auslandskrankenversicherung

Im Urlaub will man die Seele baumeln lassen. Durchfallerkrankungen, Beinbrüche oder Infekte sorgen dafür, dass aus der Reiselust schnell frustrierende Ferien werden. Umso größer der Ärger, wenn behandelnde Ärzte dann hohe Rechnungen präsentieren.

Leider machen sich zu wenig Reisende Gedanken um das Thema Krankheit im Urlaub. Dabei stehen Singles wie Familien vor den gleichen Problemen. Und eine Auslandskrankenversicherung kostet heute nur wenige Euro.

Krank im Ausland – eine Kostenfalle

In Deutschland geht man einfach zum Arzt und lässt sich behandeln. Für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen hat sich der Fall damit erledigt.

Fragen der Abrechnung klären Arzt und Kasse unter sich. Das Problem: Laut § 16 SGB V ruht der Anspruch auf Leistungen gegen eine gesetzliche Krankenkasse, sobald sich der Versicherte ins Ausland begibt.

Wer im Urlaub am Mittelmeer oder in der Karibik krank wird, kann sich also nicht auf seine Krankenversicherung verlassen? Ganz so dramatisch ist die Situation nicht in allen Ländern.

Hintergrund: Aufgrund von Sozialabkommen haben die Versicherten der GKV Anspruch auf eine Behandlung nach den Standards der im Reiseland geltenden gesetzlichen Absicherung.

Dies trifft beispielsweise zu auf:

  • Island
  • Lichtenstein
  • Norwegen und
  • die Schweiz

Gesetzlich versichert – was passiert bei Krankheit im Ausland?

Durch Vorlage der „Europäischen Krankenversicherungskarte“ (EHIC, auf der Rückseite der Krankenversicherungskarte) hat man beispielsweise innerhalb der EU Anspruch auf eine entsprechende Behandlung.

Alternativ kann die Rechnung beim Behandler bezahlt werden, eine Abrechnung mit der Kasse erfolgt nach Rückkehr aus dem Urlaub.

Allerdings übernimmt die GKV nur jene Leistungen, welche der Behandlung im Inland entsprechen. Außerhalb der EU bzw. Staaten mit Sozialabkommen ist die gesetzliche Krankenversicherung weitgehend wirkungslos.

Einem gesetzlich Versicherten drohen hohe Kosten, da Ärzte hier nicht selten nach den Privattarifen abrechnen. Welche Versicherung fängt dieses Risiko auf? Selbst im Verbraucherschutz wird vor diesem Hintergrund regelmäßig auf die Auslandskrankenversicherung verwiesen.

Auslandskrankenversicherung – die Versicherung für den Urlaub

Kern der Auslandskrankenversicherung ist eine Abdeckung der Lücke im Krankheitskostenschutz. Die Versicherung übernimmt häufig nicht nur die reinen Behandlungskosten.

  • Such- und Bergungskosten
  • Aufwendungen für den medizinischen Rücktransport
  • Notfallbetreuung für minderjährige Kinder

können zu den Versicherungsleistungen gehören.

  • Beim Thema Auslandskrankenversicherung ist unbedingt auf den Umfang der Zahnbehandlung zu beachten. Hier wird im Regelfall nur eine schmerzstillende Behandlung sowie provisorischer Zahnersatz versichert.

Gerade Familien müssen zudem weiteren Punkten ihre Aufmerksamkeit schenken. Ist im Tarif ein Rooming-in mitversichert, wenn das Kind im Ausland ins Krankenhaus muss?

Wie sieht der Schutz bei Schwangerschaft aus – wenn es etwa zu einer Frühgeburt kommt? Ein weiterer Aspekt muss unbedingt im Auge behalten werden: Der zeitliche Geltungsbereich der Versicherung.

Tarife im Bereich der Auslandskrankenversicherung schützen nur über einen begrenzten Zeitraum – oft zwischen drei bis sechs Wochen. Sind längere Aufenthalte geplant, wird eine spezielle Versicherung zum Schutz gegen Krankheitskosten im Ausland gebraucht.

Übrigens: Familien oder Gruppen müssen nicht für jede mitreisende Person eine separate Versicherung abschließen. Die Gesellschaften mit Auslandskrankenversicherung bieten spezielle Familientarife an, die bei drei bis vier Personen bereits meist deutlich günstiger sind als Einzeltarife.

Im Ausland als Familie unterwegs – Einzel-Auslandskrankenversicherung vs. Versicherung für alle:

TariftypEinzelbeitragGesamt
Beitrag Einzeltarif (3 Personen)8,90 Euro26,70 Euro
Beitrag Familientarif17,80 Euro17,80 Euro

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