Wohngebäudeversicherung Steuer

Immobilien sind in vielen Familien Teil der Altersvorsorge. Das Haus im Grünen sichert schließlich auch im Ruhestand mietfreies Wohnen. Solange Besitzer ihre Immobilie selbst bewohnen, sind steuerliche Vorteile eher selten.

Sofern man sich aber bis zur Rente für die Vermietung entscheidet, bietet das Haus in der Steuer Vorteile – auch im Zusammenhang mit der Wohngebäudeversicherung. Wie lässt sich die Wohngebäudeversicherung für die Steuer genau nutzen?

Haus und Steuer – das Thema Werbungskosten

Im deutschen Steuerrecht genießen Aufwendungen, welche der Sicherung des Einkommens dienen, eine Sonderstellung. Unter dem Begriff der Werbungskosten zusammengefasst, erlaubt das Finanzamt deren Abzug vom Einkommen – weshalb diese die Steuer mindern.

Wird ein Haus vermietet, gehört der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung dazu. Durch die Tatsache, dass mit der Police das Haus – und damit auch die Mieteinnahmen geschützt werden – ist eine Absetzbarkeit der Versicherung über die Steuer möglich.

Über die Anlage V werden die Aufwendungen für die Wohngebäudeversicherung den Mieteinnahmen gegenübergestellt und verringern die Einkünfte.

Aber: Dies gilt nur für die Anteile am Wohnraum, welche tatsächlich Mieteinnahmen erzielen.

Wohnt der Vermieter mit im Haus, kann also nur eine anteilige Absetzbarkeit erfolgen.

  • Sofern die Wohngebäudeversicherung auf den Posten der Nebenkosten aufgeschlagen wird, erübrigt sich der Abzug über die Werbungskosten in der Steuer.

Wohngebäudeversicherung als Betriebsausgabe

Hinsichtlich der Wohngebäudeversicherungen kommt eine steuerliche Berücksichtigung auch dann in Frage, wenn die Immobilie nicht vermietet, aber für das Gewerbe des Eigentümers genutzt wird.

  • Ein Freiberufler errichtet im Einfamilienhaus auf einer ganzen Etage Büroräume, die er für den eigenen Betrieb nutzt.
Alle Kosten, wie:
  • Büromöbel
  • Computer
  • Schuldzinsen
  • Strom,

aber auch die anteiligen Beiträge der Gebäudeversicherung dienen dann dem Unterhalt und der Sicherung des Unternehmens.

Hier ist von einer Absetzbarkeit im Rahmen von Betriebsausgaben auszugehen.

Sowohl die Berechnung der Anteile aus der Wohngebäudeversicherung für die Werbungskosten als auch im Zusammenhang mit den Betriebsausgaben beruht in der Regel auf einer Umlage auf die betreffende Quadratmeterzahl.


Die Ausnahme: Aufwendungen lassen sich direkt den vermieteten oder gewerblichen Einheiten zuordnen. In einem solchen Fall ist die Absetzbarkeit in der Steuer in vollem Umfang möglich – etwa wenn es sich um die Wohngebäudeversicherung für eine Doppelhaushälfte handelt.

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