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Einmal nicht aufgepasst und schon wird's teuer. Im Alltag können Missgeschicke schnell Folgen haben, wenn man mit dem Rad am geparkten Oldtimer des Nachbarn hängen bleibt oder der Nachwuchs den Gehweg zur Halfpipe macht.

Glücklicherweise deckt die Haftpflichtversicherung diese Schäden. Wie sieht es aber aus, wenn die Einbauküche der Mietwohnung Schaden nimmt? Oder der Familienhund alle Türrahmen annagt? Im Versicherungswesen spricht man hier von Mietsachschäden.

Mietsachschäden: Wer war's?

Im Hinblick auf die private Haftpflichtversicherung sind Schäden an gemieteten und geleasten Sachen eigentlich ausgeschlossen. Aber: Viele Versicherer heben diese Regel, welche bereits in den Musterbedingungen zur Haftpflichtversicherung zu finden ist, auf. Der Mietsachschaden wird über die besonderen Versicherungsbedingungen bzw. die Risikobeschreibung in viele Tarife aufgenommen.

Allerdings decken die Gesellschaften nicht jeden erdenklichen Schadensfall ab. Schäden durch Hunde sind allgemein in der Haftpflichtversicherung ausgeschlossen – und damit auch Mietsachschäden. Ebenfalls kein Fall für den Versicherer sind jene Ansprüche, die auf Deliktunfähigkeit beruhen.

Kinder gelten per Gesetz bis zum Ende des siebten Lebensjahres als deliktunfähig – und können nicht für einen Schaden haftbar gemacht werden. Damit ist entscheidend, wer den Schaden verursacht hat. Welche besonderen Punkte sind im Zusammenhang zwischen Mietsachschaden und Haftpflicht noch zu beachten?

Haftpflichtversicherung deckt keine Allmählichkeitsschäden

Die Absicherung von Mietsachschäden für privat angemieteten Wohnraum stellt auf den ersten Blick eine komfortable Deckung der Haftpflichttarife dar. Trotzdem darf sich kein Versicherungsnehmer darauf ausruhen.

Wird ein Wasserkocher betrieben, dessen Dampf die Bodenplatte eines darüberliegenden Hängeschranks aufquellen lässt, handelt es sich um einen Allmählichkeitsschaden.

Alles, was durch die Einwirkung von Wasser, Dämpfen, Gasen oder Staub allmählich in Mitleidenschaft gezogen wird, decken die Versicherer leider nicht. Ein weiteres Problem kann die Absicherung von Schäden im Urlaub sein.

Es ist im Vorfeld immer zu prüfen, inwiefern der Versicherungsschutz auch den Schaden im Hotelzimmer deckt – und ob davon auch dessen Mobiliar erfasst wird. Nicht selten fassen die Gesellschaften diesen Schutz separat in eigenen Klauseln für die Haftpflichtversicherung zusammen.

  • Im Zusammenhang mit einem Mietsachschaden gelten oft Summenbegrenzungen. Der Versicherer leistet dann nur in deren Höhe. Schäden, die darüber hinausgehen, muss der Versicherte aus eigenen Mitteln finanzieren.

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