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Steuerklasse 1

In Steuerklasse 1 gehören Arbeitnehmer, die nicht verheiratet sind oder dauerhaft von ihrem Ehepartner getrennt leben. Dies betrifft Ledige, Geschiedene sowie Verwitwete. Letztere werden allerdings erst im übernächsten Jahr nach dem Tod des Partners in die Steuerklasse 1 eingestuft. Hat ein Arbeitnehmer mehrere Jobs, so kann die Steuerklasse 1 nur ein Mal angegeben werden. In Steuerklasse 1 gibt es einen Kinderfreibetrag. Steuerklasse 1 im Detail
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Steuerklasse 2

Die Steuerklasse 2 ist für Arbeitnehmer vorgesehen, die alleinerziehend sind. Bei diesen Personen wird der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (§ 24b) berücksichtigt, sofern sie mindestens ein Kind versorgen, das dauerhaft im eigenen Haushalt lebt. Der Vorteil bei Steuerklasse 2: Es müssen deutlich weniger Steuern gezahlt werden. Steuerklasse 2 im Detail
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Steuerklasse 3

Gleich drei der sechs Steuerklassen sind für Verheiratete (bzw. gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften) vorgesehen. Die Steuerklasse 3 bietet dabei die meisten Vorteile. Der Grundfreibetrag ist hier doppelt so hoch wie z.B. in Steuerklasse 1 oder 2 und kann nur von einer Person in Anspruch genommen werden. Steuerklasse 3 ist ledigich in Kombination mit Steuerklasse 5 möglich. Der Ehepartner mit dem höheren Einkommen wählt die Steuerklasse 3 und hat im Vergleich geringere Abzüge. Steuerklasse 3 im Detail
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Steuerklasse 4

Steuerklasse 4 ist für Verheiratete vorgesehen, die in etwa das gleiche Gehalt beziehen. Beide Ehegatten werden in diesem Fall in die vierte Klasse eingeordnet. Es ist nicht möglich, dass ein Ehepartner in eine der anderen Steuerklassen wechselt. Eine Kombination der Steuerklasse 4 ist nur mit der Steuerklasse 6 möglich. Steuerklasse 4 im Detail
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Steuerklasse 5

Die Steuerklasse 5 ist ausschließlich für Verheiratete (bzw. gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften) möglich. Der Partner mit dem geringeren Einkommen wählt die Steuerklasse 5, wohingegen der Patner mit den höheren Einkünften in Steuerklasse 3 eingeordnet wird. Die Ehepartner können so insgesamt einen maximalen steuerlichen Vorteil geltend machen. Grund- und Kinderfreibetrag gibt es bei Steuerklasse 5 nicht. Steuerklasse 5 im Detail
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Steuerklasse 6

Die Steuerklasse 6 ist für Arbeitnehmer mit einem zweiten Einkommen reserviert. Es besteht in diesem Fall folglich eine Doppeleinstufung: Der Zweitjob wird in die Steuerklasse 6 eingeordnet, der Erstjob je nach Einzelfall in eine der anderen Steuerklassen. Für Steuerklasse 6 sind die Bedingungen deutlich schlechter. Viele Steuerfreibeträge sind in dieser Klasse nicht vorgesehen. Steuerklasse 6 im Detail

Inhaltverzeichnis

Welche Steuerklasse für wen?

LohnsteuerklasseFamilienstand
Steuerklasse 1
Steuerklasse 1
ledig, verwitwet, getrennt/geschieden
Steuerklasse 2
Steuerklasse 2
alleinerziehend, getrennt lebend
Steuerklasse 3
Steuerklasse 3
Verheiratete bzw. gleichgeschlechtliche Ehe (höheres Einkommen), Elterngeldbezieher
Kombination mit Steuerklasse 5
Steuerklasse 4
Steuerklasse 4
Verheiratete bzw. gleichgeschlechtliche Ehe (beide Einkommen gleich hoch)
Steuerklasse 5
Steuerklasse 5
Verheiratete bzw. gleichgeschlechtliche Ehe (geringeres Einkommen),
Kombination mit Steuerklasse 3
Steuerklasse 6
Steuerklasse 6
Zweit- und Nebenjob
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Steuerklassen Überblick

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Steuerklassen Empfehlung

Eine Wahl der Lohnsteuerklasse haben in Deutschland nur Verheiratete bzw. Personen in einer gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft. Grundlegend werden sie gemeinsam in die Klasse 4 einsortiert.
Doch wenn sich die Einkommenshöhe der Partner stark unterscheidet, kann der Wechsel in die Lohnsteuerklassen 3 und 5 Sinn machen. Der Besserverdiener geht in diesem Fall in die Lohnsteuerklasse 3.

Eine eingeschränkte Wahlmöglichkeit hat zudem eine verwitwete Person, deren Partner innerhalb der letzten beiden Jahre gestorben ist. Sie kann für den Rest dieses Zeitraums in Steuerklasse 3 bleiben und muss erst dann in Klasse 1 wechseln.

Bei der Wahl der Steuerklasse sind stets die Höhe der Abzüge sowie der Freibeträge das entscheidende Kriterium.

Definition der Steuerklassen

Das deutsche Steuerrecht kennt zwei Arten von Steuerklassen. Zumeist bezieht sich der Begriff auf die Lohnsteuerklassen, die beispielsweise bei der Erstellung der Steuererklärung eine zentrale Rolle spielen. Allerdings gibt es auch bei der Erbschaftssteuer bzw. Schenkungssteuer den Ausdruck der Steuerklasse. Wenn auf diesen Seiten von Steuerklassen die Rede ist, dann sind jeweils die Klassen gemeint, die sich auf die Lohnsteuer beziehen.

Grundsätzlich sollten alle Personen, die den Wunsch haben, ihre Steuerklasse zu wechseln, eine Steuerklassen Berechnung durchführen. Dies hat verschiedene Gründe und in erster Linie dürfte dabei das Steuern sparen im Vordergrund stehen. Jeder vor dem Finanzamt eingesparte Euro bleibt auf dem eigenen Konto.

Häufig gestellte Fragen

Die Lohnsteuer wird bei jeder Lohnzahlung vom steuerpflichtigen Arbeitslohn durch den Arbeitgeber einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Wie hoch die Lohnsteuer ist, wird über die jeweilige Steuerklasse geregelt, in die der Arbeitnehmer eingestuft ist. Beispielsweise erhalten Alleinerziehende mit Kind durch die Steuerklasse 2 einen zusätzlichen Freibetrag, wodurch sie entlastet werden. Eheleuten in der Steuerklassenkombination 3 und 5 kommt ebenfalls eine Förderung zugute: Der Partner in der Klasse 3 erhält den doppelten Grundfreibetrag. Die Person in Klasse 5 muss zwar weitläufige Abstriche in Kauf nehmen, jedoch können beide Partner zusammen einen maximalen steuerlichen Vorteil geltend machen.

In der Vergangenheit gab es scharfe Kritik am Lohnsteuersystem. Unter anderem wird das Ehegattensplitting kritisiert, weil es in den Augen einiger Parteien ein eigentlich veraltetes Lebensmodell unterstützt und die Paare benachteiligt, die nicht verheiratet sind. Diese Kritik wird oft auf das gesamte Steuerklassensystem ausgedehnt.

Aber auch die Möglichkeit, durch geschickte Steuerklassenwechsel als Paar höhere Lohnersatzleistungen zu erreichen, da diese von den letzten Netto-Einkünften abhängen, provoziert Widerspruch. Schließlich haben Personen ohne Trauschein diese Option nicht.

Allerdings ist die Kritik insgesamt nicht so scharf, dass eine grundlegende Reform des Systems zu erwarten wäre. Dieses kann sich im Gegenteil nach wie vor auf eine breite gesellschaftliche Akzeptanz stützen.

Die Steuerklassen geben Auskunft über die Freibeträge, die jede Person von den eigenen Einkünften abziehen darf. Diese sind:

SteuerklasseFreibeträge
Steuerklasse 1Grundfreibetrag, Arbeitnehmerpauschbetrag, Vorsorgepauschale, Sonderausgabenpauschbetrag
Steuerklasse 2Grundfreibetrag, Arbeitnehmerpauschbetrag, Vorsorgepauschale, Kinderfreibetrag, Entlastungsbeitrag für Alleinerziehende, Sonderausgabenpauschbetrag
Steuerklasse 3/4Grundfreibetrag, Arbeitnehmerpauschbetrag, Vorsorgepauschale, Sonderausgabenpauschbetrag, Kinderfreibetrag
Steuerklasse 5Arbeitnehmerpauschbetrag, Sonderausgabenpauschbetrag, Vorsorgepauschale
Steuerklasse 6keine Freibeträge

Die Freibeträge, deren Höhe vom Gesetzgeber bestimmt wird, sind zu addieren. Gemeinsam bestimmen sie die Lohnsteuergrenze bzw. Einkommensteuergrenze. Nur die Einkünfte, die oberhalb dieser Grenze liegen, müssen versteuert werden. Die Steuerklassen ermöglichen es also, das steuerpflichtige Einkommen zu berechnen.

Die Jahresfreibeträge in den einzelnen Lohnsteuerklassen orientieren sich an der Lebenssituation der Steuerpflichtigen. Ist man Single, verheiratet oder alleinerziehend? In der Lohnsteuerklasse 1 gilt ein Jahresfreibetrag von 8.820 Euro Stand 2017.

Dieser gilt für die zweite Klasse, allerdings gesteht Deutschland den Alleinerziehenden einen zusätzlichen Freibetrag in Höhe von 1.908 Euro zu. Der Kinderfreibetrag beträgt 7.356 Euro im Jahr 2017. Der Jahresfreibetrag in der Lohnsteuerklasse 3 liegt bei 17.640 Euro. Exakt dieser Wert gilt auch für die vierte der Lohnsteuerklassen. Der Kinderfreibetrag ist allerdings auf 3.678 Euro pro Person halbiert. In den anderen beiden Lohnsteuerklassen gibt es keinen Jahresfreibetrag.

Jahresfreibetrag

Personen, die Lohnersatzleistungen beziehen oder wissen, dass sie dies bald tun werden, wissen oft nicht, wie sie mit diesen umgehen müssen. Häufig werden folgende Fragen gestellt:

  • Müssen Lohnersatzleistungen in der Steuererklärung vermerkt werden?
  • Müssen Lohnersatzleistungen versteuert werden?
  • Schmälern die Ersatzleistungen also den Grundfreibetrag?
  • Warum sind die Steuerklassen wichtig für die Lohnersatzleistungen?

Grundsätzlich gilt, dass Lohnersatzleistungen nicht steuerpflichtig sind, aber in der Steuererklärung angegeben werden müssen. Sie schmälern also keine Freibeträge. Die Steuerklassen bestimmen die Höhe der Ersatzleistungen, denn diese berechnet sich anhand der letzten Netto-Einkünfte. Deren Höhe wird mittels der Steuerklassen ermittelt.

Die Antwort auf diese Frage hängt maßgeblich davon ab, wie kompliziert der Fall ist. Gängig steht ein Steuerklassenwechsel dann an, wenn zwei Personen heiraten. Bei großen Gehaltsunterschieden oder sehr ähnlichen Bezügen lässt sich ideal mit einem Steuerklassenrechner recherchieren, welche Wahl die richtige ist.

Wird es allerdings komplizierter, weil das Paar vom Ehegattensplitting oder von der Steuerklasse 4 mit Faktor, die viele Rechner nicht berücksichtigen, profitieren möchte, muss eine andere Lösung gefunden werden. Denkbar ist die Eigenrecherche, die von der Arbeit mit dem Taschenrechner begleitet wird. Der Vorzug dieser Variante ist es, dass sie nichts kostet. Allerdings ist sie zeitintensiv und, besonders die Faktorberechnung, fehleranfällig.

Wer sich überfordert fühlt oder Fehler befürchtet, kann sich an Experten wenden. Der Steuerberater kann eine professionelle Beratung durchführen und alle notwendigen Berechnungen vornehmen. Nur: Seine Arbeit ist nicht kostenlos. Alternativ stehen deshalb auch Lohnsteuerhilfe-Vereine zur Auswahl: Diese sind zwar günstiger, aber dafür ist ihre Beratung nicht derart umfassend.

Die Klasse 3 wurde dazu geschaffen, um Ehepaare, die mit nur einem Einkommen auskommen müssen, zu unterstützen. Die Steuerklasse ist deshalb eine Dopplung der Klasse 1. Das heißt, dass alle Freibeträge, die man als Alleinstehender erhält, verdoppelt werden. Dabei muss allerdings ein Punkt berücksichtigt werden: Der Partner muss die Steuerklasse 5 wählen. Diese verfügt über kaum Entlastungsmöglichkeiten.

Unterschied Steuerklasse 1 und 3

Ledige oder getrennt lebende Arbeitnehmer haben keine Wahl: Sie werden in die Steuerklasse 1 eingeordnet. Einzige Ausnahme: Sollten die Arbeitnehmer alleinerziehend sein, dürfen sie auch in die Steuerklasse 2. Dort können sie vom Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (§ 24b) profitieren.

Für verheiratete Partner sieht es anders aus. Sie haben Wahlmöglichkeiten, die es ihnen erlauben, die größten Vorteile bei der Steuer durch geschickte Entscheidungen zu erreichen. Es gilt:

  • Beide Partner verdienen etwa gleich viel: Steuerklasse 4 und 4
  • Beide Partner verdienen im Verhältnis von etwa 60 zu 40 Prozent: Steuerklasse 4 mit Faktor
  • Beide Ehepartner verdienen stark unterschiedlich: Steuerklassen 3 und 5

In Deutschland macht für Verheiratete ein Steuerklassenvergleich Sinn, da auf diese Weise mehr Netto monatlich zurückbehalten werden kann. Ehegatten mit vergleichbarem Lohn sollten sich gemeinsam für die Lohnsteuerklasse 4 entscheiden. Sie können mit dem Ehegattensplitting auch nur eine Steuererklärung abgeben. Unterscheidet sich das jeweilige Einkommen der Partner stark voneinander, sollte man sich für die Lohnsteuerklassen 3 und 5 entscheiden. Ist in diesem Fall der Partner in Steuerklasse 5 von Arbeitslosigkeit bedroht, kann es Sinn machen, die Klassen zu wechseln. Der Grund dafür: Das Arbeitslosengeld I errechnet sich nach dem letzten Nettolohn, der in Steuerklasse 3 deutlich höher ist als in Steuerklasse 5.

Nur Ehepartner dürfen unterschiedliche Steuerklassenkombinationen wählen. Ihnen stehen dabei drei Varianten zur Verfügung, die jährlich angepasst werden dürfen:

  • Beide Ehepartner in Steuerklasse 4 (z.B. wenn beide Arbeitnehmer sind)
  • Beide Partner in Steuerklasse 4 mit Faktor
  • Ein Partner in Steuerklasse 3, der andere in Steuerklasse 5 (z.B. wenn einer Arbeitnehmer und der andere arbeitslos ist oder Lohnersatzleistungen erhält)

Je nach individueller Lebenssituation ist eine passende Steuerklassenkombination möglich. Diese dient dazu, den Lohnsteuerabzug so gering wie nur möglich zu halten. Insbesondere Ehepaare sollten sich mit der Steuerklassenwahl beschäftigen, denn sie haben einmal pro Jahr das Recht, einen Wechsel der Steuerklassen durchzuführen.

Verdienen die Partner stark unterschiedlich, empfiehlt sich für einen minimalen Lohnsteuerabzug die Steuerklassenkombination 3 und 5. Fällt das Einkommen in ewa gleich hoch aus, sollten sich die Ehegatten bei der Steuerklassenwahl für die vierte Klasse entscheiden. Ledige und getrennt lebende Personen müssen aufgrund ihrer Lebenssituation die Steuerklasse 1 wählen. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn sie alleinerziehend sind: In Steuerklasse 2 können sie vom Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (§ 24b) profitieren. Bei mehr als einer Tätigkeit greift die Steuerklassenkombination aus 1 und 6. Der Hauptjob wird in Klasse 1 einsortiert, der Nebenerwerb in Klasse 6.

Steuerklassen nach Berufstand

Auch für Rentner ist die Wahl der Lohnsteuerklasse weiterhin ein wichtiges Thema. Dabei gibt es jedoch kaum einen Unterschied zu ihrem bisherigen Leben in der Erwerbstätigkeit. Verheiratete Rentner können entweder in den Lohnsteuerklassen 3 und 5 sein oder gemeinsam die Steuerklasse 4 wählen.

Alleinstehende Rentner werden nach den Regeln der Lohnsteuerklasse 1 veranlagt. Eine Ausnahme gibt es diesbezüglich nur, wenn der Partner innerhalb der letzten beiden Jahren verstorben sein sollte. In diesem Fall darf Rentner für diesen Zeitraum in der Steuerklasse 3 verbleiben. Die Rentner sind zudem weiterhin zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Die Steuererklärung kann rückwirkend vom Finanzamt für die Jahre seit 2005 eingefordert werden.

Wichtig ist aber: Nicht die komplette Rente muss versteuert werden. Der Teil, der nicht besteuert wird, nennt sich Rentenfreibetrag. Dieser richtet sich nach dem Jahr, in dem der Steuerzahler in Rente gegangen ist. Wer bereits 2004 Rentner geworden ist, hat einen Rentenfreibetrag von 50 Prozent der Jahresbruttorente 2005. Derzeit müssen 74% der Rente versteuert werden. Der Freibetrag ist ein fester Eurobetrag, der auch in den Folgejahren unverändert bleibt. Das gilt selbst dann, wenn die Rente durch Rentenanpassungen weiter steigt. Steuerklasse für Rentner

Wer als Verheirateter frühzeitig weiß, dass er arbeitslos wird, sollte die Wahl der Steuerklasse überdenken. Da sich das Arbeitslosengeld anhand der letzten Netto-Bezüge errechnet, sollte der Betroffene in die Steuerklasse 3 wechseln. Anschließend sollte der Partner diese wählen, um die Abgabenlast zu drücken. Wer arbeitslos ist, muss sich um die eigene Klasse für die Steuern keine Gedanken machen, da die staatlichen Bezüge nicht versteuert werden müssen.

Steuerklasse bei Arbeitslosigkeit

Für Hartz IV Empfänger ist die Wahl der Klasse für die Steuer dann von besonderer Bedeutung, wenn sie verheiratet sind und der Ehepartner weiterhin Arbeitnehmer ist oder als Freiberufler tätig ist. Sobald der Wechsel zu ALG II (Hartz IV) stattfindet, sollte die Kombination der Steuerklassen 3 und 5 gewählt werden.

Der Arbeitnehmer bzw. Freiberufler wählt dabei die Nummer 3. Der Hartz 4 Empfänger entscheidet sich für die Nummer 5. So können die Ehepartner die größten Vorteile bei der Steuer erhalten.

  • Dieser Wechsel sollte keinesfalls geschehen, solange der bald arbeitslose Partner noch Lohn erhält. Das ALG I, das zuerst bezogen wird, hängt nämlich vom Netto-Gehalt ab.

Steuerklasse bei Hartz IV

Grundsätzlich gelten die Steuerklassen nicht für Selbständige und Freiberufler. Wer einer selbständigen Tätigkeit nachgeht, unterliegt der Einkommenssteuerpflicht. Die Ausnahme: Die selbständige Person befindet sich in einem Angestelltenverhältnis und übt die Selbständigkeit im Nebenerwerb aus. In diesem Fall ist die Steuerklasse 1 sowohl als Selbstständiger als auch als Angestellter verpflichtend, sofern der Betroffene ledig, getrennt lebend oder verwitwet ist.

Doch was ist, wenn die selbständige Person einen Ehepartner hat, der Angestellter ist? Hier sollte genau geschaut werden, welche Steuerklasse die meisten Vorteile bringt. Da der selbstständige Partner grundsätzlich der Einkommensteuerpflicht unterliegt, kann es für den im Angestelltenverhältnis tätigen Partner günstiger sein, die Steuerklasse 3 zu wählen. In dieser Steuerklasse ist die Besteuerung durch recht hohe Freibeträge am günstigsten.

Steuerklasse als Selbständiger und Angestellter

Studenten, die von Bafög, Bildungskredit oder den Zuweisungen der Eltern leben, müssen sich um die Steuerklassen keine Gedanken machen. Diese Gelder müssen nicht versteuert werden. Sollte der Student verheiratet sein und arbeitet der Partner, so sollte der Studierende die Klasse 5 wählen. Arbeitet aber auch der Student, gelten die üblichen Regelungen für Arbeitnehmer.

Steuerklasse als Student

Es macht für die Steuer kaum einen Unterschied, ob eine Person selbstständig ist oder als Arbeitnehmer entlohnt wird. Entscheidend ist immer, wie viel sie verdient. Allerdings können verheiratete Selbstständige geschickter agieren: Arbeitet ihr Partner als Arbeitnehmer, können sie beispielsweise in die Klasse 5 (Partner in die Nummer 3) wechseln, wenn sie einen Verlustvortrag machen wollen. Hat der Selbstständige hingegen große Gewinne gemacht, wird einfach in die andere Richtung gewechselt. Wirtschaftliche Schwankungen können auf diese Weise durch die Steuerklassen besser kompensiert werden.

Steuerklasse als Selbständiger

Diese Frage stellt sich nur, wenn die Doktoranden verheiratet sind, da sie ansonsten zwangsweise in der Steuerklasse 1 eingestuft werden. Interessant ist der Fall zudem nur dann, wenn die Promotion mit einer Stelle verknüpft ist. Hierbei gelten die üblichen Regeln: Verdienen beide Ehepartner etwa gleich viel, so ist die Steuerklasse 4 die richtige Wahl.

Ansonsten werden die Steuerklassen 3 (höheres Einkommen) und 5 (geringeres Einkommen) gewählt. Erhält der Doktorand hingegen ein Stipendium, darf er ganz entspannt durchatmen, denn dieses ist steuerfrei. Arbeitet der Partner, sollte dieser dann die Klasse 3 wählen.

Steuerklasse als Doktorand

Wer kann, sollte sich bei einem Minijob für eine der ersten vier Steuerklassen entscheiden. In diesem Fall entsteht keine Steuerpflicht. Ist man hingegen in die Klasse 5 oder 6 eingestuft, müssen auch für Minijobs Abgaben entrichtet werden.

Wer weiß, dass er Steuern bezahlen müsste, sollte die pauschale Besteuerung über den Arbeitgeber anstreben, da diese in der Regel immer günstiger ist. In diesem Fall spielen die Steuerklassen für den Minijob keine Rolle. Die Partner müssen also nicht extra auf diese achten.

Steuerklasse bei Minijob

Steuerklassen wechseln

Ändert sich die eigene Familiensituation so, dass ein Wechsel der Lohnsteuerklasse möglich wird, so kann man mit einem entsprechenden Nachweis und der Lohnsteuerkarte zum Finanzamt gehen, um den Wechsel der Einstufungen durchführen zu lassen. Zumeist geschieht dies aber automatisch.

Heiraten zwei Menschen standesamtlich, so erhält das Amt ohnehin Kenntnis davon und stuft beide Personen in die Steuerklasse 4 ein. Sollten die Ehegatten in die Steuerklassen 3 und 5 eingestuft werden wollen, können sie dies persönlich oder schriftlich beim Finanzamt beantragen. Sie können ihre Wahl der Steuerklassen in jedem Jahr überdenken und um eine andere Einstufung bitten.

Nicht immer ist es sinnvoll, einen Wechsel der Einkommensteuerklassen durchzuführen. Doch besonders Verheiratete können in einigen Situationen vorausschauend handeln. Als Beispiel: Beide Partner sind in der Klasse 4 eingestuft und erhalten die Freibeträge also zu gleichen Teilen. Ist aber bekannt, dass einer der Gatten im kommenden Jahr Lohnersatzleistungen erhalten wird, macht ein Transfer in die Steuerklassen 3 und5 Sinn.

Die Person, die Lohnersatzleistungen bekommen wird, geht in die dritte Klasse, um die maximalen Freibeträge zu kassieren. Denn die Höhe der Lohnersatzleistungen bestimmt sich anhand der letzten Netto-Einkünfte, die auf diese Weise geschickt optimiert werden können.

Der ganze Vorgang ist relativ einfach: Ausgefüllt werden muss lediglich das Formular Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten. In allen anderen Fällen wählt das Finanzamt ohnehin die für die jeweilige Person günstigste Steuerklasse.

Das Formular wird anschließend beim zuständigen Finanzamt eingereicht. Zu beachten sind zwei Dinge:

  1. Ein Steuerklassenwechsel darf nur einmal jährlich durchgeführt werden.
  2. Der Faktor muss jedes Jahr neu beantragt werden. Bei anderen Wechseln verbleiben die Paare in der zuletzt gewählten Steuerklassen-Kombination.

Früher musste der Steuerklassenwechsel zudem noch auf der Lohnsteuerkarte vermerkt werden. Da diese inzwischen durch eine elektronische Variante ersetzt wurde, ist dies nicht mehr die Aufgabe des jeweiligen Steuerpflichtigen.

Möchten Eheleute ihre Steuerklassen beim Finanzamt ändern, ist hierfür ein spezielles Formular notwendig. Dieses liegt im zuständigen Amt aus, kann allerdings auch im Internet heruntergeladen werden. Bei der Abgabe sind zudem die Nachweise zu erbringen, dass man berechtigt ist, die Klassen zu ändern (z.B. Heiratsurkunde und Auszug der Lohnsteuerbescheinigung - ehemals Lohnsteuerkarte).

Das Finanzamt, das die Einkommensteuererklärung einer Person oder eines Paares bearbeitet, der oder die in eine andere Steuerklasse wechseln möchte/n, ist für diesen Schritt zuständig. Theoretisch ist dabei folgender Fall denkbar: Ein Paar lebt an getrennten Orten. Es muss sich dennoch gemeinschaftlich auf einen ersten Wohnsitz einigen. Die Finanzbehörde an diesem führt einen Steuerklassenwechsel durch.

Die bittere Wahrheit ist: Dies geht gar nicht. Ändert sich der Familienstand, muss die Klasse so schnell wie möglich angepasst werden. Nachträglich kann dies nicht mehr passieren. Verheiratete Paare können allerdings ihre Klasse in jedem Jahr anpassen lassen. Eine nachträgliche Anpassung kann ausschließlich dann stattfinden, wenn sie vom Paar fristgerecht gefordert wurde, allerdings das Finanzamt die Änderung aufgrund eines Versäumnisses nicht durchgeführt hat.

Steuerklassen nach Familienstand

Ledige werden prinzipiell in die Steuerklasse 1 eingestuft. Einzige Ausnahme: Wer alleinerziehend ist, darf in die Klasse 2 wechseln. Hat man einen zweiten Job als Lediger, so werden die Einkünfte aus diesem nach der Steuerklasse 6 berechnet. Dies ist allerdings nicht positiv, da diese Klasse keinerlei Freibeträge aufweist.

Steuerklassen Ledige

Verheiratete haben insgesamt drei Wahlmöglichkeiten, in welche Lohnsteuerklassen sie sich einstufen lassen möchten. Sie dürfen diese zudem jährlich wechseln. Die Wahlmöglichkeiten sind:

  • Die Kombination 4 und 4
  • Die Kombination 4 und 4 mit Faktor
  • Die Kombination der Steuerklassen 3 und 5

Der Staat möchte Familien und Eheschließungen besonders fördern und hat deshalb diese Varianten eingeführt, die es den Ehegatten ermöglichen, eine maximale steuerliche Entlastung zu erreichen. Eheaare, die in etwa gleich viel verdienen, sollten gemeinsam in die Lohnsteuerklasse 4 gehen. Sind die Einkünfte unterschiedlich (ab einer Spreizung von 60 zu 40 Prozent), empfiehlt sich eine Kombination der Lohnsteuerklassen 3 und 5. Wird gemeinsam die Steuerklasse 4 mit Faktor gewählt, zahlen beide Partner prozentual in etwa so viel Lohnsteuer wie sie auch tatsächlich zum gemeinsamen Einkommen beitragen. So werden Nachzahlungen am Jahresende vermieden.

Steuerklassen Ehepaar

Eine Scheidung bringt bei der Steuerklasse zwangsläufig eine Veränderung mit sich. Anders als beispielsweise beim Todesfall des Partners betrachtet der Staat eine geschiedene Person sofort wieder als alleinstehend. Entsprechend muss sie in die Steuerklasse 1. Einzige Ausnahme: Hat einer der vormaligen Partner das alleinige Sorgerecht für wenigstens ein Kind, darf er auch in die Klasse 2.

Während des Trennungsjahres bleiben die Steuerklassen bestehen, die für die Ehe gewählt worden sind. Ist das Jahr vorbei und das Paar bleibt getrennt, ist aber noch nicht geschieden, wird es steuerrechtlich trotzdem zum Folgejahr so behandelt.

Steuerklasse Geschiedene

Verheiratete, die sich im ersten Jahr ihrer Trennung befinden, bleiben in ihrer bisherigen Steuerklassenkombination. Einzige Ausnahme: Zieht der Partner ins Ausland, muss schon an dieser Stelle die Nummer 1 für Singles gewählt werden. Dies gilt auch dann, wenn die beiden Partner das Trennungsjahr hinter sich haben. In diesem Fall werden sie vom Fiskus als geschieden behandelt - auch dann, wenn sie noch gar nicht offiziell geschieden sein sollten. In diesem Fall können sie dem Finanzamt eine Aussöhnung allerdings anzeigen und werden dann erneut als verheiratet eingestuft.

Steuerklasse getrennt lebende Personen

Eine Witwe bzw. ein Witwer darf das Jahr, in dem der Partner gestorben ist sowie die folgenden zwölf Monate in der in der Klasse 3 sein. Der Staat gewährt dieses Recht, damit der Hinterbliebene mit den hohen finanziellen Belastungen, die mit dem Tod des Ehegatten einhergehen, besser umgehen kann. Nach Ablauf dieser Frist wird die Witwe bzw. der Witwer allerdings als alleinstehend betrachtet. Dies bedeutet, sie bzw. er muss entweder in die Klasse 1 oder als alleinerziehende Mutter in die Klasse 2 wechseln.

Steuerklasse Witwen

Offiziell gehört das Trennungsjahr noch zur Ehe. Es wurde eingeführt, um den Gatten die Chance einzuräumen, ganz in Ruhe zu entscheiden, ob sie ihre Ehe wirklich auflösen wollen. Sie dürfen deshalb im Trennungsjahr weiterhin die Steuerklassen nutzen, die ihnen als Ehepaar offenstehen. Einer der Partner kann allerdings einen Wechsel der Klassen verlangen. Ergibt sich für den anderen Gatten dadurch ein finanzieller Verlust, muss der Gatte, der den Wechsel verlangte, für Ersatz sorgen. Dies geschieht z.B. über den Unterhalt.

Steuerklasse Trennungsjahr

Bis zur Entscheidung, ob gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften steuerlich mit Ehen gleichzustellen sind, mussten harte politische und juristische Kämpfe ausgefochten werden. Das letzte Wort hatte das Bundesverfassungsgericht am 12. Juni 2013. Es bestätigte dabei vormalige Urteile, die alle eine Stärkung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften bewirkten.

Durch den Richterspruch aus dem Juni 2013 sind diese steuerlich nunmehr voll mit den Ehen gleichgestellt. Bezüglich der Steuerklassen sowie des Ehegattensplittings bedeutet dies, dass sich alle Regelungen für die Ehe analog auch für die gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften anwenden lassen.

Steuerklasse gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft

Auch interessant:

Verwitwete Personen dürfen im Jahr des Todes ihres Partners sowie im folgenden Jahr in der Steuerklasse 3 verbleiben. Für geschiedene Personen gilt dies nicht. Sie müssen sofort in die Steuerklasse 1 wechseln. Der Staat möchte auf diese Weise eine besondere finanzielle Entlastung für den überlebenden Partner schaffen. Die dritte der Einkommensteuerklassen hat die höchsten Freibeträge. Durch den Tod entstehen immens hohe finanzielle Belastungen, die auf diese Weise abgefedert werden sollen.

In der Steuerklasse 2 erhalten Alleinerziehende zusätzlich zum Kinderfreibetrag einen Entlastungsbetrag in der Höhe von 1.908 Euro (Stand 2017). Dieser zusätzliche Freibetrag hat keinen negativen Einfluss auf den Kinderfreibetrag. Pro Kind hat man in der Klasse 2 damit faktisch einen Kinderfreibetrag in der Höhe von 9.264 Euro.

Da der Staat Familien fördern möchte, führen Kinder immer zu einer Entlastung. Pro Kind gibt es im Jahr 2017 einen zusätzlichen Freibetrag von 7.356 Euro. In der Klasse 4 wird dieser zwischen den beiden Partnern aufgeteilt. Ansonsten wird er einer Person voll zugeschlagen. Zu beachten ist folgendes: Heiraten zwei Personen, von denen eine ein Kind mit in die Ehe bringt und lassen sich die beiden Partner in die Steuerklassen 3 und 5 einstufen, so erhält der Partner in der Steuerklasse 3 immer den vollen Kinderfreibetrag. Dies gilt auch dann, wenn es nicht sein Kind sein sollte.

Die Wahl der richtigen Steuerklasse bei Elterngeld orientiert sich daran, bei welcher Kombination der höchste Nettolohn vom jeweiligen Arbeitgeber verbleibt und wer den größten Teil der Elternzeit in Anspruch nimmt. Haben die Partner beispielsweise die Lohnsteuerklasse 3 und 5 und der Geringverdiener wird das Elterngeld beziehen, so macht ein Wechsel der Lohnsteuerklassen Sinn, um die Abzüge zu vermeiden.

Vermutlich ist die gemeinsame Lohnsteuerklasse 4 die beste Wahl. Sollte dies nicht der Fall sein, so haben Paare in Deutschland das Recht, diesen Fehler im Folgejahr zu korrigieren, da sie jährlich die Lohnsteuerklasse wechseln dürfen. Elterngeld

Lässt sich ein Ehepaar zusammen veranlagen, so gilt für dieses das Ehegattensplitting. Hierbei werden die beiden steuerpflichtigen Einkommen addiert und dann halbiert. Die Hälfte wird nach dem für diesen Betrag gültigen Tarif versteuert. Die Steuerlast wird verdoppelt. Was kompliziert klingt, bedeutet eigentlich nur: Je weniger steuerpflichtiges Einkommen Eheleute haben, desto geringer wird die Steuer. Durch eine geschickte Wahl der Klassen für die steuerliche Einstufung, deren Richtlinien oben erläutert wurden, lässt sich die Höhe des steuerpflichtigen Einkommens geschickt minimieren.

Die Steuerklasse 2 wurde für Alleinerziehende geschaffen, um diese bei der Erziehung ihres Kindes zu unterstützen. Deshalb gibt es in der Steuerklasse II einen zusätzlichen Freibetrag, der die Mutter oder den Vater finanziell zusätzlich entlastet. Der zusätzliche Freibetrag hat eine Höhe von 1.908 Euro Stand 2017.

Steuertabellen

Alle Steuertabellen wie Grundtabellen, Splittingtabellen zur Einkommensteuer und Durchschnitt- sowie Grenzbelastungen werden erläutert und zum Download bereitgestellt.

Steuertabellen

Steuerformulare

Da die zahlreichen Formulare oft für Verwirrung sorgen, hat die Bundesfinanzverwaltung das Formular-Management-System eingeführt, das Bürgern das Auffinden der richtigen Formulare erleichtert.

Steuerformulare

Faktorverfahren - eine gute Alternative für viele Ehepaare

Früher waren Verheiratete, deren Löhne stark unterschiedlich waren, in den Steuerklassen 3 und 5. Dies war allerdings nicht in jedem Fall ideal, deshalb hat der Gesetzgeber das Faktorverfahren eingeführt, welches für mehr Gerechtigkeit sorgen soll. Zu wählen ist hierfür die Steuerklassenkombination 4 mit Faktor. Jeder Ehepartner zahlt durch das Faktorverfahren nur noch anteilig so viel Lohnsteuer, wie er auch zum gemeinsamen Gehalt beiträgt.

Faktorverfahren

Was ist das Ehegattensplitting?

Das Ehegattensplitting ist Stammgast in der Berichterstattung der Medien, soll es Verheirateten doch einen minimalen Lohnsteuerabzug garantieren. Doch inzwischen sind zahlreiche Mythen rund um das Splitting entstanden. Dieses kommt bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren zur Anwendung. Sie werden als eine Wirtschaftsgemeinschaft betrachtet.

Durch das Ehegattensplitting wird ihr zu versteuerndes Einkommen addiert und anschließend halbiert. Das Ergebnis wird mit einem doppelt so hohen Einkommenssteuersatz belegt wie der, der für diese Einkünfte eigentlich gelten würde. Verdienen beide Ehegatten etwa gleich viel, hat das Splitting so gut wie keinen Effekt. Gibt es jedoch progressive Steuertarife zwischen den Partnern - es besteht zwischen ihnen also eine große Einkommensdifferenz - so wird ein minimaler Lohnsteuerabzug durch das Splitting erreicht.

Ehegattensplitting

Kinderfreibetrag

Familien benötigen in der Regel jeden Cent. Um ihnen zu helfen, gewährt das Finanzamt deshalb einen Kinderfreibetrag für jedes minderjährige und im Haushalt lebende Kind. Der Kinderfreibetrag liegt im Jahr 2017 bei 7.356 Euro. Eine Ausnahme existiert allerdings, wenn die Eltern nicht zusammen veranlagt werden sollten. In diesem Fall erhält jeder Elternteil vom Finanzamt den halben Kinderfreibetrag - also 3.678 Euro. Familien haben vom ersten Geburtsmonat an einen Anspruch auf den Freibetrag.

Gibt es nur noch einen Elternteil, der alleinerziehend ist, erhält dieser durch die Steuerklasse 2 einen weiteren Freibetrag in Gestalt des Entlastungsbetrags in der Höhe von 1.908 Euro. Ein Kind bringt in Deutschland durch den Kinderfreibetrag in Familien mit zwei Elternteilen eine durchschnittliche Steuerersparnis von 2944 Euro. Der Kinderfreibetrag muss auf der Lohnsteuerkarte der Eltern eingetragen sein.

Kinderfreibetrag

Einzelnachweise


  1. Gesetze im Internet: Einkommensteuergesetz (EStG) § 38b Lohnsteuerklassen, Zahl der Kinderfreibeträge
  2. Gesetze im Internet: Einkommensteuergesetz (EStG) § 24b Entlastungsbetrag für Alleinerziehende
  3. Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lohnsteuer 2017, Kleiner Ratgeber für Lohnsteuerzahler
  4. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2017
  5. Bundesagentur für Arbeit: Fachliche Weisungen Arbeitslosengeld Drittes Buch Sozialgesetzbuch – SGB III § 153 SGB III Leistungsentgelt
  6. Gesetze im Internet: Einkommensteuergesetz (EStG) § 39f Faktorverfahren anstelle Steuerklassenkombination III/V
  7. Deutsche Rentenverischerung: Wie Renten besteuert werden