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Gesunde Zähne und ein strahlendes Lächeln genießen einen hohen Stellenwert. Gerade bei Behandlungen aus den Bereichen Zahnersatz und Kieferorthopädie muss der gesetzlich Versicherte tief in die eigenen Taschen greifen. Es drohen Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro.

Der Grund hierfür ist das Zuschusssystem der gesetzlichen Krankenkassen. Eine Zahnzusatzversicherung fängt Mehrkosten auf. Wie zuverlässig ist deren Schutz? Und was gilt im Hinblick auf Tarife ohne Wartezeiten?

Schutz für gesunde Zähne

Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung tragen beim Zahnersatz bis zu 50 Prozent der Behandlungskosten selbst. Hohe Zuzahlungen werden auch fällig, wenn man sich in der Füllungstherapie (chirurgisch-konservierende Maßnahmen) oder beim Überkronen nicht für die Regelversorgung entscheidet, sondern eine bessere Versorgung in Anspruch nehmen will.

Mit einer Zahnzusatzversicherung lässt sich dieses Hindernis umgehen. Die Versicherer stocken die Leistungen der Krankenkasse auf. Je nach Tarif sinken die Zuzahlungen als Patient teilweise deutlich.

  • Neben der Tatsache, dass die zum Zeitpunkt der Unterschrift bestehenden Erkrankungen nicht unter den Schutz der Zahnzusatzversicherung fallen, ist hier oft mit Wartezeiten zu rechnen.

Tarife ohne Wartezeit in der Zahnzusatzversicherung

Durch die Regelungen des Versicherungsvertragsgesetzes können Gesellschaften in die Zahnzusatzversicherung eine Wartezeit integrieren. Die Folge: Obwohl der Vertrag besteht, kann eine Leistung erst nach deren Ablauf in Anspruch genommen werden.

Auf diese Weise wird der sich unmittelbar an den Abschluss der Zahnzusatzversicherung anschließende Leistungsantrag verhindert. Aus Versichertensicht wäre ein Vertrag ohne Wartezeit wünschenswert.

Allgemein schwankt die Wartezeit zwischen einzelnen Tarifen, übersteigt aber acht Monate nicht. Einzelne Versicherer gehen einen anderen Weg – und verzichten auf die Wartezeiten. In den Tarifen ohne Wartezeit für die ersten Versicherungsjahre ist häufiger eine gestaffelte Leistungsbegrenzung anzutreffen.

Summendeckelung in Tarifen ohne Wartezeit

Seitens der Gesellschaft werden beispielsweise im ersten Jahr nur 1.500 Euro für Zahnbehandlungen übernommen, im 2.Jahr 2.500 Euro – und erst ab dem 3.Versicherungsjahr fällt die Leistungsgrenze weg.

Dabei muss die Leistungsbegrenzung nicht für alle Bereiche der Zahnmedizin gelten. In einigen Fällen wird beispielsweise für Zahnbehandlungen und Prophylaxe auf die Wartezeit tatsächlich verzichtet.

Die Karenzphase – wie die Wartezeit im Versicherungswesen gern genannt wird – findet hier nur im Fall einer Behandlung wegen fehlender Zähne, also beim Zahnersatz oder bei kieferorthopädischen Maßnahmen (KFO), Anwendung.

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