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Deutsche Haushalte sparen aus vielen Gründen. Neben dem Eigenheim und Konsumausgaben ist die Altersvorsorge fast immer ein Thema. In den vergangenen Jahren haben sich gerade hier Veränderungen bemerkbar gemacht.

Die Kapitallebensversicherung hat zwar Boden verloren, beeindruckt aber noch immer durch die große Zahl an Verträgen im Bestand.

Was muss man als Versicherter wissen, wenn es ums Kapitalwahlrecht geht? Wie liegen die Hindernisse, um mit maximalen Vorteilen ins Alter zu starten?

Kapitalwahlrecht – was steckt genau dahinter?

Im Prinzip beruht das Kapitalwahlrecht im Bereich der Kapitallebensversicherung auf einem einfachen Grundprinzip. Der Versicherte hat im Erlebensfall die Freiheit, sich entweder für die Auszahlung der Versicherungssumme in einem Betrag oder deren Verrentung zu entscheiden.

Als Einmalzahlung hat das Kapitalwahlrecht den Vorteil, dass umgehend eine größere Summe zur Verfügung steht – und damit beispielsweise:

  • die Immobilienfinanzierung
  • der barrierefreie Ausbau
  • Reisen oder
  • der Umzug in den sonnigen Süden

gestemmt werden kann.

Der Ruhestand beginnt mit der Kapitallebensversicherung entspannt und ohne große Geldsorgen.

Auf der anderen Seite verspricht die Umwandlung der Versicherungsleistung in eine Leibrente fortwährend finanzielle Sicherheit. Schließlich kann man sich hier jeden Monat über einen Zuschuss zur Altersrente freuen.

Kapitallebensversicherung mit Kapitalwahlrecht – Probleme

Ein Kapitalwahlrecht verspricht Entscheidungsfreiheit. Allerdings sollte man an dieser Stelle berücksichtigen, dass im Zusammenhang mit der Auszahlung einer Kapitallebensversicherung auch steuerrechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Das Problem: Tendiert man in die falsche Richtung, greift das Finanzamt beim Ertragsteil zu. Dies trifft Versicherte unter anderem beim Kapitalwahlrecht, wenn eine Verrentung in Anspruch genommen wird.


Ist die Einmalzahlung immer die bessere Variante? Nicht zwingend. Gerade ab 2005 abgeschlossene Tarife werden selbst im günstigsten Fall immer mit der Hälfte des Ertragsteils der Einkommenssteuer unterworfen. Im Vergleich dazu kann die Verrentung günstiger abschneiden, da sich die Höhe des zu versteuernden Anteils nach dem Alter zu Rentenbeginn richtet.

  • Der Rentenbeginn aus der Kapitallebensversicherung mit Wahlrecht wird auf das 62.Lebensjahr gelegt – der steuerpflichtige Ertragsteil liegt somit bei 21 Prozent. Wartet man noch bis 65, müssen nur noch 18 Prozent des Ertrags versteuert werden.

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