Der Behindertenpauschbetrag beträgt bis zu 2.840 Euro. Die Höhe von diesem Steuerfreibetrag ist vom Grad der Behinderung abhängig.
In der Steuererklärung muss der Behindertenpauschbetrag unter den außergewöhnlichen Belastungen eingetragen werden.

Behindertenpauschbetrag 2021

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Durch den zusätzlichen Bedarf an beispielsweise Medikamenten bei einer Behinderung, wurde der Pauschbeträg für Behinderte eingeführt. Grundsätzlich besteht nach § 33b EStG (Einkommenssteuergesetz) ein Anspruch auf den Pauschbetrag für Behinderte wenn:

  • der Grad der Behinderung (GdB) bei mindestens 50 liegt
  • oder wenn bei einem niedrigeren GdB von 25 Behindertenrenten bezogen werden.
  • Der zweite Anspruchsgrund kann auch eintreten, wenn die Beweglichkeit der Betroffenen auf Dauer beschädigt ist bzw. die Behinderung ihren Ursprung in einer Berufskrankheit hat.
Grad der BehinderungHöhe des Behindertenpauschbetrags
20384 Euro
30620 Euro
von 35 und 40860 Euro
von 45 und 501.140 Euro
von 55 und 601.440 Euro
von 65 und 701.780 Euro
von 75 und 802.120 Euro
von 85 und 902.460 Euro
von 95 und 1002.840 Euro
  • Je nach Grad der Behinderung, kann ein anderer Behindertenpauschbetrag geltend gemacht werden. Jetzt auf einen Blick den Pauschbetrag für Behinderte berechnen
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Behindertenpauschbetrag berechnen.

Behindertenpauschbetrag Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für den Behindertenfreibetrag sind die Feststellung der Behinderung durch ein ärztliches Gutachten. Dabei wird durch den Arzt ein Grad der Behinderung festgelegt. Neben einem bestimmten Behinderungsgrad gibt es weitere Bestimmungen und Besonderheiten rund um den Steuerfreibetrag in der Steuerlast bei einer Behinderung.

  • Eine Kur oder eine Haushaltshilfe können als außergewöhnliche Belastung zusätzlich abgesetzt werden.
  • Wer blind ist, erhält einen erhöhten Behindertenfreibetrag von 7.400 Euro.
  • Ein Kind mit Behinderung erhält ebenfalls den Behindertenpauschbetrag, der auch auf die Eltern übertragbar ist.
  • Auch Fahrtkosten können unter gewissen Voraussetzungen als Werbungskosten abgesetzt werden.
  • Sind die tatsächlichen Belastungen deutlich höher als der jeweils geltende Behindertenpauschbetrag, kann stattdessen der Abzug über die außergewöhnlichen Belastungen in Erwägung gezogen werden. In diesem Zusammenhang muss aber erst die nach § 33 Abs. 3 EStG geltende Grenze der Zumutbarkeit überschritten werden.

Behindertenpauschbetrag beantragen

Der Behindertenpauschbetrag wird als Steuerfreibetrag nicht automatisch gewährt, so wie das beim Grundfreibetrag der Fall ist. Steuerlich geltend gemacht kann der Antrag beim Finanzamt beim jährlichen Lohnsteuerjahresausgleich unter dem Punkt "Außergewöhnliche Belastungen".

  • Auch rückwirkend für ein Jahr kann der gesamte Behindertenpauschbetrag geltend gemacht werden, auch wenn eine Behinderung erst verzögert im Kalenderjahr aufgetreten ist.

Einzelnachweise


Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Behindertenpauschbetrag (§33, Absatz 3, Einkommensteuergesetz)


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