Gehaltsspiegel

In früheren Tagen war es die Regel, einem Arbeitgeber bis zum Rentenalter die Treue zu halten. Davon ist in der heutigen Zeit nicht mehr viel übrig. Stattdessen wechseln die Menschen vier bis fünf Mal ihren Arbeitgeber.

Immer stehen neue Lohnverhandlungen an. Der Gehaltsspiegel verrät, was man dabei seriös verlangen darf und wo man besonders viel verdient. Die Gegenseite in den Verhandlungen informiert sich vermutlich an gleicher Stelle.

Was ist ein Gehaltsspiegel?

Ein Gehaltsspiegel informiert nach Regionen aufgegliedert über Durchschnittsgehälter. Es handelt sich also für Deutschland um einen bundesweiten Vergleich der Bezahlungen am Arbeitsmarkt.

Der Nutzen für Arbeitnehmer sei anhand eines einfachen Beispiels erläutert:

Eine Betriebskauffrau arbeitete bislang in Mecklenburg-Vorpommern, entscheidet sich aber aus persönlichen Gründen für einen Umzug nach München. Hier sind die Gehälter im Durchschnitt wesentlich höher.

Mit der Hilfe eines Gehalts- und Lohnspiegels kann sie sich darüber informieren, um wie viel genau. Da ihr Gegenüber bei Bewerbungsgesprächen dieselben Informationen nutzt, weiß sie zudem, dass sie keine unrealistischen Forderungen stellt.

Wo findet man Gehaltsspiegel?

Zahlreiche Seiten im Netz haben entsprechende Informationen zusammengetragen. Insbesondere die jährlichen diesbezüglichen Untersuchungen von tekom gehen sehr ins Detail.

Die regionalen Arbeitsvermittlungen können ebenfalls mit diesen Informationen versorgen. Tatsächlich werden ihre Daten besonders oft abgefragt.

Wer braucht einen Gehaltsspiegel?

Neben Arbeitnehmern und Arbeitgebern werden die Spiegel häufig noch von weiteren Gruppen genutzt:

  • Presse: Um seriös berichten zu können
  • Unternehmen insgesamt: Um Lohnstrukturen festzustellen
  • Politik: Um die Wirksamkeit von Gesetzen zu überprüfen
  • Headhunter: Um Argumente an der Hand zu haben, mit denen sie Fachkräfte anlocken können

Generell sagen Gehaltsspiegel aus, dass die Bezahlung im Süden sowie im Südwesten der Bundesrepublik besonders gut ist. Hinzu kommt im Norden die Hansestadt Hamburg. Große Probleme diesbezüglich bestehen nach wie vor im Osten sowie im Saarland.

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