Eine Lebensversicherung schließt man in der Regel ab, um am Ende der Laufzeit selbst von den eingezahlten Beträgen und der vereinbarten Versicherungssumme zu profitieren. Eine Risikoversicherung (auch Risikolebensversicherung) ist eine Sonderform, bei der letztlich nicht der Versicherungsnehmer selbst der Nutznießer ist.

Eine solche Versicherung wird häufig dazu verwendet, um als Versicherungsnehmer Familienangehörige oder sonstige auszahlungsberechtigte Personen über den eigenen Tod hinaus finanziell abzusichern.

Wann zahlt eine Risikoversicherung?

Im Grunde ist es ganz einfach. Eine Risikoversicherung zahlt, wenn der Versicherungsnehmer stirbt. Dieser hat während der vereinbarten Vertragslaufzeit monatliche Raten oder auch einen einmaligen Betrag an die Versicherungsgesellschaft gezahlt.

Im Gegenzug erklärt sich die Risikoversicherung bereit, die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme nach dem Tod des Versicherungsnehmers an die laut Versicherungsvertrag begünstigten Personen auszuzahlen. Der Versicherungsnehmer selbst kommt nicht in den Genuss der Summe.

Welche Faktoren bestimmen die Beitrage der Risikoversicherung?

Für die Höhe der Beiträge zu einer Risikoversicherung sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend. So berücksichtigen die Versicherungsunternehmen normalerweise folgende Informationen:

  • Alter bei Vertragsabschluss
  • Gesundheitsrisiken allgemein
  • Berufsrisiken
  • Freizeitrisiken
  • Bildungsstand
  • Vertragslaufzeit
  • Höhe der gewünschten Versicherungssumme
  • Bis zum Jahr 2012 wurde auch das Geschlecht berücksichtigt. Ende 2012 wurden dann die sogenannten Unisex-Tarife eingeführt, wodurch dieses Kriterium wegfiel. Vorher wurde von männlichen Versicherten nämlich aufgrund ihrer geringeren Lebenserwartung deutlich höhere Beiträge verlangt.

Risikoversicherung - sinnvoll oder nicht?

Die eigentliche Intention hinter einer solchen Risikoversicherung beziehungsweise Risikolebensversicherung ist es, die Angehörigen, die nach dem Tod des Versicherungsnehmers zurückbleiben, finanziell abzusichern. Dies ist vor allem bei Familien sinnvoll, in denen der Versicherungsnehmer der Hauptverdiener ist.

Hat er dann noch einen mit hohen Risiken verbundenen Beruf, etwa als Soldat, Polizeibeamter oder Feuerwehrmann, dann macht diese Versicherung noch mehr Sinn.

Um eine ausreichende Absicherung mithilfe der Versicherung zu erreichen, raten Experten dazu, die Versicherungssumme so hoch anzusetzen, dass sie das drei- bis fünffache des jährlichen Bruttoeinkommens des Versicherungsnehmers beinhaltet. Bei einem jährlichen Bruttoverdienst von 40.000 Euro wären dies dann beispielsweise zwischen 120.000 und 200.000 Euro.


Quellen

Winter, Gerrit: Versicherungsvertragsgesetz: §§ 150-171 (Lebensversicherung) »


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