Rechtsschutzversicherung Strafrecht

Die Rechtsschutzversicherung für das Strafrecht bildet einen Bestandteil verschiedener Rechtsschutzversicherungen und kann zum Beispiel in den Privat-, Firmen- oder auch Verkehrsrechtsschutz eingebunden werden.

Der Standard-Rechtsschutz wird dadurch optimal gegen finanzielle Schäden aus gerichtlichen Auseinandersetzungen in Bezug auf fahrlässig begangene strafbare Angelegenheiten erweitert. Für besondere strafrechtliche Vergehen (z. B. bei Vorsatz) kommt der Spezial-Straf-Rechtsschutz zur Anwendung.

Die Leistungen der Rechtsschutzversicherung im Strafrecht

Zwar deckt die gewöhnliche Rechtsschutzversicherung auch die Kosten für Gerichtsverfahren ab, allerdings greift sie nicht, wenn dem Versicherungsnehmer eine vorsätzliche Straftat vorgeworfen wird. So werden beim Rechtsschutz im Strafrecht Kosten auch dann übernommen, wenn eine Tat fahrlässig begangen wird.

Ist die Straftat jedoch ausschließlich vorsätzlich begangen wurden und dies per Gerichtsurteil festgehalten, ist der Versicherungsnehmer zur Rückzahlung sämtlicher Kosten an den Versicherer verpflichtet.

Im Rahmen des Versicherungsumfangs zahlt das Versicherungsunternehmen verschiedenste Kosten, die in einem Strafverfahren anfallen.

Hierzu gehören unter anderem:
  • Anwaltsgebühren
  • Gutachter- und Sachverständigenkosten
  • Kosten der Nebenklage
  • Zeugengelder

Auch die allgemeinen Gerichtskosten, die sich nach dem Gegenstandswert richten und somit zum Teil sehr hoch sein können, werden durch die Rechtsschutzversicherung übernommen. Im Leistungsumfang sind außerdem Kosten für Fahrten zum Gerichtstermin enthalten.

Solange vom Gericht kein Urteil über Vorsätzlichkeit ausgesprochen und bestätigt wird, werden die Kosten von der Versicherung übernommen. Kommt es hingegen zu einem Freispruch, werden die Vorwürfe nicht von der Versicherung überprüft und die Kosten garantiert übernommen.

Was wird von der Rechtsschutzversicherung im Strafrecht abgedeckt?

Das Strafrecht selbst ist sehr umfangreich, weshalb es eine Vielzahl möglicher Fälle gibt, die von der Rechtsschutzversicherung übernommen werden.

Ein sehr häufiger Vorwurf ist die fahrlässige Körperverletzung (z. B. Unfall zwischen Radfahrer und Fußgänger aufgrund von Unachtsamkeit).

In das Strafrecht fallen auch Tatbestände, die sich auf das Betäubungsmittel- oder Waffengesetz beziehen.

Nicht versichert sind folgende Vorwürfe aus dem Strafrecht:
  • Beleidigungen
  • Diebstahl und Raub
  • Körperverletzung mit Vorsatz sowie schwere und gefährliche Körperverletzung
  • Nachstellung
  • Nötigung
  • Totschlag
  • Mord

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