sterbegeldversicherung

Heute Verantwortung für Situationen übernehmen, die erst morgen oder übermorgen eintreten. Beim Thema Versicherung geht es genau darum.

Mit dem eigenen Ableben befasst sich niemand gern. Aber allein schon wegen der Kosten, die Angehörige für Bestattung und Trauerfeier übernehmen müssen, sollte daran gedacht werden.

Eine Sterbegeldversicherung hilft die finanziellen Belastungen aufzufangen. Was leistet diese Versicherung? Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein? Und wann schließt man die Sterbegeldversicherung ab?

Sterbegeld gibt´s nur im Ausnahmefall

Bis 31. Dezember 2003 konnten Angehörige auf das Sterbegeld als Leistung aus dem Topf der gesetzlichen Krankenversicherung zählen. Inzwischen ist dieses aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen aber verschwunden.

Nur in wenigen Ausnahmefällen, wenn der Tod mit einer Berufskrankheit oder Arbeitsunfällen in Verbindung steht, fließt Sterbegeld. Allerdings ist dies weder ans Einkommen der Betroffenen noch an die tatsächliche Höhe der Bestattungskosten gekoppelt. Lediglich ein Siebentel der geltenden Bezugsgröße - und zwar

  • 4.860,00 Euro West bzw.
  • 4.140,00 Euro Ost (Stand: 2015)

wird ausgezahlt. Eine finanzielle Absicherung der Bestattungskosten muss daher auf anderen Wegen erfolgen. Die Sterbegeldversicherung ist – neben der Bildung von Rücklagen – eine Möglichkeit, wie heute schon an morgen gedacht werden kann.

Die Sterbegeldversicherung – Grundlagen

Bei der Sterbegeldversicherung handelt es sich um eine Versicherung aus dem Segment der Lebensversicherungen. Der Versicherte entscheidet sich für eine im Todesfall auszuzahlende Summe und leistet über eine festgelegte Laufzeit seine Beiträge.

Heute existieren verschiedene Modelle zur Ausgestaltung der Sterbegeldversicherung. Neben der Variante, dass über einen festgelegten Zeitraum Prämien in die Versicherung eingezahlt werden, kann der Vertrag hinsichtlich der Beitragszahlung ein festes Lebensalter vorsehen, bis zu dem der Beitrag zu leisten ist. Verstirbt der Versicherte, zahlen die Gesellschaften die Summe an dessen Angehörige aus.

Der Beitrag zum privaten Sterbegeld und das Eintrittsalter – ein Beispiel (Sterbegeldtarif der HUK-Coburg):

GeburtsdatumVersicherungssummeBeitrag
20. Juni 19627.500 Euro31,78 Euro
20. Juni 19527.500 Euro46,57 Euro
20. Juni 196210.000 Euro42,37 Euro
20. Juni 195210.000 Euro62,09 Euro

In der Sterbegeldversicherung greifen oft zwei Besonderheiten. Abweichend von der gängigen Praxis verzichten die Versicherer mitunter auf eine Prüfung des Gesundheitszustands. Auf der anderen Seite wird in den Versicherungsbedingungen eine dreijährige Wartezeit – beginnend mit dem Vertragsschluss – eingearbeitet.

  • Früh abgeschlossen, ist der Beitrag in den Sterbegeldtarifen niedrig. Sofern man die Prämien ab einem Punkt nicht mehr weiterzahlen möchte, ist die Kündigung ein Weg, der zu finanziellen Verlusten führt. Unter Umständen ist die Umwandlung des Vertrags in eine beitragsfreie Sterbegeldversicherung die sinnvollere Alternative.

Privates Sterbegeld – die Karenzzeit

Die Karenzphase von bis zu 36 Monaten hat für den Versicherten bzw. dessen Angehörige Folgen. Verstirbt die versicherte Person, zahlen die Gesellschaften lediglich die geleisteten Beiträge aus.

Die Folge: Angehörige erhalten nur einen Bruchteil der versicherten Summe. In den meisten Verträgen greift die Wartezeit nur dann nicht, wenn der Tod als Unfallfolge eintritt.

  • Viele Versicherer werben mit auf den ersten Blick niedrigen Prämien. Allerdings dürfen Zahl- und Bruttobeitrag nicht verwechselt werden. Durch das Einkalkulieren von Überschüssen sinkt der Bruttobeitrag zwar, der „Preisnachlass“ ist über die gesamte Laufzeit aber keineswegs sicher. Überschussbeteiligungen hängen vom geschäftlichen Erfolg der Versicherung ab.

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