In Deutschland benötigt jedes zugelassene Kraftfahrzeug eine eigene Kfz Versicherung. Bezüglich der Abmeldung eines Fahrzeugs war es bisher üblich, sich bei der zuständigen Zulassungsbehörde eine Abmeldebescheinigung ausstellen zu lassen, die dann gegenüber der Kfz Versicherung als Nachweis für die erfolgte Abmeldung galt.

Aufgrund der zunehmenden Vernetzung zwischen Versicherern und Zulassungsbehörden sowie durch das neu eingeführte eVB – Verfahren (elektronische Versicherungsbestätigung) ist absehbar, dass die Abmeldebescheinigung in naher Zukunft nicht mehr notwendig ist. Bisher wird sie aber zu Nachweiszwecken ausgestellt.

Wer bekommt die Kfz Abmeldebescheinigung?

Eine solche Abmeldebescheinigung wird denjenigen ausgestellt, die ihr bisher angemeldetes Fahrzeug zeitweise außer Betrieb setzen wollen, es verkaufen oder es entsorgen möchten. Nach der Ausstellung legt der Kfz-Halter die Abmeldebescheinigung bei seiner Kfz Versicherung vor.

Um eine Bescheinigung über die Abmeldung des Kraftfahrzeugs zu bekommen, benötigt der Halter folgende Unterlagen:

  • Kfz-Kennzeichen
  • Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I
  • Fahrzeugbrief bzw. Zulassungsbescheinigung Teil II
  • Verwertungsnachweis (wird bei einer Verschrottung benötigt)

Erst danach fällt seine eigene Haftung im Schadensfall weg. Solange er die Bescheinigung nicht hat, kann er nämlich für Schäden, die durch das Kfz verursacht wurden, haftbar gemacht werden, selbst, wenn er das Fahrzeug inzwischen weiterverkauft hat.

  • Aufgrund des Risikos empfehlen Experten, ein Kraftfahrzeug erst dann an einen Käufer weiterzugeben, wenn die Abmeldebescheinigung tatsächlich vorliegt. Andernfalls muss der bisherige Halter für Unfallschäden bzw. Schäden aufgrund von Straftaten, für die ein Kfz verwendet wurde, geradestehen.

Wenn die Abmeldebescheinigung Kfz verlorengeht

Im Fall eines Verlustes kann der Halter zur Zulassungsbehörde gehen und sich eine Kopie der eigentlichen Abmeldebescheinigung aushändigen lassen. Allerdings ist dies durch die eVB eigentlich nicht mehr notwendig. Alle Daten bezüglich An- und Abmeldung sind inzwischen elektronisch gespeichert und werden auch auf diesem Wege an die Versicherungsgesellschaften weitergeleitet.

Wie viel kostet eine Kfz Abmeldebescheinigung?

Die Kosten für die Abmeldung eines Kfz und die Ausstellung einer Abmeldebescheinigung ist mit ungefähr 7 Euro günstig. Diese Gebühr fällt an, wenn man sein Fahrzeug bei der Zulassungsbehörde abmeldet, bei der es auch angemeldet wurde.

Die Abmeldung eines Fahrzeugs, das woanders angemeldet wurde, liegen bei circa 10 Euro.

Die genaue Höhe muss bei der zuständigen Zulassungsbehörde erfragt werden, sie sind nicht überall gleich, sondern abhängig vom Zulassungsbezirk.

Darf ein Kfz mit Abmeldebescheinigung weiter gefahren werden?

Ein durch eine Abmeldebescheinigung abgemeldetes Kraftfahrzeug darf prinzipiell nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen. Hier gilt allerdings die Regel, dass man ein Kfz auch nach seiner offiziellen Abmeldung noch fahren darf, bis der Tag der Abmeldung vorbei ist, also bis 23.59 Uhr.

Bis zu diesem Zeitpunkt ist es erlaubt, das Fahrzeug nach Hause zu fahren, zum Gebrauchtwagenhändler zu befördern oder es zum Schrotthändler zu bringen, wo es in der Schrottpresse entsorgt wird.

Wer mit seinem abgemeldeten Fahrzeug in diesem Zeitraum am Straßenverkehr teilnimmt, der ist verpflichtet, die bereits von der Zulassungsbehörde entwerteten Nummernschilder am Fahrzeug anzubringen.


Quellen

Asmus, Werner: Kraftfahrtversicherung »


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