glasversicherung

Großzügige Fensterfronten und Fassadenelemente aus Glas – was lange eher Luxus war, ist inzwischen für viele Eigenheimbesitzer selbstverständlich.

Schließlich geht der Trend immer mehr in Richtung lichtdurchfluteter Wohnräume. Das Problem: Glas ist ein spröder Werkstoff. Unwetterereignisse oder mechanische Gewalt schaden dem Glas.

Und Glasbruch am Gebäude kann teuer werden. Die Glasversicherung fängt den finanziellen Schaden auf. Was kann die Versicherung noch?

Glasbruch – ein teurer Spaß

Wer baut, trägt ein finanzielles Risiko auf seinen Schultern. Und die Last wird dank Baukredit nur allmählich kleiner. Bauherren wissen, wie teuer ein neues Fenster oder die verglaste Eingangstür sein kann. Schnell sind mehrere hundert bis tausend Euro fällig – nur fürs Material.

Bezahlt werden muss aber auch der Arbeitsaufwand fürs Ausbauen des beschädigten Glaselements, Aufräumkosten usw. Sind Gerüste oder Hebebühnen erforderlich, wird das Ganze noch etwas teurer. Und wer ersetzt den teuren Wandspiegel mit drei Meter Seitenlänge?

Eine Glasversicherung (auch als Glasbruchversicherung) greift genau in diesen Momenten den Betroffenen unter die Arme. Deren Versicherungsschutz schließt Glas, welches fest mit einem Gebäude verbunden ist, genauso ein wie Glaselemente innerhalb der Wohnung. Damit kombiniert die Glasversicherung Leistungselemente der Wohngebäude- und Hausratversicherung miteinander.

Glasversicherung: Wann abschließen?

Also ist die Glasbruchversicherung eigentlich überflüssig? Diese Aussage ist nur teilweise richtig. Ein Beispiel: Glasbruch entsteht als Folge eines Hochwassers. Hierbei handelt es sich um einen Elementarschaden, den die Wohngebäudeversicherung nicht deckt.

In der Glasversicherung, die einen entsprechenden Elementarschadensschutz enthält, werden die Folgen dagegen aufgefangen. Eigenheimbesitzer mit großen Glasflächen sollten sich diese Sicherheit durchaus genauer anschauen.

Die Leistungen der Glasbruchversicherung

Was leistet die Versicherung noch? Grundsätzlich erfasst die Glasbruchversicherung Mobiliar- und Gebäudeverglasungen – also:

  • Glaskeramikplatten (z. B. Induktionsfelder)
  • Türen
  • Fenster
  • Balkonverglasungen
  • Wintergärten
  • Verglasungen im Bad
  • und Natursteinplatten

Darüber hinaus kann auch das Aquarium oder ein Terrarium ein Fall für die Versicherung sein. Aber: Nicht jede beschädigte Glasplatte oder Scheibe lässt sich als Leistung der Glasversicherung geltend machen.

Glasversicherung – die Leistungsausschlüsse

In der Versicherung gelten verschiedene Leistungsausschlüsse. Neben bekannten Risiken, wie Krieg und innere Unruhe, bleiben Schäden durch Kernenergie oder Undichtigkeiten außen vor.

Ebenfalls nicht reguliert wird eine Beschädigung, welche nur die Oberfläche betrifft. Muschelbruch, Absplitterungen oder Schrammen sind unästhetisch - in der Regel aber kein Fall für die Versicherung.

Haushalte sollten in jedem Fall prüfen, wie weit der Vertrag jeweils geht. Hintergrund: In Bezug auf die versicherten Schadensbilder unterscheiden sich Grund- und Premiumschutz-Tarife mitunter deutlich – etwa wenn es ums Terrarium geht.

  • Zu den Kosten, welche eine Glasbruchversicherung übernimmt, sollten nicht nur Aufräum- und Abbruchkosten gehören. Mitunter sind provisorische Reparaturen notwendig, eine erschwerte Lieferung verursacht Mehrkosten oder es wird durch den Austausch Mauerwerk in Mitleidenschaft gezogen. Die Versicherung muss auch hier Schutz bieten und die Aufwendungen ersetzen – was nicht in jedem Vertrag tatsächlich der Fall ist.
Nachfolgend sind nochmal die einzelnen Tarife der Glasbruchversicherung mit den jeweiligen Kosten aufgelistet:
TarifKosten ErsatzglasAufräumkostenArbeitsaufwandBegleitkostenAnteil Eigenleistung
Tarif A (ohne Begleitkosten)750 Euro150 Euro275 Euro522 Euro30,7 Prozent
Tarif B (Vollschutz)750 Euro150 Euro275 Euro522 Euro0 Prozent

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