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Ein Unfall beim Sport, im Urlaub oder beim Arbeiten rund um Haus und Garten ist schnell passiert. Stürze, der Griff zur Motorsäge oder eine altersschwache Leiter – schon ist der Ärger groß. Schäden schränken mitunter die Arbeitsfähigkeit ein.

Die Unfallversicherung hilft hier finanziell weiter. Was tun, wenn man mit den Leistungen nicht zufrieden ist? Wann kann man die Unfallpolice kündigen? Welche Besonderheiten sind zu beachten? Fragen, auf die nach Antworten gesucht wird.

Die Kündigungsrechte der Unfallversicherten

Grundsätzlich haben Versicherte die Möglichkeit, ihre Unfallversicherung zum Ablauf der Versicherungsperiode zu kündigen. In der Regel erstreckt sich die Laufzeit der Verträge über ein Jahr und sind mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten ausgestattet.

  • Es muss bis Ende September gekündigt werden, wenn Versicherungs- und Kalenderjahr zusammenfallen. Andernfalls setzt sich der Vertrag fort.

Auf dieses Kündigungsrecht kann per Vertrag verzichtet werden – aber nur bis maximal drei Jahre. Mit dem Ende des dritten Versicherungsjahres räumt der Gesetzgeber dem Verbraucher über das Versicherungsvertragsgesetz automatisch das Kündigungsrecht ein.

Unfallversicherung: Kündigen außer der Reihe

Neben dem ordentlichen Kündigungsrecht darf ein Versicherungsnehmer seinen Vertrag unter bestimmten Bedingungen auch vorzeitig kündigen.

Hier wird von einer außerordentlichen Kündigung bzw. dem Sonderkündigungsrecht gesprochen.

Dieses greift in Situationen wie:

  • Beitragserhöhungen (ohne Leistungsanpassung)
  • Leistungsausschlüssen nach Gefahrerhöhung
  • dem Schadensfall
  • der Klageerhebung auf Leistungen

Zu beachten sind hier die Fristen, der Vertrag ist in der Regel binnen eines Monats zu kündigen.

  • Für die Beitragserhöhung beginnt die Uhr durch die Zustellung der Mitteilung des Versicherers zu ticken. Beim Kündigen wegen eines Schadens ist der Zeitpunkt der Leistungsgewähr entscheidend.

Unfallversicherung – Kündigung immer in Textform

Der Ablauf einer Kündigung des Unfallschutzes ist relativ simpel. Der Versicherte muss diese einfach in Textform dem Unternehmen mitteilen. Hierzu kann inzwischen zu Vordrucken gegriffen werden, in welche Daten wie die Versicherungsnummer eingetragen werden. Mit dem Kündigungsschreiben sollte eine entsprechende Bestätigung des Vertragsendes verlangt und das Ganze per Einschreiben mit Rückschein versandt werden.

Alternativ lässt sich eine Unfallversicherung durch Übergabe des Schreibens in einer Filiale des Versicherers kündigen. Hier ist ebenfalls eine Bestätigung zu verlangen oder die Kündigung im Beisein eines Zeugen zu überreichen.

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