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Finanzierungsgeschäfte sind heute für viele Haushalte längst zur Normalität geworden. Hier eine neue Küche, da ein Fernseher oder der PC für den Nachwuchs – der Kauf auf Raten ist inzwischen weit verbreitet.

Aber auch größere Anschaffungen wie das Auto werden mithilfe von Banken finanziert.

Ein Begriff taucht in den Unterlagen immer wieder auf – die RSV. Was steckt dahinter? Das Kürzel RSV steht für Restschuldversicherung – ein mitunter teurer Spaß.

Was deckt die Restschuldversicherung ab?

Eine Restschuldversicherung oder Restkreditversicherung ist ein Versicherungskonstrukt, welches den Versicherungsnehmer als Finanzierungskunden vor finanzieller Unbill schützen soll.

  • Das neue Auto wird finanziert – und ein Jahr nach Abschluss des Kreditvertrags tritt man den Weg in die Arbeitslosigkeit an.

Genau in diesem Moment würde durch die Restschuldversicherung das Zahlen fälliger Raten übernommen. Neben Arbeitslosigkeit gehören zu den Anspruchsgründen gegen die Restschuldversicherung auch:

  • Tod
  • Arbeitsunfähigkeit oder
  • Scheidung.

Auf den ersten Blick für den Kreditnehmer eine durchaus attraktive Gelegenheit, bei Abschluss des Kreditvertrags die Restkreditversicherung gleich mit abzuschließen. Aus Sicht der meisten Verbraucherexperten sollte man damit aber warten.

Restschuldversicherungen sind mitunter teuer

Für Banken verspricht die Restkreditabsicherung nicht nur Sicherheit im Zusammenhang mit der Darlehenstilgung. Es ist dank Provisionen ein lohnendes Zusatzgeschäft.

Verbraucher sollten sich die Angebote sehr genau ansehen, da angebotene Restschuldversicherungen schnell teuer werden können und die Preisspanne im Vergleich zu frei am Markt erhältlichen Lebensversicherungen mit fallender Versicherungssumme erheblich ist.

Darüber hinaus muss dem Versicherungsnehmer eines klar sein: In vielen Fällen sind die Restschuldversicherung und der Kredit zwei Paar Schuhe, die getrennt voneinander abgeschlossen werden.

Häufig besteht keine Verpflichtung, den Kreditbetrag abzusichern. Dies gilt besonders für Darlehen, die auf andere Weise besichert werden können – etwa wenn bereits eine Lebensversicherung vorhanden ist.

Arbeitslosigkeit und Leistungsausschlüsse

Die Restkreditversicherung schützt bei Arbeitslosigkeit. Leider stimmt diese Aussage nur zum Teil. Liest man die Bedingungen zur Restschuldversicherung genau, ist hier oft von unverschuldeter Arbeitslosigkeit die Rede. Was ist aber mit der Kündigung oder einem verhaltensbedingten Ende des Arbeitsverhältnisses?

  • Noch ein Punkt ist zu beachten: Versicherer schränken die Ratenzahlung nicht selten auf zwölf bis 18 Monate ein. Anschließend ist auch bei Arbeitslosigkeit wieder der Kreditnehmer gefordert.

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