Unfallversicherung Beitragsrückgewähr

Es gibt viele verschiedene Arten von Versicherungen: Leistungsversicherungen und Kapitalversicherungen. Meistens werden beide Arten dieser Versicherungen getrennt voneinander abgeschlossen.

Eine der jedoch auch existenten Versicherungen, die Leistungen und Kapital mit einschließt, ist die sogenannte Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr. Mehr dazu hier in diesem Beitrag.

Was ist eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr?

Eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr kombiniert den Schutz im Sinne einer klassischen Unfallversicherung mit einer Kapitalanlage. Das bedeutet, man ist unfallversichert, aber man legt mit den Beiträgen, die man jeweils an die Versicherung zahlt, gleichzeitig Geld (= Kapital) an.

Die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr garantiert, dass man, wenn die Versicherungszeit zuende geht, Geld ausgezahlt bekommt. Es wird Kapital angelegt, welches auch verzinst wird. Man kann selbst entscheiden, ob man das Geld in einer Einmalzahlung anlegt, es monatlich zahlt oder vierteljährlich.

Es spielt keine Rolle, ob man im Laufe der Versicherungszeit schon einmal einen Leistungsfall gehabt hat oder nicht - man bekommt trotzdem Geld ausgezahlt.

Bei der eigentlichen Unfallversicherung hat dies den Vorteil, dass man schon ab einer Invalidität von 1 % Geld ausgezahlt bekommt. Dies ist zum Beispiel gut, wenn man sein Haus oder seine Wohnung aufgrund einer Behinderung oder ähnlichem umbauen muss. Das dann ausgezahlte Geld steht übrigens zur freien Verfügung, man kann prinzipiell damit machen, was man möchte.

Was ist der Unterschied zu den anderen Versicherungen?

Bei normalen Versicherungen, wie beispielsweise einer Pflegeversicherung oder Krankenversicherung zahlt man zwar auch Beiträge an die entsprechenden Versicherer, aber es bezieht sich nur auf Schäden, die einem als Mensch entstehen können.

Diese können krankheitsbedingt sein, wie zum Beispiel, dass man nicht mehr arbeiten kann und daher auf finanzielle Hilfe angewiesen ist oder die Zahlungen der Behandlungskosten bei Ärzten.

Man legt mit den Beitragszahlungen kein Kapital an, wie bei einer Krankenversicherung mit Beitragsrückgewähr - dies bedeutet, dass man keine Beträge von der Versicherung (mitsamt Zinsen) am Ende der Versicherungszeit ausgezahlt erhält. Sie bleiben alle bei der Versicherung.

Leider gibt es an dieser Versicherung einen Haken: Die Beiträge sind höher als bei normalen Versicherungen. Außerdem ist die Versicherungszeit weitaus länger, was die Versicherten dementsprechend auch länger an den Versicherungsvertrag bindet.

Es hängt von der Entwicklung des Kapitalmarktes ab, ob und was man am Ende einer Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr von seinem Versicherungsanbieter tatsächlich zurückbekommt - in den meisten Fällen lohnt sich dies dennoch nicht.

Das könnte Sie auch interessieren