Lebensversicherung Rückkaufswert

Deutsche Sparer halten nach wie vor an der Kapitallebensversicherung fest. Dabei wird nur ein Bruchteil der Verträge bis zum Ende durchgehalten. Das Problem: Die Verträge aus der Lebensversicherung erstrecken sich über Zeiträume, die kein Versicherter überblicken kann.

Die Kündigung wird hier als Rückkauf bezeichnet. Der Versicherer erwirbt vom Versicherten dessen Rechte am Vertrag – und zahlt einen Rückkaufswert.

Wie hoch ist dieser? Wann lohnt sich der Rückkaufswert?

Lebensversicherung – das teure Kündigen

Im Zusammenhang mit der Lebensversicherung hat sich in den letzten Jahren einiges getan – auch beim Thema Rückkaufswert. Beispielsweise hat der Gesetzgeber über die Reform des Versicherungsvertragsgesetzes in § 169 VVG die Zahlung eines Mindestrückkaufswerts vorgesehen.

Aber: Ist es soweit, sind viele Verbraucher enttäuscht, sie haben mit höheren Summen gerechnet. Das Problem am Rückkaufswert einer Lebensversicherung berührt verschiedene Aspekte, wie:

  • Abschlusskosten
  • Überschussbeteiligungen
  • Risikoprämienanteil usw.

Wie sehen die Details zum Rückkaufswert einer Lebensversicherung aus?

Grundsätzlich werden die Prämien in der Kapitallebensversicherung geteilt. Ein Teil fließt ins Sparguthaben, der Rest wird für den Risikoschutz verwendet. Und genau hier droht das erste große Minus.

Gleichzeitig fallen für eine Lebensversicherung Verwaltungs- und Abschlusskosten an. Diese werden aber nicht über die gesamte Laufzeit verteilt. Im Zuge des Zillmerverfahren erfolgt ein Abzug in den ersten Jahren.

Das Ergebnis: Für den Rückkaufswert steht nur begrenzt Kapital zur Verfügung. Und nicht zuletzt gibt der Versicherte durch die Kündigung bzw. den Rückkauf seiner Lebensversicherung Rechte an den Schlussüberschussbeteiligungen auf.

Rückkaufswert: Gibt es Alternativen?

Im Rahmen des Vertragsendes einer Lebensversicherung ist die Erkenntnis bitter, dass man aufs falsche Pferd gesetzt hat. Einerseits ist der Rückkauf oft nur bei höheren zurückgelegten Laufzeiten interessant.

Andererseits kann es durch die Tatsache teuer werden, dass das Finanzamt in Form der Abgeltungssteuer mit ins Boot springt (etwa wenn der Vertrag nicht mindestens zwölf Jahre gehalten wird).

Daher kann eine Option darin bestehen, den Vertrag beitragsfrei zu stellen und einfach das Erreichen der Laufzeit abzuwarten.

Auf der anderen Seite hat sich ein Zweitmarkt für Kapitallebensversicherungen entwickelt, der im Vergleich zum Rückkauf einen finanziellen Vorteil verspricht.

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