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Durch Unfall oder Krankheit werden jedes Jahr auch in Deutschland Familien in eine tiefe Krise gestürzt. 2014 ließen allein mehr als 3.300 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben.

Fällt damit der Haupteinkommensträger einer Familie aus, droht der soziale Abstieg. Eine Lebensversicherung kann diesem Risiko entgegenwirken.

In den Verträgen steckt ein Detail, das gern übersehen wird – die Gesundheitsfragen. Warum bauen Versicherer diese ein? Und welche Konsequenzen können falsche Antworten haben?

Lebensversicherung – der Hinterbliebenenschutz

Als Familie muss in vielen Bereichen an die Vorsorge gedacht werden. Gerade dann, wenn ein Elternteil tödlich verunglückt oder einer schweren Krankheit erliegt, mischen sich unter die Trauer auch finanzielle Sorgen. Durch den Abschluss der Lebensversicherung wird zumindest diese Hürde aus dem Weg geräumt.

Der Versicherer zahlt im Ernstfall die Versicherungssumme aus – meist in Höhe von mehreren hunderttausend Euro. Aber: Es passiert im Alltag immer wieder, dass sich die Gesellschaften auf Verletzungen der vorvertraglichen Anzeigepflicht berufen – und die Auszahlung ablehnen. Schuld sind die Fragen nach dem Gesundheitszustand, denen man zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat.

Gesundheitsfragen in der Lebensversicherung

Mit den Gesundheitsfragen prüfen die Versicherer den allgemeinen Gesundheitszustand der Antragsteller. Schließlich hängt das Schadensfallrisiko wesentlich von Vorerkrankungen wie:

  • Diabetes
  • Asthma
  • Kreislaufbeschwerden oder
  • Stoffwechselerkrankungen

ab. Entsprechend genau nehmen es die Gesellschaften mit den Fragen.

Wichtig ist, dass die Fragen möglichst genau formuliert werden und keinen großen Interpretationsspielraum zulassen. Hier wird gern von geschlossenen Gesundheitsfragen gesprochen.

Lebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung – geht das?

Grundsätzlich sind in den letzten Jahren reine Risikoversicherungen ohne Prüfung des Gesundheitszustands vom Markt verschwunden. Damit bleiben Verbrauchern nur wenige Wahlmöglichkeiten – wie die Kapitallebensversicherung. Allerdings werden so Sparen und Risikovorsorge miteinander vermischt, was oft Kritik nach sich zieht.

Zumal Tarife mit entsprechenden Rahmenbedingungen häufig höhere Prämien oder Leistungsbegrenzungen enthalten. Aus Sicht eines jungen und gesunden Antragstellers ist der klassische Risikotarif mit Gesundheitsfragen daher die oft bessere Wahl.

Zu beachten ist, dass falsche Angaben – egal, ob aus Vorsatz oder Versehen – zum Verlust des Versicherungsschutzes und einem Ausfall der Leistung im Schadensfall führen. Die Hinterbliebenen gehen letztlich leer aus.

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