Steuerklasse 4

Steuerklasse 4 für Verheiratete mit ähnlichem Verdienst

Lohnsteuerklasse 4 – für Ehepaare

In die Steuerklasse 4 werden ausschließlich verheiratete Personen eingeordnet, deren Ehepartner ebenfalls die Steuerklasse 4 besitzt.

Eine Kombination der Steuerklasse 4 mit der Steuerklasse 3 oder der Steuerklasse 5 ist nicht möglich.

Für wen eignet sich die Steuerklasse 4?

Grundsätzlich lohnt sich die Steuerklasse 4 vor allem für Personen, die in etwa gleich viel verdienen.

Hat hingegen einer der beiden Partner einen deutlich höheren Lohn oder ist gar der Alleinverdiener der Familie, kommt eher die Steuerklassenkombination 3 / 5 infrage.

Ein ganz wesentlicher Vorteil verheirateter Personen ist es, dass sie ein grundsätzliches Wahlrecht zwischen den einzelnen Steuerklassenkombinationen haben und dass sie ihre Steuerklassen bei Bedarf jederzeit ändern können.

Eine Änderung setzt jedoch voraus, dass beide Ehepartner damit einverstanden und deshalb auch bereits sind, die persönlichen Konsequenzen der Änderung der Steuerklasse zu tragen.

Die Freibeträge der Steuerklasse 4

Ähnlich wie bei jeder anderen Steuerklasse erhalten auch die Personen, die in die Steuerklasse 4 eingeordnet sind, bestimmte Freibeträge bei der steuerlichen Veranlagung ihres jährlichen Bruttoverdienstes.

So liegt der Grundfreibetrag in der Steuerklasse 4 bei 8004 Euro, der Arbeitnehmerpauschbetrag bei 1000 Euro, der Sonderausgabenpauschbetrag bei 36 Euro und der Kinderfreibetrag bei 3504 Euro pro Jahr.

Dies ist nur die Hälfte des Kinderfreibetrages, der den Angehörigen anderer Steuerklassen zusteht. Der Grund für diese Regelung ist, dass beide Ehepartner den Kinderfreibetrag bekommen, was dann in der Summe einen Kinderfreibetrag in Höhe von 7008 Euro ergibt.

Beide Ehepartner können auch eine Vorsorgepauschale in der Steuererklärung geltend machen. Die Höhe dieser Pauschale ist jedoch nicht eindeutig festgelegt, sondern immer von der Höhe des jährlichen Bruttoverdienstes abhängig.

Sonderregelungen

Auch eingetragene Lebenspartnerschaften hätten unter bestimmten Umständen die Möglichkeit, die Steuerklasse 4 zu nutzen.

Dies bringt ihnen jedoch in der Regel wenig. Meistens ist es für sie günstiger, in der Steuerklasse 1 zu verbleiben.

Alle Personen, die der Steuerklasse 4 zugeordnet sind, sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie diese Steuerklasse nur für einen Hauptjob und nicht für einen Nebenjob nutzen können.

Werden mehrere Arbeitnehmertätigkeiten parallel ausgeübt, sollte die Lohnsteuerkarte, auf welcher die Steuerklasse 4 eingetragen ist, immer bei dem Arbeitgeber abgegeben werden, wo der höchste Verdienst erzielt wird.

Für einen Zweit- oder Drittjob gilt in der Regel die Steuerklasse 6, die vor allem dadurch gekennzeichnet ist, dass keinerlei Freibeträge vorhanden sind und dass demzufolge bereits ab dem ersten Euro Steuern gezahlt werden müssen.

Für freiberufliche oder gewerbliche Nebentätigkeiten gelten gesonderte Regelungen. Nähere Auskünfte dazu erteilt das Finanzamt oder ein Steuerberater.

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