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In der Wirtschaft geht es auf und ab. Was an der Börse lediglich durch Kursbewegungen wahrgenommen wird, hat für Beschäftigte mitunter ungeahnte Folgen – in Form der Arbeitslosigkeit. Betrieblich, wegen Krankheit oder verhaltensbedingt - es kommt immer wieder zu Kündigungen.

Das Arbeitslosengeld I deckt den Einkommensausfall nur teilweise ab. Als Lösung offerieren Versicherer die private Arbeitslosenversicherung. Wie sinnvoll ist deren Abschluss? An welche Bedingungen ist die Versicherung geknüpft?

Arbeitslosenversicherung – den Lebensstandard sichern

Eine private Arbeitslosenversicherung verfolgt relativ klar umrissene Ziele. Der Versicherte wird in die Lage versetzt, bei Arbeitslosigkeit die Leistungen aus der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung aufzustocken. Seitens der Versicherungsbranche wird die private Arbeitslosenversicherung so angelegt, dass sie zwar eine frei wählbare Geldleistung zusichert – allerdings nur bis zur Höhe des Nettogehalts.

Damit kann der Versicherte seinen Lebensstandard erhalten und muss keinen Einkommensverlust fürchten. Im ersten Moment eine durchaus sinnvolle Option. Zeigt doch schon eine Beispielrechnung, dass bei einem Brutto von 1.500 Euro nur rund 722 Euro Arbeitslosengeld übrig bleiben.

Private Arbeitslosenversicherung – die Schwächen

Eine private Arbeitslosenversicherung verspricht finanzielle Sicherheit, wenn sie dringend gebraucht wird. Das Problem: Wie belastbar der Schutz ihrer Versicherung ist, erkennen viele Betroffene erst im Fall der Arbeitslosigkeit.

Ein Minuspunkt betrifft Verträge, die Leistungsansprüche von der Art der Kündigung abhängig machen. Eine betriebsbedingte Kündigung kommt zwar häufig vor – ist aber eben nur ein Kündigungsgrund.

Darüber hinaus ist ein Versicherungsschutz kritisch zu hinterfragen, der mit mehrmonatigen Wartezeiten je Leistungsfall arbeitet – und Auszahlungen an die Bezugsdauer von ALG I koppelt.

Was kostet der Schutz gegen Arbeitslosigkeit

Versicherer, die eine private Arbeitslosenversicherung anbieten, machen die Beitragshöhe wesentlich von der Höhe des Zuschusses abhängig.

Je größer die Leistung, umso teurer die Versicherung. Monatsprämien zwischen 15 bis 20 Euro sollte man durchaus erwarten.

Es stellt sich damit die Frage, für wen sich der Schutz besonders eignet? Familien, die Angst vor finanziellen Einbußen haben, sind sicher eine Zielgruppe der privaten Arbeitslosenversicherung.

Die Prämien sind – gerade in den unteren Einkommenssegmenten – eine deutliche Belastung. Damit dürfte die Versicherung eher für mittlere bis höhere Einkommen von Interesse sein.

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