krankenhaustagegeldversicherung

Jedes Jahr müssen sich Millionen Bundesbürger stationär behandeln lassen. Das Statistische Bundesamt wies allein für 2010 eine Fallzahl von mehr als 18 Millionen Patienten aus.

Auf viele Patienten warten in der Klinik zusätzliche Kosten – etwa durch die gesetzlich geregelten Zuzahlungen oder beanspruchte Zusatzleistungen wie das Telefon.

Die Krankenhaustagegeldversicherung entlastet an dieser Stelle finanziell. Worin besteht deren Leistung? Ist die Versicherung eines Tagegelds überhaupt sinnvoll?

Krankenhaustagegeldversicherung – der Nutzen

Kassenpatienten können im Fall eines vollstationären Aufenthalts verschiedene Leistungen innerhalb der Klinik in Anspruch nehmen. Was im Einzelnen darunter fällt, regelt das SGB V für alle gesetzlich Versicherten einheitlich.

Das Problem: Leistungen, die nicht medizinisch notwendig sind, gehören im Regelfall nicht dazu. Dazu zählt beispielsweise:

  • das Telefon am Bett
  • die Versorgung mit besonderen Speisen und Snacks
  • das Rooming-in (Eltern-Kind-Zimmer)
  • oder eine besondere Ausstattung der Zimmer

Wer als Patient diesen Komfort nutzen will, muss in die eigene Tasche greifen. Eine Krankenhaustagegeldversicherung kann hierbei unterstützen. Deren Kernleistung besteht in der Auszahlung eines festgelegten Geldbetrags je Behandlungstag.

Damit ermöglicht sie dem Versicherten nicht nur eine bessere Unterbringung und entspanntere Genesung. Geld, welches nicht aufgebraucht wird, kann durch den Patienten nach eigenem Ermessen verwendet werden.

Krankenhaustagegeld: Eine umstrittene Versicherung?

Da der Anspruch auf das Krankenhaustagegeld aus der Police mit dem Tag der Einlieferung ins Krankenhaus entsteht, andererseits keine Zweckbindung – beispielsweise für medizinische Leistungen – vorgesehen ist, kann der Versicherte die Mittel auch an anderer Stelle einsetzen.

Im Hinblick auf die Höhe der Leistung aus einer Krankenhaustagegeldversicherung spielen Faktoren wie Einkommen oder Schwere der Erkrankung übrigens keine Rolle.

Die Höhe wird zwischen Versicherung und Patient beim Vertragsabschluss vereinbart.

Dennoch ist die Krankenhaustagegeldversicherung eine nicht unumstrittene Vorsorge. Kritiker werfen ihr Unwirtschaftlichkeit vor. Generell sollte daher folgender Grundsatz gelten: Zuerst werden existenzielle Risikobereiche abgesichert. Anschließend kümmert man sich um Komfortleistungen wie das Tagegeld im Krankenhaus.

  • Für die Krankenhaustagegeldversicherung können Wartezeiten gelten. Der Versicherer erbringt seine Leistungen erst nach deren Ablauf. Zusätzlich muss klar sein, ob in der Krankenhaustagegeldversicherung Obergrenzen gelten. Tarife können die Zahlung zum Beispiel an eine maximale Anzahl von Tagen je Jahr koppeln.

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