Der Behindertenpauschbetrag beträgt bis zu 1.420 Euro. Die Höhe von diesem Steuerfreibetrag ist vom Grad der Behinderung abhängig.
In der Steuererklärung muss der Behindertenpauschbetrag unter den außergewöhnlichen Belastungen eingetragen werden.

Behindertenpauschbetrag 2018

Durch den zusätzlichen Bedarf an beispielsweise Medikamenten bei einer Behinderung, wurde der Pauschbeträg für Behinderte eingeführt. Grundsätzlich besteht nach § 33b EStG (Einkommenssteuergesetz) ein Anspruch auf den Pauschbetrag für Behinderte wenn:

  • der Grad der Behinderung (GdB) bei mindestens 50 liegt
  • oder wenn bei einem niedrigeren GdB von 25 Behindertenrenten bezogen werden.
  • Der zweite Anspruchsgrund kann auch eintreten, wenn die Beweglichkeit der Betroffenen auf Dauer beschädigt ist bzw. die Behinderung ihren Ursprung in einer Berufskrankheit hat.
Grad der BehinderungHöhe des Behindertenpauschbetrags
von 25 und 30310 Euro
von 35 und 40430 Euro
von 45 und 50570 Euro
von 55 und 60720 Euro
von 65 und 70890 Euro
von 75 und 801.060 Euro
von 85 und 901.230 Euro
von 95 und 1001.420 Euro
  • Je nach Grad der Behinderung, kann ein anderer Behindertenpauschbetrag geltend gemacht werden. Jetzt auf einen Blick den Pauschbetrag für Behinderte berechnen
Pfeil

Behindertenpauschbetrag berechnen.

Behindertenpauschbetrag Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für den Behindertenfreibetrag sind die Feststellung der Behinderung durch ein ärztliches Gutachten. Dabei wird durch den Arzt ein Grad der Behinderung festgelegt. Neben einem bestimmten Behinderungsgrad gibt es weitere Bestimmungen und Besonderheiten rund um den Steuerfreibetrag in der Steuerlast bei einer Behinderung.

  • Eine Kur oder eine Haushaltshilfe können als außergewöhnliche Belastung zusätzlich abgesetzt werden.
  • Wer blind ist, erhält einen erhöhten Behindertenfreibetrag von 3.700 Euro.
  • Ein Kind mit Behinderung erhält ebenfalls den Behindertenpauschbetrag, der auch auf die Eltern übertragbar ist.
  • Auch Fahrtkosten können unter gewissen Voraussetzungen als Werbungskosten abgesetzt werden.
  • Der Behindertenfreibetrag kann bei der Steuererklärung geltend gemacht werden. Wie hoch der Freibetrag ist, kann hier berechnet werden.
Pfeil

Behindertenfreibetrag berechnen.

  • Sind die tatsächlichen Belastungen deutlich höher als der jeweils geltende Behindertenpauschbetrag, kann stattdessen der Abzug über die außergewöhnlichen Belastungen in Erwägung gezogen werden. In diesem Zusammenhang muss aber erst die nach § 33 Abs. 3 EStG geltende Grenze der Zumutbarkeit überschritten werden.

Behindertenpauschbetrag beantragen

Der Behindertenpauschbetrag wird als Steuerfreibetrag nicht automatisch gewährt, so wie das beim Grundfreibetrag der Fall ist. Steuerlich geltend gemacht kann der Antrag beim Finanzamt beim jährlichen Lohnsteuerjahresausgleich unter dem Punkt "Außergewöhnliche Belastungen".

  • Auch rückwirkend für ein Jahr kann der gesamte Behindertenpauschbetrag geltend gemacht werden, auch wenn eine Behinderung erst verzögert im Kalenderjahr aufgetreten ist.

Einzelnachweise


Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Behindertenpauschbetrag (§33, Absatz 3, Einkommensteuergesetz)


Das könnte Sie auch interessieren