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'Normale' Arbeitnehmer haben oft eine Versicherung, die sie absichert, wenn sie einmal berufsunfähig werden. Doch wie ist es bei Beamten, die einmal berufsunfähig werden und ihren Job daher nicht mehr ausüben können?

In diesem Beitrag soll eine mögliche Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte erläutert werden und was dies generell bedeutet.

Definition eines Beamten

Beamte sind Menschen, die beim Staat beschäftigt sind. Sie haben keinen normalen Arbeitgeber in dem Sinne, sondern einen sogenannten Dienstherrn (= Staat). Sie arbeiten also im öffentlichen Dienst und sind beispielsweise Lehrer, Polizisten oder auch bei der Post.

Dienstunfähigkeit bei Beamten

Ein Beamter ist, wenn er seinen Beruf nicht mehr ausführen kann, nicht berufsunfähig, sondern dienstunfähigNormalerweise bekommt eine verbeamtete Person, die dienstunfähig wird, ein sogenanntes Ruhegeld von seinem Dienstherrn, was ihn absichern soll. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn er bereits fünf Jahre in seinem Beruf gearbeitet hat.

Tritt vor Ablauf dieser fünf Jahre eine Dienstunfähigkeit ein, fällt derjenige zurück in die gesetzliche Rentenversicherung - dies bedeutet, dass er dann 'nur' eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente erhalten würde, was für ihn erheblich nachteiliger ist als das Ruhegeld, weil die Auszahlungen hier deutlich geringer sind.

Außerdem kann er dazu aufgefordert werden, eine andere Tätigkeit auszuüben, bevor er dann überhaupt eine Erwerbsminderungsrente erhalten kann.

Um genau diese Versicherungslücke schließen zu können, empfiehlt es sich als Verbeamteter, der aber noch keine fünf Jahre seinen Beruf ausgeübt hat, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

  •  Richtigerweise muss angemerkt werden, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte korrekterweise 'Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte' heißt.

Berufunfähigkeitsversicherung - Sinnvoll für Beamte?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher durchaus sinnvoll. Schließt ein Beamter eine solche Berufsunfähigkeitsversicherung ab, ist es wichtig, dass er in dem Versicherungsvertrag eine Dienstunfähigkeitsklausel mit aufnimmt.

Diese soll bewirken, dass der Beamte nicht nur während der fünf Jahre (sofern er diese noch nicht voll gearbeitet hat) abgesichert ist und nicht auf die gesetzliche Rentenversicherung zurückgreifen muss, sondern auch, dass er, falls er dienstunfähig wird, nicht dazu aufgefordert werden kann, eine andere, ihm zumutbare Tätigkeit auszuüben.

Leider bieten nicht viele Versicherer eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte an, die eine Dienstunfähigkeitsklausel mit einschließt. Aus diesem Grunde sollte sich jemand, der im öffentlichen Dienst arbeiten will, früh genug über solche Versicherungen informieren und somit erst einmal anfragen, welche Versicherer eine solche anbieten.

Grundsätzlich schließt die Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte die fünf-Jahres-Lücke gut und sollte daher ernsthaft in Betracht gezogen werden. Sie lohnt sich.

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