Arbeitslosenversicherung

Da die Arbeitslosenversicherung Teil der Sozialversicherung ist, werden auch ihre Beiträge nicht auf jeden Bruttolohnbetrag in unbegrenzter Höhe erhoben, sondern unterliegen über eine Beitragsbemessungsgrenze einer Kappung.

Der Wert der Rechengröße folgt dabei dem rentenversicherungsrechtlichen Wert.

Die Leistung der Arbeitslosenversicherung ist das Arbeitslosengeld. Auch das Arbeitslosengeld unterliegt der Kappung.

Beitragsbemessungsgrenze in der Arbeitslosenversicherung: Fakten

Schon 1927 wurde in Deutschland die Arbeitslosenversicherung eingeführt. Dieser Zweig der Sozialversicherung zählt damit zu den klassischen Sparten der sozialen Sicherung.

Seit 2006 gibt es die Möglichkeit einer teilweisen freiwilligen Versicherung. Wichtig ist, dass die Werte für die Beitragsbemessungsgrenze den Werten der allgemeinen Rentenversicherung folgen.

Dies gilt im Übrigen auch für Arbeitnehmer in knappschaftlichen Betrieben, die hinsichtlich der Rentenversicherung eigene Werte bestimmen.

Außerdem ist zu beachten, dass die Deckelung der Beitragshöhe auch die Leistung - also das Arbeitslosengeld selbst deckelt - weil sich dieses nach der Höhe des beitragspflichtigen Entgelts bemisst.

Damit zeigt die Beitrags- und Leistungsdeckelung in der Arbeitslosenversicherung die ursprüngliche Systematik der Beitragsbegrenzung und den Sinn von Beitragsbemessungen in der Sozialversicherung auf, die zunächst etwa auch für die Krankenversicherung galt.

In den 1920er Jahren herrschte der Grundsatz, dass der Höhe der eingezahlten Beiträge entsprechende Leistungen gegenüberstehen sollten.

Beim Arbeitslosengeld gilt dies noch heute, während zum Beispiel im Bereich der Krankenversicherung systematisch eher eine Umschichtung von Gut-Verdienern zu schlechter Verdienenden vorgenommen wird - Ausfluss eines Prinzips der sozialen Gerechtigkeit.


Beitragsbemessungsgrenze - Geltende Werte für 2014

BBMG AV WestBBMG AV Ost
71.400 EUR60.000 EUR

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