Unfallversicherung Beitragsbemessungsgrenze

Auch die gesetzliche Unfallversicherung hat einen eigenen Kappungswert, nämlich die sogenannte Höchstjahrearbeitsverdienstgrenze, aber keine Beitragsbemessungsgrenze im klassischen Sinne.

Eine Beitragsbemessungsgrenze ist nicht notwendig, da der Arbeitgeber die Beiträge zur Unfallversicherung allein aufbringt. Arbeitnehmer müssen daher nicht vor unverhältnismäßig hohen Beiträgen geschützt werden.

Dafür deckelt man in diesem Bereich die Leistung. Obwohl die Unfallversicherung legitimer und bewährter Teil der Sozialversicherung ist, weicht ihre Systematik damit von anderen sozialversicherungsrechtlichen Bereichen eklatant ab.

Rechen- und Bezugsgrößen der Unfallversicherung

Die Unfallversicherung ist nach Art einer Haftpflichtversicherung für den Arbeitgeber gestaltet worden.

Ein Umlagensystem erhebt die Beiträge von dem Unternehmer, Arbeitnehmer sind diesem Bereich der Sozialversicherung ohne Beitragspflicht beim Eintritt eines Versicherungsfalles lediglich Nutznießer der Leistungen.

In Bezug auf die Leistungen beschränkt die Höchstjahrearbeitsverdienstgrenze diese. Über die Grenze hinaus findet das Entgelt bei der Leistungsbemessung keine Anrechnung. Jede Berufsgenossenschaft definiert in ihrer Satzung eine Höchstjahresarbeitsverdienstgrenze.

Als Gegenstück kann auch ein jeweiliger Mindestarbeitsjahresverdienst festgelegt werden. Diese Systematik unterstreicht die relative Autonomie, die Berufsgenossenschaften bei der Ausgestaltung der Versicherungsbedingungen genießen.

So entwickeln die Berufsgenossenschaften auch die Gefahrentarife, die entscheidend für die Berechnung des jeweiligen Beitrages sind.

Der Berufsgenossenschaft wird dabei hohe Sachkenntnis in der jeweiligen Branche zugetraut, für die sie zuständig ist.

Das System hat sich in Deutschland bewährt, besteht es doch in den Grundzügen bereits seit 1885.Die Leistungen teilen sich auf in:

  • Geldleistungen
  • Sachleistungen

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