Betriebshaftpflichtversicherung Steuer

Eine Risikolebensversicherung sorgt finanziell für die Hinterbliebenen, wenn der Versicherte plötzlich aus dem Leben gerissen wird.

Beispiel: In einer Familie verstirbt der Haupteinkommensträger durch einen Tumor. In die Trauer mischt sich eine bange Frage: Wie geht es finanziell weiter?

Durch den Abschluss einer Lebensversicherung sorgen aber nicht nur Familien vor. Personen, die wirtschaftlich voneinander abhängen, geben sich auf diese Weise gegenseitig Sicherheit.

Steuer – wie steht die Risikolebensversicherung da?

Beim Abschluss des Hinterbliebenenschutzes macht man sich selten hinsichtlich steuerrechtlicher Fragen Gedanken. Allerdings lohnt sich gerade im Hinblick auf die Risikolebensversicherung ein wenig Vorbereitung.

Hintergrund: Sowohl in der Beitragszahlungsphase als auch im Fall einer Auszahlung der Versicherungsleistung kann der Vertrag in der Steuer an Bedeutung gewinnen.

Die Risikolebensversicherung in der Beitragszahlungsphase

Da die Risikolebensversicherer in ihren Tarifen ausschließlich eine Leistung bei Todesfall vorsehen, dienen die Verträge zu 100 Prozent der Risikovorsorge.

Ein wichtiger Punkt, der sich für den Versicherten als Beitragszahler in der Steuer auszahlen kann. Hintergrund: Laut § 10 Abs.1 Ziffer 3a EStG (Einkommenssteuergesetz) fallen solche Verträge unter die Sonderausgaben.

Damit kann der Beitrag in die Einkommenssteuererklärung einfließen – und macht sich womöglich steuermindernd bemerkbar. Dies gilt aber nur dann, wenn die geltenden Höchstbeträge noch nicht ausgeschöpft werden. Diese belaufen sich auf:

  • 1.900 Euro bzw.
  • 2.800 Euro (Steuerpflichtige, die Kranken- und Pflegeversicherung selbst tragen)

je Kalenderjahr. Da Kranken- und Pflegeversicherung inzwischen voll in der Steuer geltend gemacht werden können, schöpfen viele Haushalte die Obergrenzen oft schon damit aus.

Wie wird die Versicherung bei Auszahlung in der Steuer behandelt?

Generell sind die Einkünfte steuerpflichtig. Für die Risikolebensversicherung gilt allerdings eine Ausnahme. Wird deren Leistung ausgezahlt, wird diese nicht von der Einkommenssteuer erfasst. Hinterbliebene können an dieser Stelle zwar aufatmen. Ganz von der Steuer bleiben sie mitunter aber doch nicht verschont.

Der Grund ist die Tatsache, dass auf den Auszahlungsbetrag Erbschaftssteuer anfallen kann. § 16 Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) sieht beispielsweise für Ehegatten/Lebenspartner einen Freibetrag von 500.000 Euro vor, für Kinder sind bis zu 400.000 Euro vorgesehen.

Übersteigt der Auszahlungsbetrag diese Summe, ist die Risikolebensversicherung ein Fall für die Steuer.

Das könnte Sie auch interessieren