Wohngebäudeversicherung

Endlich ins Eigenheim ziehen – für viele Familien erfüllt sich damit ein lange gehegter Traum. Umweltgefahren, wie schwere Stürme oder Hagel und Feuer können die eigenen vier Wände wieder zunichte machen.

Schutz verspricht die Wohngebäudeversicherung. Welche Leistungen stecken in dieser Versicherung?

Gerade, wenn das Eigenheim mithilfe eines Baukredits fremdfinanziert wird, gewinnt der Versicherungsschutz im Rahmen der Wohngebäudeversicherung für den Bauherren zusätzlich an Bedeutung. Warum?

Wohngebäudeversicherung – die Leistungen

Mehrere hunderttausend Euro – diese Summe sollte man als angehender Besitzer eines Eigenheims durchaus einplanen. Schwere Sturmschäden oder Brände führen binnen Stunden in die finanzielle Katastrophe. Mittels der Wohngebäudeversicherung lässt sich gegen diese Risiken ein Sicherheitsnetz aufspannen.

Zu den Leistungen, die in einem Vertrag zur Wohngebäudeversicherung stecken, gehören Entschädigungen für Schäden an der versicherten Sache.

Allgemein bezieht sich die Versicherung auf Wohngebäude und erfasst häufig Anbauten, Garagen, Gartenhäuser und Carports mit. Des Weiteren können zum Umfang der Wohngebäudeversicherung weiter Kostenübernahmen gehören, unter anderem für:

  • Abbruchkosten
  • Aufräumkosten
  • Aufwendungen zur Schadensabwehr und
  • Kosten für die Minderung eines Schadens.

Wann leistet die Wohngebäudeversicherung?

Neben der Gewissheit, das eigene Haus abgesichert zu haben und im Ernstfall nicht allein dazustehen, interessiert eine Frage: Unter welchen Vorzeichen kann ich wegen eines Schadens an den Versicherer herantreten? Generell werden in den Bedingungen zur Versicherung konkrete Schadensursachen festgeschrieben.

Zu den drei Hauptschadenskategorien gehören:

  • Brandschäden
  • Leitungswasserschäden
  • Sturmschäden.

Nur wenn sich die Ursache für einen Schaden diesen drei Hauptschadenskategorien zuordnen lässt, kann gegen die Versicherung ein Anspruch aus der bestehenden Wohngebäudeversicherung geltend gemacht werden.

Mögliche Schadensarten
FeuerWasserSturm
  • Brände
  • Explosionen
  • Implosionen
  • Blitzschlag
  • Luftfahrt
  • Leitungsbruch (frostbedingt)
  • Bruch außerhalb Gebäude
  • Nässeschaden
  • Sturm
  • Hagel

Der Beitrag: 1914er-Methode oder Wohnflächenberechnung

Was kostet der Schutz fürs Eigenheim? Diese Frage hängt in erster Linie von Faktoren wie dem Wert der Immobilie, der Lage oder der Nutzung ab. Eigentlich ganz einfach, wenn hier nicht einige Details wären.

Bei der Berechnung des Versicherungswerts kann nach der Wohnflächenberechnung oder der 1914er-Methode vorgegangen werden. Letztere legt dem Gebäude einen fiktiven Wert für das Jahr 1914 zugrunde und ermittelt so den passenden Versicherungswert für das Gebäude.

Prinzipiell sollte der Beitrag nicht das einzige Kriterium für eine Entscheidung sein. Vielmehr kommt es für den Schutz des Eigenheims darauf an, dass dieser optimal auf die Bedürfnisse und möglichen Gefahren angepasst ist.

  • Viele Tarife lassen eine Schadensgruppe außen vor – Elementarschäden wie Flutereignisse. Eine entsprechende Ausweitung der Versicherung kann sich im Alltag aber rechnen.

Wohngebäudeversicherung: Wer braucht sie unbedingt?

Grundsätzlich ist der Abschluss eines Versicherungsvertrags zum Schutz des Eigenheims freiwilliger Natur. Die Ausnahme: Banken werden im Gegenzug für den Baukredit meist einen entsprechenden Versicherungsschutz verlangen – und haben in verschiedenen Bereichen etwas mitzureden.

Wird die Immobilie über eine Hypothek abgesichert, muss der Hypothekengläubiger – also die finanzierende Bank – einem Versicherungswechsel und damit der Kündigung des Altvertrags erst zustimmen. Vor dem Kündigen der Wohngebäudeversicherung ist unbedingt an diesen Sachverhalt zu denken.

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