedingung ist allerdings, dass die Tätigkeit für eine gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Körperschaft stattfindet. Darüber hinaus darf es sich nur um eine nebenberufliche Tätigkeit handeln.

Dies ist dann der Fall, wenn ein zeitlicher Umfang von einem Drittel eines vergleichbaren Vollerwerbs durch die Tätigkeit als Übungsleiter nicht überschritten wird.

Es spielt an dieser Stelle keine Rolle, ob der Übungsleiterfreibetrag parallel zu einem Hauptberuf in Anspruch genommen werden soll oder der Übungsleiter keinem anderen Erwerb nachgeht. Auch eine inhaltliche Überschneidung mit dem Hauptberuf ist durchaus möglich.

  • Sofern mehrere nebenberufliche Tätigkeiten mit erheblicher inhaltlicher Nähe zueinander ausgeübt werden, kann deren Zusammenfassung drohen. Im schlimmsten Fall entfällt das Privileg, den Übungsleiterfreibetrag in Anspruch nehmen zu können.

Einzelnachweise


Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Übungsleiterfreibetrag (§ 3 Einkommensteuergesetz, Nr. 26)


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