In Deutschland existiert die Gefährdungshaftung, was bedeutet, das der Versicherte in bestimmten Schadensfällen selbst bei nachgewiesener Schuldlosigkeit für sämtliche Schäden finanziell geradestehen muss. Das gilt beispielsweise, wenn ein Öltank undicht wird und das Öl in den Boden gelangt.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Pflicht
  2. Kosten

Deshalb kann man als Immobilieneigentümer nicht nur das Gebäude selbst oder den Hausrat mithilfe einer Versicherung schützen, sondern auch den zur Lagerung des Heizbrennstoffs bestimmten Öltank. Hierfür bieten Versicherungsgesellschaften eine eigene Öltankversicherung an.

Ist eine Öltankversicherung Pflicht?

Prinzipiell kann ein Immobilieneigentümer, der seine Immobilie mithilfe von Öl mit Heiz-Energie versorgt frei entscheiden, ob er eine solche Öltankversicherung abschließt oder nicht. Da allerdings die Kosten immens sein können, die bei austretendem Öl verursacht werden, ist es auf jeden Fall sinnvoll, eine solche Öltankversicherung abzuschließen.

Durch sie sind folgende Szenarien abgedeckt:

  • Austritt von Öl durch unsachgemäßes Befallen des Tanks
  • Austritt von Öl durch ein entstandenes Leck im Tank
  • Verseuchung von Erdreich und Grundwasser durch auslaufendes Öl
  • Verunreinigung des Gebäudes durch austretendes Öl

Die Öltankversicherung bzw. eine Gewässerschadenhaftpflicht decken vor allem die oft sehr aufwendigen Maßnahmen zur Beseitigung des ausgetretenen Öls ab. Das schließt etwa die Entfernung des betroffenen Erdreichs und seine Beseitigung als Sondermüll mit ein.

Der Leistungsumfang der Versicherung umfasst vor allem Schäden an Gegenständen (Gebäude, Erdreich) und auch die verlorene Menge an Öl wird meist ersetzt. Nicht mit eingeschlossen sind aber Personenschäden, also etwaige Erkrankungen.

  • Bei verunreinigtem Grundwasser und der daraus resultierenden Erkrankung von Personen werden deshalb von der Versicherung Behandlungskosten sowie gefordertes Schmerzensgeld nicht übernommen.

Kosten für eine Öltankversicherung

Bei der Höhe der Versicherungsbeiträge kommt es vor allem darauf an, ob die Öltankversicherung für einen oberirdischen oder unterirdischen Öltank gedacht ist. Für einen unter der Erde gelegenen Tank muss man normalerweise höhere Beiträge zahlen, da auslaufendes Öl nicht sofort entdeckt wird, wodurch meist größere Schäden entstehen.

Neben der Position des Öltanks spielt bei der Öltankversicherung auch die Versicherungssumme eine Rolle, wenn es um die Höhe der Versicherungsprämien geht. Je höher diese liegt, desto kostenintensiver die Versicherung.


Quellen

Siepe, Werner: Immobilienfinanzierung: - Die richtige Strategie für Selbstnutzer und Kapitalanleger »


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